Monatsarchiv: Juli 2013

die Panoramen sind da =)

Nun ist die Norwegenreise schon zwei Wochen her und ich bin endlich durch mit dem Stitchen der (privaten) Panoramen. Hier gibt es jetzt die Ergebnisse zu sehen:
Sveggvika

Kvernes
ålesund

irgendwo zwischen ålesund und dem Trollstigen

Geiranger

Dalsnibba

Gamle Strynefjellsvegen

Hjelle

Oslo

Die Panoramen gibt es auch alle in voller Auflösung auf meinem Flickr-Account.

Letzer Tag

Heute ist schon unser letzter Tag in Oslo, denn morgen geht es wieder zurück nach Hause.
Morgens nach dem Frühstück ging es wieder los und heute war auch endlich mal weniger los. So konnte ich ungestört das Schloss und den Rest des neuen Stadtteils fotografieren. Leider verstehen die Norweger unter „leicht bewölkt“ irgendwie etwas anderes als ich. Morgens war der Himmel komplett grau und am Nachmittag hat es auch mal geregnet. Nach dem „leicht bewölkt“ von gestern (-> strahlender Sonnenschein) war ich dann doch etwas enttäuscht und mit kurzer Hose etwas dünn gekleidet..

Kunst im modernen Oslo
fotografiert von Martin
Spatzenbad in der Blumenbewässerungsanlage

Mittags haben wir dann versucht im Hotel über mein Handy Sitzplätze im Flugzeug zu sichern (bei Lufthansa muss man sich ja immer ranhalten, wenn man zusammen sitzen möchte). Bei Lufthansa für 3 Leute gebucht, da sollte man ja meinen, dass man über die App auch die entsprechenden 3 Fluggäste einchecken könnte. Aber irgendein Heini hat beim Programmieren scheinbar nicht so weit nachgedacht und ich musste alles einzeln eingeben (zum Glück wurde mir in der Zwischenzeit nicht schon wieder ein Sitzplatz gemopst). Das alles über die für mobile Geräte optimierte Ansicht zu lösen wäre wohl auch so uncool gewesen, immerhin ging das vor fünf Monaten noch problemlos. So wurde ich schließlich auf das Portal von SAS weitergeleitet und bin mir nun nicht so ganz sicher, ob der Check in so ganz geklappt hat (eine mobile Bordkarte ist jedenfalls nicht dabei rausgekommen). Aber es wird sich morgen schon zeigen und zur Not muss das ganze am Flughafen halt wiederholt werden.

Zum Abschluss noch eine Übersichtskarte mit all den Orten, die wir in den letzten zwei Wochen bereist haben:

Nachtrag der Fotos von gestern

Frognerpark
Was haltet ihr von solchen Motiven? Ca. 4min 59sek von 5min sehen sie nämlich so aus.. echt eine Geduldsprobe bis man hier ein gescheites Foto machen kann!

Wir erkunden Oslo zu Fuß

Heute Morgen ging es als erstes los in den Vigelandspark / Frognerpark zum Fotografieren. So naiv wie ich war, dachte ich morgens früh wäre dort nicht so viel los wie mittags. Mag auch sein, dass das für die Einwohner von Oslo zutrifft, denn die kommen Mittags zum Picknick machen und Sonnen in den Park. Touristen kommen jedoch schon ganz früh morgens und so standen schon etliche Touristenbusse vor den Toren des Parks. Im Park wurde es nicht besser: eine Führung nach der anderen. Alles voll. Auch Oslo ist mittlerweile total von Touristen überlaufen – ich habe das Gefühl das wird in ganz Europa immer schlimmer im Moment. Als ich zur Mittagszeit endlich meine Motive im Kasten habe, will ich mir noch richtig die Kante geben und als nächstes geht es zum Schloss. Eine riesen Baustelle. Man kann quasi gar nicht mehr vor das Schloss gehen und so hat sich das mit dem Foto auch ganz schnell. Der einzige Ort, von wo aus man das Schloss noch sehen kann, ist die Einkaufsstraße (natürlich auch brechend voll tagsüber).
Also gebe ich auf und bringe die Kamera zurück ins Hotel, dann läuft es sich wenigstens entspannter 😉
Den Nachmittag verbringe ich auf der Einkaufsstraße, allerdings laden die hohen Preise eher wenig zum Einkaufen ein.
Am Abend geht es dann wieder los. Zuerst habe ich Fotos bei der Akers Festung gemacht. Auf dem Weg dorthin habe ich ein paar sehr leicht bekleidete Frauen gesehen – das Hotel scheint wohl doch nicht in der besten Gegend zu sein… erklärt auch, wieso es nicht so furchtbar teuer ist 😀
Als nächstes begebe ich mich zum Rathaus. Dort gibt es einige Springbrunnen, die von Kindern sehr beliebt sind. Es war zwar heute ein warmer Tag, aber meiner Meinung nach nicht so heiß, dass man in den Brunnen baden müsste.. aber die Kleinen haben das irgendwie anders gesehen und haben sogar Schwimmübungen im Wasser gemacht.
Zuletzt ging es in Oslos neuestes Stadtviertel, direkt am Wasser. Dort sieht alles sehr teuer, aber auch schick aus. Offenbar ist es auch ein beliebter Ort, um Freitags Abends Feiern zu gehen, was ich mir durchaus hätte denken können – aber nicht bedacht habe. Also muss ich dort wohl morgen noch mal hingehen, um meine Fotos fertig zu machen, wenn hoffentlich weniger los ist.

Hamar & Oslo

Heute ging es gleich nach dem Aufstehen nach Hamar. Dort haben wir meine ehemalige Gastfamilie besucht, wo ich vor 7 Jahren zum Schüleraustausch war. Für mich war es der vierte (und auch kürzeste) Besuch dort, doch so schön wie immer. Wir saßen bei norwegischen Waffeln und Kaffee auf der Terrasse und haben uns gut unterhalten. Gegen 11Uhr sind wir an den See gefahren, um den Skibladner (ein Ausflugsboot) zu sehen.

Im Anschluss wurden noch an den wichtigsten Stellen in Hamar Panoramen geschossen und dann ging es noch mal kurz zur Familie. Unter anderem haben wir auch über Löhne geredet, die man für Aushilfsjobs bekommt. Wenn man das so hört, fragt man sich echt, wieso man noch in Deutschland arbeitet. In Norwegen bekommt man als ungelernte Aushilfe einen (nicht so guten) Stundenlohn von 160NOK, was ziemlich genau 20€ entspricht!!! Natürlich kostet alles viel mehr dort. So muss man für ein Zimmer im Studentenwohnheim mit geteiltem Badezimmer/Küche immerhin noch 3000NOK  bezahlen. Aber wenn man sich das genauer überlegt, sind die Kronen schneller verdient, als ein Zimmer in einem deutschen Studentenwohnheim (wenn man einen Nebenjob in Deutschland hat – bei einem auch nicht so sehr guten Stundenlohn von 10€).
Am frühen Nachmittag mussten wir dann allerdings weiter fahren, um unseren Mietwagen in Oslo zurückzugeben. Zwar ist es das einzig vernünftige, da man in Oslo nicht weiß, wo man sein Auto billig abstellen soll und es dort auch nicht braucht, aber als ich den Koffer und meine tausend anderen Gepäckstücke alleine und auf einmal vom Bahnhof zum Hotel befördern musste, habe ich den Komfort schon ein wenig vermisst. Naja, zum Glück ist das ja jetzt unsere letzte Unterkunft und ich muss den Koffer dann nur noch einmal am Sonntag packen und transportieren =)
In Oslo haben wir zum ersten Mal ein Hotel und hier gibt es sogar Abendessen (im Preis inklusive). Noch dazu ist die Lage top: 10 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Billig ist es natürlich nicht, aber gerade weil auswärts Essen gehen hier so richtig reinhaut, lohnt es sich schon hier zu übernachten. Falls jemand auch einen Aufenthalt in Oslo plant und auf der Suche nach einem guten Hotel ist: Hotel Clarion Collection Bastion.
Nach dem Essen ging es dann noch mal los, um die neue Oper zu fotografieren. Diese gibt es erst seit fünf Jahren und es war für mich auch das erste Mal, dass ich sie gesehen habe. Von den Farben und der Architektur her erinnert es mich ein wenig an Sydney, denn da kann man ja auch drüber laufen und es liegt direkt am Wasser.

Lillehammer

Augen auf – Sonne scheint. Ein sehr guter Start in den Tag! Scheinbar habe ich im Vorhinein die Route perfekt geplant, denn bisher hatten wir kaum wirklich nur verregnete Tage und egal wo man hinkommt, beschweren sich die Norweger, dass es als nur regnet. In Geiranger hieß es wir haben einen von etwa 11 sonnigen Tagen im gesamten Sommer dort erlebt. In Stryn habe ich mitbekommen, dass es vor unserer Ankunft drei Wochen am Stück geregnet hat und jetzt endlich mal zwei Tage die Sonne kam.

Nach etwa 100km Fahrt erreichen wir Lillehammer. Zuerst geht es hoch auf den Berg zum ehemaligen Olympiagelände von 1994. Hier war ich zwar schon mal im Winter, aber damals habe ich ja keine Panoramen gemacht. Daher hat es sich angeboten jetzt noch einmal vorbeizukommen. Bei Schnee haben mir die Sprungschanzen irgendwie besser gefallen, wahrscheinlich weil sie dafür auch gebaut wurden. Möglicherweise lag es aber auch daran, dass mich heute so viele Viecher attackiert haben, was im Winter ja nicht so der Fall ist.

(fotografiert von Martin)

Danach war es spät genug, um zu unserer nächsten Jugendherberge zu fahren. Diese ist direkt am/im Bahnhof gelegen. Von mir gibt es hier wieder eine Empfehlung: egal ob mit dem Auto (dann gibt es einen kostenlosen Parkplatz für Gäste direkt hinter den Gleisen) oder mit dem Zug, man muss nie weit laufen und ist zentral im Ort. Für Norwegen sind die Preise ganz günstig (im Vergleich mit den schier unbezahlbaren Hotels) und für Selbstversorger gibt es eine nette Gemeinschaftsküche mit Blick auf die Gleise 😉

Am Nachmittag ging es dann zu Fuß durch Lillehammer. Zuerst runter an den See Mjösa. Später noch durch die Einkaufsstraße weiter oben in der Stadt. Ich muss schon sagen, wenn man das ganze Fotoequipment zu schleppen hat, sind Steigungen alles andere als angenehm – besteht wenigstens Hoffung, dass ich heute Nacht gut schlafen kann…


Jotunheimen Nationalpark

Der Tag fing mit Regen an. Trotzdem haben wir uns nicht von unserer geplanten Route abbringen lassen und sind einmal um den Gletscher herumgefahren.
In der Nähe von Skei konnte man von der Straße aus den Gletscherarm Boyabreen sehen. Leider hingen die Wolken sehr tief, so dass nur das unterste Stück sichtbar war.

Die Farbe von dem Eis fand ich sehr beeindruckend, aber eine Wanderung stelle ich mir darauf doch sehr mühsam vor. Und bei dem Dunst da oben auch nicht wirklich rentabel…

Boyabreen
Gegen Mittag haben wir den Jotunheimen Nationalpark erreicht. Zu Beginn geht es eine schmale Serpentinenstraße den Berg hinauf. Heute hatten wir einen LKW vor uns. Zu Beginn war das von Vorteil, denn so musste immer der Gegenverkehr anhalten, um unsere Kolonne vorbeizulassen. Später jedoch blieb der LKW in einer engen Kurve stecken und nichts ging mehr. Ich hatte schon schlimmstes befürchtet (mangels Alternativrouten), doch nach ein paar Minuten rangieren in der Serpentine und etlichen Anfahrversuchen hat es dann doch noch geklappt: der LKW fuhr weiter. 
Oben angekommen (auf 1200m Höhe) waren wir dann in etwa auf Augenhöhe mit den Wolken. Miserable Sicht und natürlich Regen. Ach ja, dort hatte es auch nur frische 6°C. Ursprünglich wollte ich diesen Weg entlang fahren, um Fotos zu machen, aber das konnte ich heute total vergessen. Bleibt zu hoffen, dass es morgen wieder schönes Wetter gibt.
Gletscher auf dem Berg

Vestkapp

Heute ging es an den (angeblich) westlichsten Punkt des norwegischen Festlands.

Zuerst führte uns der Weg entlang einer „Panoramastraße“. Auch diese war besonders schmal und ab und an kam mal eine Ausweichbucht für den Fall, dass Gegenverkehr kommt. Besonders schlimm finde ich an diesen Strecken die einspurigen Tunnel mit Gegenverkehr – da bin ich jedes Mal wieder erleichtert, wenn ich es heil überstanden habe. Wie diese Straße zu ihrem Namen kommt, ist mir ein Rätsel, denn die meiste Zeit hatte man gar keine Aussicht auf den Fjord, sondern kam sich vor wie auf einem Feldweg im Wald.
Wir haben schon spekuliert, dass die Norweger ihre schlechten und alten (engen) Straßen einfach als Touristenstraßen auszeichnen lassen, damit sie diese nicht ausbauen müssen.
Unser erster geplanter Stop war der Kannesteinen. Im Reiseführer (der gleiche, der uns auch eine Panoramastraße versprochen hatte) stand, dass dies ein 4m hoher Stein ist, der vom Meerwasser (und Steinen) ausgewaschen ist. Als wir dort angekommen sind, stand da tatsächlich ein Stein, aber besonders groß kam er uns nicht vor. Wäre da kein Schild gewesen, hätten wir den Stein niemals entdeckt. Insgesamt eher enttäuschend..
Aus genau einer Richtung konnte man nur Fotos machen, sonst waren die umliegenden Steine zu hoch. Der Fotograf für den „Nordfjord Guide“ war wirklich sehr begabt, den Stein so in Szene zu setzen, dass dort Touristen nur deswegen hinfahren. 
Als nächstes wollten wir zum Vestkapp fahren. Ein kurviger, schmaler Weg lag vor uns und es ging etliche Male auf einen Berg, um dann gleich auf der anderen Seite wieder herunter zu fahren. 
Unterwegs waren mehrmals Tiere auf der Fahrbahn. Heute hatten wir sogar ein breit gefächertes Spektrum an Tierarten: von Katzen über Schafe und Kühe bis hin zum Highlight – 4 norwegische Fjordpferde.
Endlich am Vestkapp angekommen, lauerte die nächste Enttäuschung. Alles vernebelt, denn das Aussichtslokal war durch eine Baustelle ersetzt und die Aussicht war von schnell vorbeifegenden Wolken versperrt. Eine einzige grau Suppe, dafür aber mal kaum Touristen. Leider war der Wind nicht stark genug, um sich hineinzulegen, aber es hätte nicht viel gefehlt.
In Richtung Norden war die Sicht dann doch noch da:

Gamle Strynefjellsvegen

Heute hieß es wieder Abschied nehmen von Geiranger. Morgens früh ging es los, um noch ein Foto am „Knuten“ zu machen. Für das Backplate musste ich mal wieder eine kleine Klettertour auf mich nehmen – meine Begleitung war auch schon etwas besorgt, aber so schlimm fand ich es gar nicht.

Von dort aus sieht es nicht so besonders aus, aber diese Straße ist schon ewig alt und gehört jetzt zur Nationalen Touristenstraße dazu. Von dem Fels aus konnte man schön sehen, dass sie eine Schleife fährt. Auf das Bild habe ich mich schon von Anfang an gefreut und zum Glück hat es auch genauso geklappt, wie ich mir das gewünscht habe. Genau als ich fertig mit dem Panorama war kam nämlich erst das erste Auto =)

Danach ging es stets weiter hoch auf den Berg, bis wir noch mal einen schönen Ausblick über Geiranger und den Adlerweg hatten:

Oben angekommen kam eine lange Strecke mit vielen türkisblauen Seen (weil sie so kalt waren) und es fegte ein ekelig kalter Wind. Aber die Aussichten waren so schön, dass ich alle paar Meter wieder einen Panoramastop einlegen musste und wir kaum vorwärts gekommen sind. Insgesamt würde ich eh sagen war heute bisher der erfolgreichste Tag: schöne Locations UND Sonne!
Um nicht so oft durch Tunnel zu fahren, haben wir uns entschieden heute einen kleinen „Umweg“ zu fahren und zwar den „Gamle Strynefjellsvegen“. Dieser ist ebenfalls als nationale Touristenstraße ausgewiesen. Das heißt in Norwegen unter anderem so viel wie: die Straßen sind eng (so breit wie ein Auto) und haben schlechten Belag (geteert ist da das wenigste). Wenn Gegenverkehr kommt, wirds lustig.
Stellenweise sah es dort so aus wie in einer Mondlandschaft. Verlassen, türkisblaue Seen, graue Felsen – teilweise auch mit Schnee bedeckt. Ein sehr schönes Farbenspiel – wäre da nicht dieser Wind gewesen hätten wir sicher auch noch viel mehr Zeit dort verbracht…

in echt sah das Wasser noch mehr türkis aus
Überall gab es Wasserfälle, die sich die Berge hinuntergestürzt haben. Hier dieser war besonders gut zu erreichen, man musste nur über einen glitschigen kleinen Wasserfall klettern und schon hatte man den perfekten Standort für eine weitere Langzeitbelichtung erreicht (15Sekunden bei Tageslicht mit ND1000).

Am Nachmittag haben wir unser Etappenziel Stryn mit vollen Speicherkarten erreicht. Hier sind wir mal wieder in einer Jugendherberge statt einer Hütte (wie die Nächte zurvor) untergebracht. Die Jugendherberge sieht ganz gut aus, man kann hier sogar Abendessen bekommen – sie wird als zu meinem Low-Budget Tipp für die Jostedalsbreen-Region.
Eigentlich wollten wir ja morgen eine Gletschertour machen, denn hier um die Ecke liegt der größte Festlandgletscher Europas, doch als wir hier angekommen sind und die Wanderkarten angeschaut haben, mussten wir feststellen, dass alle Touren nur für Fortgeschrittene sind und wir ja blutige Anfänger sind.. also haben wir es für nicht allzu sinnvoll eingestuft und planen stattdessen morgen am Nordfjord entlangzufahren.

Geiranger

Weil es vorgestern so schön war, sind wir gestern gleich noch mal über den Trollstigen gefahren.
Dieses Mal war es auch gar nicht mehr so aufregend. Glücklicherweise waren auch weniger Touristen unterwegs, so dass ich meine letzte offene Bildidee schließlich umsetzen konnte (ein Panorama inmitten einer Haarnadelkurve).
Nach dem Panoramastop ging es weiter auf der Nationalen Toursitenstraße (63) in Richtung Süden.
Pünktlich über Valldal hat es dann (genau nach der Wettervorhersage) angefangen zu regnen.. und so ging es dann weiter mit dem Regen… die Fährüberfahrt nach Eidsdal war verregnet, die weitere Autofahrt, die Ankunft in Geiranger…
Rund um Geiranger gibt es übrigens viel mehr Serpentinen als auf dem Trollstigen – eigentlich müsste das hier die Attraktion sein!
Gegen Mittag haben wir unsere wunderschöne Hütte erreicht. Ganz oben auf dem Berg mit Blick über den Fjord!
Eine wirklich sehr hübsche Aussicht, die bei Sonne auch noch schöner ist.
Am Nachmittag haben wir noch einen Fotoversuch gestartet, aber der Regen hat es nicht gut mit uns gemeint und so habe ich dann einfach aufgegeben. Stattdessen haben wir die Souvenirläden im Zentrum angeschaut, die hier sogar billiger sind als die anderen zuvor..
Wer also auch mal eine Rundreise durch Fjordnorwegen macht, sollte die Sachen dann hier kaufen 😉
Auf dem (einzigen großen) Parkplatz am Hafen haben wir ein Möwennest entdeckt. Eigentlich war es wohl ein Blumenkasten, aber zwei unwissende Möwen haben dort ihren Nachwuchs zur Welt gebracht.
Nun ist dort permanent Möwengeschrei und wenn man dem Nest zu nahe kommt, wird man von den Eltern auch angefallen (ich als Augenzeugin kann sagen, dass sie dicht über die Köpfe fliegen und einem dann mit den Füßen eins überbraten).
Besonders schmerzhaft war es wohl nicht, aber wer weiß, was denen sonst noch so einfällt aus Sorge um den Nachwuchs, aber wir haben dann doch beschlossen wieder mehr auf Abstand zu gehen.

Heute war das Wetter dann schon besser und wir sind sehr früh aufgestanden, um vor dem großen Touristenansturm an den Fotostops zu sein.
Ganze drei Panoramen konnte ich aufnehmen, dann kam ein Auto nach dem anderen und zu allem Überfluss auch noch ein Touristenbus, da war der Spaß dann ganz vorbei und wir haben uns ein neues Ziel gesucht. Es ging wieder zurück (die Strecke von gestern) und dort hatten wir zum dritten Mal Tiere auf der Fahrbahn: heute war es eine Herde Kühe. Kaum angehalten ist uns dann auch eine Herde Ziegen begegnet, zum Glück waren sie nicht allzu neugierig und haben nur in den Kofferraum hineingeschaut anstatt mal hereinzuhüpfen und meine Kamera anzuknabbern…

Gegen Mittag sind wir wieder in Geiranger angekommen. Dort lag schon die AIDA Sol vor Anker und die Columbus 2 (Hansa Kreuzfahrten). Man kann sich also vorstellen, dass im Zentrum der Teufel los war.

Also haben wir erst mal ein bisschen abgewartet und die Speicherkarte wieder entleert für neue Bilder.. In der Zwischenzeit kam dann auch noch ein Hurtigrutenschiff und hat ebenfalls Touristen gebracht. Ursprünglich wollten wir ja auch eine kleine Fjordrundfahrt mit der Fähre machen, aber als ich gesehen hatte, dass die Leute da total gequetscht an Deck standen ist mir der Spaß vergangen. Stattdessen haben wir den Nachmittag in unserer Hütte verbracht und gewartet, bis es ruhiger wurde: es hat sich gelohnt. Am Abend war das Wetter sehr schön. Die Sonne hat ab und zu über den Bergen hervorgeguckt und den Fjord in ein diesiges Licht getaucht. Da konnte ich natürlich nicht anders und musste Fotos machen bis von der Sonne nichts mehr zu sehen war…

Trollstigen

Mit einem etwas unguten Gefühl ging es heute morgen in Richtung Trollstigen, einer schmalen Serpentinenstraße mit acht Haarnadelkurven, die total überlaufen ist. Überall Touristen: Busse, Wohnwagen, Autos, Motorräder, Radfahrer und ein paar verrückte, die zu Fuß über „Wanderwege“ (ich würde es ja eher als fortgeschrittene Kletterpfade bezeichnen) nach oben gekrackselt sind.
Zum Glück ist uns aber nie in einer engen Kurve ein Bus begegnet und daher ging die Fahrt dann doch wesentlich entspannter zu.
Hier ein paar Bilder von den Zwischenstops auf unserem Aufstieg:

Stigfossen
Steintürmchen

Oberhalb des Trollstigen wurde es plötzlich wieder leerer und es eröffnete sich folgendes Bergpanorama vor uns:
Ein Stück weiter entlang der Straße 63 hatten wir dann zum ersten Mal Schafe auf der Straße- ich dachte fast, die kommen dieses Jahr nicht mehr 😀 Daher mussten wir dort sehr langsam fahren und haben so auch den schönen Wasserfall entdeckt, wo ich mal wieder meinen tollen ND-Filter anwenden konnte.. Dieses Mal bin ich auch sehr zufrieden mit dem Bild.

Von Fjorden und Wasserfällen

Nun ist es schon der fünfte Tag in Norwegen und es wurde mal wieder Zeit die Unterkunft zu wechseln. Auch wenn das so naheliegend ist, weil alle Ziele weit auseinander liegen, ist es schon etwas nervig ständig den Koffer neu einzuräumen und wieder tragen zu müssen. Unser heutiges Tagesziel war das Trollstigen Camping, doch bis dahin hatten wir eine schöne Fahrt entlang verschiedener Fjorde vor uns. Trotz schlechter Wettervorhersage hatten wir zumindest am Vormittag wirklich Glück und die Sonne zeigte sich. Per Zufall habe ich dann auch ein schnuckeliges Plätzchen am Ufer gefunden, um ein paar Panoramen ganz nach meinem Geschmack aufzunehmen.

Nachdem ich mich dann irgendwann von dem hübschen Plätzchen am Wasser trennen konnte, ging es weiter in Richtung Andalsnes. Der letzte Abschnitt dorthin sollte mal wieder ein Tunnel sein, aber auf unserer Karte gab es auch eine kleine Straße, die weiter am Fjord entlang führt. Da man dort mehr von der Landschaft sieht, haben wir uns schließlich hierfür entschieden. Die Straße fing normal an, wie ein Landstraße in Deutschland (ohne Mittelstreifen). Dann wurde sie schmaler und die Bäume kamen dem Auto von beiden Seiten immer näher. Irgendwann wurde aus der Straße dann einfach ein Wald und es gab kein Durchkommen mehr. Zum Glück war es dort hinten nicht zu eng zum wenden und wir konnten wieder zurück zum Tunnel fahren. Auf dem Weg dorthin haben wir dann aber auch einen kleinen Wasserfall entdeckt, wo ich endlich mal die Gelegenheit hatte meinen ND-Filter zu testen: es hat geklappt. Bei 30Sekunden Belichtungszeit wurde das Wasser ganz zart. Nun weiß ich, dass die Technik funktioniert und nächstes Mal (wenn man hoffentlich besser dran kommt) wird auch noch ein bisschen mehr an der Komposition gefeilt.

Da die Strecke nicht so sehr lang war, kamen wir schon gegen Mittag am Campingplatz an. Natürlich konnten wir noch nicht in die Hütte rein, also mussten wir uns noch ein paar Stunden die Zeit vertreiben. In den lokalen Reisebroschüren haben wir gelesen, dass die Raumabahn (Andalsnes – Dombas) zu den schönsten Eisenbahnstrecken Europas gehört. Kurzentschlossen sind wir schließlich mit dem Auto durch das Tal gefahren – zumindest einen Teil der Strecke. Leider hat uns die Sonne dann schon wieder verlassen und stattdessen kamen die Regenwolken zurück. Für ein paar Fotos hat die Zeit zum Glück noch gereicht, bevor es angefangen hat zu tröpfeln.

Für das letzte Bild mussten wir einen mühseligen Trampelpfad und etliche Mückenstiche auf uns nehmen (die kleinen Mistviecher hatte ich noch gar nicht vermisst). 
Am Abend ging es dann schlussendlich in unsere Hütte, die doch ein gutes Stück ungemütlicher war als erwartet. Der einzige Vorteil: da es innen so düster ist besteht die Hoffnung, dass ich nachts mal besser schlafen kann. Hier wird es ja im Moment nachts gar nicht dunkel.
Morgen früh haben wir den schlimmsten Abschnitt des ganzen Urlaubs vor uns: die Fahrt über den Trollstigen, eine spektakuläre Serpentinenstraße mit 10% Gefälle und viel zu vielen Haarnadelkurven. An der Rezeption hat man uns gesagt, dass es mittags am vollsten ist, daher planen wir unsere Fahrt dorthin vorher und nachher ein. Drückt mir die Daumen, dass alles gut geht!

Ein Tag in und um Alesund

Gleich heute morgen sind wir nach Alesund aufgebrochen. Als erstes Ziel stand der Berg Aksla auf dem Programm, denn von dort aus sollte man eine gute Sicht auf die Stadt haben.

Die Aussicht war auch wirklich schön, bis wir dann entdeckt haben, dass unten am Hafen zwei große Kreuzfahrtschiffe standen: ein Schiff von der „Holland America Line“ und „Mein Schiff“ von TUI. Über das zweite habe ich mich gefreut, da ich dieses schon aus Reisewerbungen kannte und es dann doch immer ganz nett ist, wenn man nicht nur ein Bild sieht, sondern das Schiff an sich. Die Freude hielt dann auch sogar ein paar Minuten, bis schließlich ein Reisebus nach dem anderen angekommen ist und den gesamten Platz dort oben eingenommen hat. Zu dem absoluten Tiefpunkt waren 11 Busse, 1 Fahrradgruppe vom Schiff und 1 Wandergruppe dort oben: brechend voll. Katastrophal zum fotografieren. Zum Glück hatten die Touristen jedoch so ein straffes Programm, dass sie dann irgendwann wieder in die Busse gefercht wurden und dort wieder Ruhe eingekehrt ist. Nachdem dann die Fotos gemacht waren, sind wir auch wieder runtergefahren ins Zentrum, um dort unser Glück zu versuchen. Natürlich war es auch dort total voll, schließlich ist die Stadt nicht besonders groß und irgendwo müssen die Leute ja hin…

Etwas weiter weg von den typischen Postkartenmotiven und Souvenirshops wurde es dann glücklicherweise ruhiger.
Anstelle der Menschen haben hier die Möwen den Krach verursacht. Bei genauerem Hinsehen haben wir dann auch Nachwuchs entdeckt, kein Wunder also, dass die so laut waren.

Nun hatten wir aber das meiste gesehen und wollten rüber auf die benachbarten Inseln fahren (auf dem Berg gab es einen Infozettel, dass die Inseln alle über kostenfreie Tunnel verbunden sind. Der Weg war einfach zu finden, aber ich bin kein großer Freund von diesen Tunneln. Sie sind erstens recht lang (4km), dunkel, es gibt dort drinnen nur schlechte Luft und keinen Radioempfang und zu allem Überfluss geht es die erste Hälfte des Weges mit 8% Gefälle in die Tiefe und die zweite Hälfte wieder raud (meine Ohren haben sich auch kräftig beschwert). Insgesamt vier von den Übeltätern mussten wir passieren und der letzte war noch am schlimmsten: nur eine Spur für beide Richtungen. Wenn Gegenverkehr kommt, muss man sehen, wie man sich mit den paar Haltebuchten arrangiert. Glücklicherweise kamen uns nur wenige Fahrzeuge entgegen.

Auf den Inseln war es dann allerdings sehr schön. Kaum Menschen, dafür hübsche kleine Orte und ein rot-weißer Leuchtturm, die als Motiv herhalten mussten. Als dann meine 64GB-Speicherkarte mit den Fotos von heute gefüllt war, sind wir wieder zurück nach Alesund ins Zentrum gefahren, gerade rechtzeitig um die Ankunft des kleinsten Schiffes der Hurtigruten Flotte zu sehen. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich lieber mit dem Schiff von gestern fahren. So klein und schaukelig muss es dann doch nicht sein 😉

Weiterreise nach Alesund

Heute morgen hieß es für uns wieder Koffer packen, denn es ging weiter nach Alesund. Auf dem Weg dorthin haben wir noch ein paar Fotostops eingelegt.
Unter anderem waren wir in Molde, wo auch dieses Bild entstanden ist:
Leider war das Wetter hier nicht mehr ganz so schön und in den kurzen Hosen wurde es durchaus frisch.
Da Westnorwegen so zerklüftet ist, mussten wir auch ein kleines Stück mit der Fähre fahren – da diese eher zweckmäßig gebaut ist (damit viele Fahrzeuge reinpassen), konnte man nicht besonders viel sehen und ich hatte nur einen Ausblick zur rechten Seite. Nach vorne wurde die Sicht von einem stinkenden Müll-Lastwagen versperrt, der ebenfalls ans andere Ufer wollte.
Am späten Nachmittag sind wir schließlich in unserer zweiten Unterkunft (Nahe Alesund, aber durchaus schwer zu finden) angekommen – im Regen. Ganz schlecht für Fotos, also haben wir unsere Sachen ins Zimmer verladen und abgewartet, bis das Wetter wieder besser wurde (die Wettervorhersage war immerhin vielversprechend). Dann ging es ins Zentrum von Alesund. Kaum angekommen hat es dann jedoch wieder begonnen zu regnen. Völlig durchnässt haben wir durch Zufall entdeckt, dass sich gerade ein Hurtigrutenschiff im Hafen befindet. Bis wir den Weg dorthin gefunden hatten, ertönte schon die Schiffshupe und kurz drauf hat das Schiff abgelegt. 
Und zum Abschluss noch ein Beweisfoto: auch heute habe ich nicht aufgegeben.. wenn auch mit 2 Jacken und etlichen Wolken: es wurde jede Regenpause genutzt. Hoffentlich gibt es die Stadt morgen auch noch bei schönerem Wetter zu sehen…