Monatsarchiv: August 2013

Zusammenfassung der kuriosesten Erlebnisse in Paris

Begegnungen mit Menschen 

 

Die Suche nach der Unterführung zum Triumphbogen
Etliche Runden sind wir durch die Metrogänge gelaufen, habe diverse Ausgänge ausprobiert und keinen Weg zum Triumphbogen gefunden. Schließlich hat Jessi einen Passanten angehalten und nach dem Weg gefragt. Dieser war super nett und hat versucht ihr den Weg zu zeigen. Dabei hat er einfach ihre Hand genommen und sie dann durch das Gewirr der verschachtelten Tunnel geführt. Er wusste den Weg auch nicht, aber immerhin hat er es geschafft uns irgendwann ans Ziel zu bringen. Wirklich sehr nett!

Des Bisous
Meine treuen Begleiterinnen sitzen erschöpft auf einer Bank und warten darauf, dass ich mein Panorama fertig habe und wir weitergehen können. Plötzlich kommt ein Schwarzer und spricht sie an. Beide verstehen kein Wort. Auf einmal gibt er beiden Küsschen auf die Backen + Hände und geht dann weiter.

französische Müllentsorgung
Andere Länder, andere Sitten. Aus Deutschland kenne ich es ja wie folgt: man wirft seinen Müll in den Mülleimer und dieser wird später in eine Mülltonne verfrachtet. Von dort aus holt die Müllabfuhr alles ab und es ist weg. In Frankreich scheint man das anders zu machen. Oder vielleicht auch nur in den Hotels?! Wer weiß, jedenfalls habe ich meinen Müll im Klo wiedergefunden! Was immer sich die Putzfrau dabei auch gedacht haben mag…

 

Sprachen

 

komischer Kellner
Wir sitzen in einem Restaurant und rackern uns ab, um unsere Bestellung auf Französisch aufzugeben. Der Kellner spricht auch nur Englisch mit uns. Kurz darauf kommt eine deutsche Gruppe an den Nachbartisch und der Mann sagt zu dem gleichen Kellner „mach ma ein Foto von uns“. Offenbar hat der Kellner alles verstanden, denn er macht promt ein Foto von der Gruppe, nur vor uns hat er seine Deutschkenntnisse verheimlicht.

Aufzugsuche auf dem Eiffelturm
Wir befinden uns auf der zweiten Plattform vom Eiffelturm und sind auf dem Weg nach unten. Dann fragt ein Mädel uns auf Englisch, wo man denn auf die 3. Plattform kommt. Jessi müht sich auf Englisch ab, um ihr zu erklären, wo sie lang gehen muss. Kaum ist das Gespräch beendet, ruft das Mädel ihren Freunden zu „alles klar, wir müssen da lang“. Hätten wir auch einfacher haben können…

 

Reaktionen auf das Kamera-Equipment

 

Abends am Triumphbogen
Ich habe mein Stativ aufgebaut und bin gerade mitten in den Aufnahmen für ein Panorama. Zur Zeit des Aufbaus war alles relativ ruhig, kaum ging es los kamen aus allen Richtungen etliche Leute auf mich zu. Ich habe eh den Eindruck, dass ein Stativ als Magnet fungiert. Wahrscheinlich denken sich die Leute, die sieht da ein Motiv, von dort aus muss es gut sein – geh ich da auch mal hin. Ich will mich ja gar nicht beschweren über die Leute, sie können ja nicht wissen, dass mich das stört bei einer Rundum-Aufnahme. Also warte ich ab. Manche sind so dreist und stellen sich knapp vor meine Linse und machen dann Familienporträts. Erst der eine, dann der nächste, dann als Gruppe, dann noch mal mit Blitz. Bevor sie mit ihrer Session durch sind und weggehen, kann es sowieso nicht weitergehen. Ärgerlich ist nur, wenn dann sofort die nächsten kommen. Noch schlimmer ist es, wenn nicht alles aufs Bild passt und sie dann rückwärts immer näher an mein Stativ heranlaufen. Zum Glück hat es keiner umgerannt, sonst hätte ich ja noch mal ganz neu anfangen müssen.
Irgendwann nagt dieses ganze Vorgehen dann doch an der Geduld und man kommt auf böse Gedanken, wie z.B. sich selbst auch mal in den Weg zu stellen. Also habe ich mich dann halt auch mal ein bisschen breit gemacht. Zack beschwert sich der Mann, dass ich weggehen soll. Wenn ich auch nur ein bisschen Charme hätte, solle ich doch mal für 30Sekunden aus dem Weg gehen. Eigentlich hatte ich das gar nicht vor, weil mir sind sie ja auch für mehrere Minuten nicht aus dem Weg gegangen, doch dann hat er mich quasi einfach weggeschoben. Nachdem sie mit dem Foto durch waren meinte er dann ich könne stolz auf mich sein, dass ich Platz gemacht habe… das war dann wohl nix und seitdem ist es mir auch vergangen abends Bilder zu machen: einfach zu viel los.

Mach doch die Kamera ein bisschen tiefer, du siehst doch gar nichts
Morgens beim Fotografieren in La Défense kamen ständig Arbeitnehmer an mir vorbei. Vermutlich auf dem Weg ins Büro. Die meisten waren zu beschäftigt, haben vielleicht mal kurz rübergeschaut, das wars. Eine Gruppe von Männern war jedoch in guter Laune und beim Vorbeigehen ruft mir einer auf französisch zu, dass ich mein Stativ doch ein bisschen niedriger einstellen soll, ich würde ja gar nichts sehen. Dann wäre es doch einfacher. Was er danach gesagt hat, war mit meinem begrenzten Wortschatz leider nicht zu verstehen. Naja, ich habe mir dann die Erklärung gespart, weshalb das Stativ größer sein muss, als ich. Nicht mal auf deutsch verstehen die Menschen was ich tue, wenn ich es ihnen erkläre. Wie soll ich es dann also auf französisch erkläre?

Das Stativ muss umgelegt werden
Während Jenni und Jessi sich das Panthéon von innen ansehen, sitze ich gemütlich auf den Stufen davor und ruhe mich von den Strapazen der letzten Tage aus. Ziemlich müde sitze ich da und auf einmal kommt eine Frau und teilt mir mit, dass Stative hier verboten sind. Davon war jedoch vorher nichts zu sehen (beim Triumphbogen war wenigstens ein Hinweisschild angebracht). Toll. Ich sage ihr, dass ich es nicht benutze. Das gefällt ihr immer noch nicht. Sie meint ich muss es flach auf den Boden legen. Warum?! Keine Ahnung. Ich lege es um und sie ist zufrieden. Verstehen tue ich es trotzdem nicht, es ist doch immer noch das gefährliche Stativ, einfach ein paar cm weiter unten. Bescheuerte Regeln haben die da.

Neugierde
Manche Menschen scheinen sich sehr für Kameramodelle zu interessieren. Ab und an reicht es ja aus, wenn sie einfach im Vorbeigehen feststellen, dass ich ein Fisheye-Objektiv benutze. Andere Härtefälle stecken ihre Birne direkt vor die Kamera und lesen sich die Informationen auf der Linse durch (nein, das stört natürlich gar nicht).

Location-Scouting
Von Zeit zu Zeit könnte man der Meinung sein, dass ein Stativ anziehend auf die Menschen wirkt. Ich suche mir einen Standort aus, der leer wirkt, baue dort meine Ausrüstung auf und zack ist alles voll. Als gäbe es woanders keine Ecken, an denen man fotografieren könnte. Ich habe ja stark die Vermutung, dass sie denken wo ein Stativ steht, muss es auch ein gutes Motiv geben.

Mach doch mal ein Foto von mir
Neben den bereits erwähnten Nervensägen gibt es auch immer mal wieder Menschen, die einem Begegnen und dann fragen, was man so tut. Dann berichte ich, dass ich Panoramen aufnehme. Meistens kommen sie dann auf die tolle Idee, dass ich doch ein Foto von ihnen machen soll (die haben dann auch oft gar kein Verständnis dafür, wenn ich es nicht mache). Wozu braucht man denn auch schon ein Foto von wildfremden Menschen?!

Es geht wieder nach Hause

Freitagmorgen. Der erste Tag, an dem wir uns gegönnt haben ein bisschen länger liegen zu bleiben und als erstes zu frühstücken, bevor wir Fotos gemacht haben.
Zunächst ging es erneut zum Place de la Concorde. Die Dreharbeiten schienen zwar nicht abgeschlossen zu sein, aber immerhin war nicht mehr der ganze Platz abgesperrt. Dummerweise stand ein Polizeiauto herum und da vermutlich auch dort das Fotografieren mit Stativ verboten ist oder einer Genehmigung bedarf, habe ich mich hinter der Säule versteckt und schnell das Panorama aufgenommen, bevor ich erwischt wurde.

Als nächstes ging es zum Place de la Bastille, da wir uns erhofft haben, dass hier nicht so viel Betrieb ist, wie bei den anderen Sehenswürdigkeiten. Diesmal lagen wir auch richtig. Durch Zufall haben wir auch einen netten Kanal entdeckt, an dem man auch schöne Fotos machen kann. Leider standen dort nur Boote und nicht jeder Besitzer wollte gerne auf dem Foto sein (obwohl ich mir noch immer nicht sicher bin, wie die Rechtslage in diesem Fall ist…) – jedenfalls kann einem das ganz schön auf die Nerven gehen, wenn man ständig von seinen Motiven abgehalten wird!
Also habe ich dann beschlossen, dass ich mich nun genug mit den Franzosen geärgert habe und so haben wir den Nachmittag dann zur freien Verfügung gehabt.
Jennis Wunsch einmal über die Champs Elysées zu laufen ging endlich in Erfüllung. Dort war es brechend voll, aber irgendwie haben wir unseren Weg nach unten gefunden.

Am Samstag morgen ging es dann mit der Bahn wieder zurück nach Hause. Auch das hatte ich mir mal wieder einfacher vorgestellt. Zuerst wollten die Türen des ICEs nicht aufgehen und so standen wir eine Ewigkeit (etwa 30min) vor dem Zug und es wurde immer voller auf dem Bahnsteig. Schließlich kam wohl jemand auf die Idee dieses Stromding oben auf dem Zug mit den Stromleitungen zu verbinden und siehe da: die Türen gingen dann doch tatsächlich auf!
Kaum im Zug, verstauen wir alle unser Gepäck. Es herrscht eine große Unruhe. Plötzlich wirft einer unser Gepäck auf dem Tisch um, ich schaue auf und sehe einen Schwarzen mit einem Kamerarucksack und denke mir nur, dass er ja auch mal besser aufpassen könnte. Einen Augenblick später stellt sich heraus, dass unsere Nachbarn ihren Kamerarucksack vermissen. Da hat der Typ doch tatsächlich das Gedrängel ausgenutzt, um im Beisein der Besitzer deren Rucksack mitsamt Papieren, Kreditkarten und etlichen Wertgegenständen zu klauen! Besonders vorteilhaft: auch die Fahrkarte war in dem Rucksack. Nun ja, die Schaffner waren gnädig, sie durften so mitfahren und ein netter Mitfahrer hat ihnen ein Handy geliehen, um die Kreditkarten sofort zu sperren. Was wir alles erlebt haben! Das krasse bei der Sache: normalerweise habe ich einen Rucksack von exakt der gleichen Marke dabei. Nur heute war er ausnahmsweise IM Koffer. Da wird einem dann doch bewusst, wie viel Glück man selbst eigentlich hatte, dass es einen nicht selbst getroffen hat. Denn so unwahrscheinlich wäre es gar nicht gewesen, dass er auch an meinem Rucksack Interesse gehabt haben könnte… 
Seit heute morgen am Ostbahnhof Paris lies sich mein Koffer sehr schlecht rollen. In Frankfurt habe ich dann auch entdeckt, weshalb: die eine Rolle ist einfach aufgeplatzt. So ein Mist. Bis nach Hause haben wir es dann schon noch geschafft, aber nun müssen sich unsere Wege wohl nach 7 gemeinsamen Jahren mit vielen Reisen schon wieder trennen..

Chaos-Tag

Wieder hieß es morgens um 5Uhr aufstehen… Das geht übrigens jeden Tag schlechter, denn der Schlafmangel summiert sich so langsam. Noch dazu kommen die Schmerzen vom vielen herumlaufen (mit Gepäck!).
Jedenfalls war der Plan heute morgen Fotos im ersten Arrondissement zu machen. Beginnen wollten wir beim Louvre, da dort ja besonders viele Besucher hingehen und wir fertig sein wollten, bevor die anderen kommen.. Leider waren wir zu früh und der Louvre war noch zu. Sehr nervig: die meisten Museen und Parks etc. haben hier Öffnungszeiten und es bleibt einem eigentlich nichts anderes übrig, als mit allen anderen dort zu sein. Also haben wir dann eben erst mal ein Foto beim Rathaus gemacht. Etwa zu der Zeit hatten wir dann auch die erste komische Begegnung des Tages. Wieder mit einem Mann. Aus heiterem Himmel war er plötzlich da. Ich war gerade mit den letzten Aufnahmen meines Panoramas beschäftigt und habe eingepackt, drehe mich um und sehe wie der Typ sich auf einmal über Jenni beugt und ihr einen Kuss links und einen rechts auf die Backen drückt. Sehr verwundert halte ich mich dann lieber auf Abstand (mit Wertsachen sind solche Begegnungen nämlich immer noch unheimlicher). Dann geht er weiter und gibt auch Jessi einen Kuss links und einen rechts auf die Backe. Er küsst sogar noch die Hände. Zum Glück geht er dann weg. Ziemlich angeekelt, etwas verstört und immer noch müde kommen die beiden dann zu mir und wir gehen weiter.
Unser nächstes Ziel ist der Place de la Concorde, da dort tagsüber auch viel Betrieb ist. Kaum steigen wir aus der Metro aus, sehen wir überall Feuerwehr, Polizei und einen Haufen Menschen, die erst mal nach einem Trupp vom Katastrophenschutz aussehen. Prompt stürmt eine Frau auf uns zu und sagt, dass wir nicht weiter gehen dürfen. Der Grund war jedoch kein Attentat oder dergleichen. Stattdessen wird dort wohl den ganzen Tag über ein Film gedreht. Welchen wollte sie mir leider nicht verraten. Schade. Für Fotos war es demzufolge auch nichts und so ging es dann halt wieder zurück. Wenigstens konnten wir auf dem Weg zum Hotel noch einen kleinen erfolgreichen Stop beim Louvre einlegen.

Louvre

Nach dem Frühstück ging es in den Louvre. Auch hier brauchten wir kein Ticket, da wir unter 26 sind. Nach einer gefühlten Ewigkeit und viele komische, alte Kunstwerke später wurde ich erlöst. Nun wollten wir etwas essen. Gar nicht so einfach vor 19uhr ein geöffnetes Lokal zu finden. In Paris scheint man später zu essen… schließlich wurden wir fündig und haben in einem typisch französisch aussehenden Restaurant gegessen, wo draußen auch die Stühle und Tische auf dem Gehweg stehen. Erschöpft von der Woche haben wir den abend gemütlich im Hotel verbracht.

„Mach doch das Stativ ein bisschen tiefer, du siehst ja gar nichts…“

Gestern morgen ging es wieder mit der ersten Metro los in Richtung La Défense. Pünktlich kurz vorm Sonnenaufgang sind wir dann auch dort angekommen. La Défense ist das wahrscheinlich modernste Stadtviertel in Paris mit vielen unterschiedlichen Hochhäusern. Es steht in einem krassen Gegensatz zu der ganzen alten Bausubstanz, die es im Rest der Stadt zu finden ist. Bei der Arbeit wurde ich von einem Passanten angesprochen, dass ich meine Kamera doch ein bisschen tiefer montieren soll, dann könnte ich besser sehen. Naja, die können ja nicht wissen, dass die Kamera so hoch hängen muss.
Da es so viele interessante Motive gab, hat nicht mal die Zeit bis zum Frühstück gereicht. Schließlich mussten wir danach erneut dort hin fahren. Und wie erwartet, war es danach deutlich voller…

La Défense

Am Nachmittag haben wir uns dann noch das Panthéon angesehen (hier gilt auch wieder: freier Eintritt für alle unter 26 Jahren). Da ich keine große Lust hatte mir Gräber anzusehen, habe ich in der Umgebung ein paar Fotos gemacht und mich dann auf die Stufen vorm Eingang gesetzt, um zu warten, bis die beiden wieder rauskommen. Das Ausruhen auf dem kühlen Bode hat auch sehr gut getan bis eine Frau auf mich zukam und meinte, dass ich hier Stative verboten sind. Toll, ich hatte es ja nur neben mir stehen (schließlich hat es ja 3 Beine) und habe ihr dann auch gesagt, dass ich es doch gar nicht benutze. Sie blieb stur und ich musste mein Stativ dann flach auf den Boden legen, so war es dann okay. Mich wundert es sehr, als ob das jetzt einen Unterschied machen würde. Paris ist wirklich keine fotografen-freundliche Stadt. Mit Stativ darf man quasi nix besichtigen (aber gegen einen sperrigen Kinderwagen wird nichts gesagt), außerdem dürfen die meisten Sehenswürdigkeiten nur aus der Hand fotografiert werden (weil es ja sooo einen Unterschied macht, ob man jetzt noch ein Stativ unter der Kamera stehen hat) und zu allem Überfluss rennen einem ja sowieso permanent Menschen durchs Bild. Hierbei ist es sogar noch der positivste Fall, wenn sie tatsächlich DURCH das Bild rennen und sich nicht ober dreist 1m vor die Kamera stellen, um dort selbst Bilder zu machen, auch wenn es mehr als offensichtlich ist, dass ich dort gerade auch Fotos mache.
Gegen Abend kam dann mein persönliches Highlight: Eiffelturm zum Sonnenuntergang. Zeitlich hat es gerade so noch hingehauen, denn vor dem Aufzug war eine lange Schlange. Mittlerweile kommt man sich auch dort vor wie am Flughafen: etliche Gegenstände dürfen nicht mitgenommen werden, Taschen werden durchgecheckt, Menschen müssen sich dem Security Check unterziehen. Hat man all das erfolgreich absolviert, darf man auch hinauf. Leider wird dort die erste Etage gerade umgebaut,so dass es keine Post mehr gibt (wo man einen Eiffelturm Poststempel bekommen würde). Also sind wir direkt zur 2. Etage hinauf gefahren und haben den Sonnenuntergang von dort aus im Gedränge der Menschenmassen beobachtet. Man könnte sich schon vorkommen wie in einem Bienenschwarm- sehr anstrengend, vor allem wenn man versucht die Kamera am Geländer zu stabilisieren, damit die Bilder nicht verwackeln und man dabei permanent von allen Seiten angeschubst wird.

Trotz allem hat es mir dort oben wieder sehr gut gefallen und zum ersten Mal habe ich das beleuchtete Paris von oben gesehen: es lohnt sich wirklich!!!

Notre Dame

Triumphbogen
Invalidendom

Parc du Champ de Mars + Tour Montparnasse

Sacré Coeur

zu jeder vollen Stunde blinkt der Turm für ein paar Minuten (von unten siehts schön aus, von oben blendet es gewaltig)

staatliche Monumente sind toll

Am Nachmittag sind wir wieder losgezogen, um mehr von der Stadt zu besichtigen. Zunächst ging es zum Invalidendom und Grand Palais. Danach kam das Highlight des Tages: der Triumphbogen.
Da staatliche Museen und Monumente in Frankreich für Menschen unter 26 Jahren frei sind, wollten wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen und einmal die 284 Stufen erklimmen, um auf das Dach des Triumphbogens zu gelangen.
Erste Schwierigkeit: wie kommt man in die Mitte des monströsen sechsspurien Kreisverkehrs. Die Idee: man kommt bestimmt durch einen Tunnel dorthin. Nach einiger Suche haben wir auch einen Ausgang in der Mitte gesehen. Problem nur: wo kommt der Weg außen wieder an? Nachdem wir gefühlt alle Metroausgänge probiert haben und es nirgendwo weiter ging, hat Jessi einen Franzosen nach dem Weg gefragt. Dieser wusste zwar auch nicht ganz genau, wo es lang geht, doch er hat sie hifsbereit an die Hand genommen und uns auch tatsächlich nach einem kleinen Irrweg zum Eingang gebracht. Nun kam jedoch das nächste Problem: Stative verboten. Toll, denn genau das hatte ich ja dabei. Also mussten wir uns wohl aufteilen und nacheinander auf den Bogen hochgehen. Die Aussicht hat sich auf jeden Fall gelohnt: wir hatten super Wetter und konnten viele Sehenswürdigkeiten von einer neuen Perspektive aus sehen:

Eiffelturm
Sacré Coeur

Champs Elysées (mit Louvre am Ende)

284 Stufen

Paris

Nun ist es soweit: die zweite Dienstreise hat begonnen. Dieses Mal ging es nach Paris, in die Stadt der Touristenmassen. Los ging die Fahrt früh am morgen mit dem Zug. Die deutsche Bahn hat sich mal wieder von ihrer besten Seite gezeigt: in unserem Wagen ist die Klimaanlage ausgefallen und je länger wir unterwegs waren, desto wärmer wurde es. Mittags sind wir in Paris angekommen und haben zuerst unser Gepäck im Hotel abgelegt. Die Lage ist ja prima: direkt vorm Nordbahnhof und zumindest in einem unserer Zimmer hat man eine super tolle Aussicht auf die Sacré Coeur:

Am Nachmittag sind wir ein wenig durch die Stadt gefahren und haben ein paar Sachen besichtigt. Jedoch war überall alles voller Touristen und man kam schon als normaler Fußgänger kaum durch. Noch dazu existieren auch in Paris im Sommer besonders viele Baustellen, die einem das Leben schwerer machen und wenn es dann so ist, dass die Metro auf bestimmten Strecken nicht fährt…
Trubel vor Notre Dame
Abends wollte ich schließlich loslegen mit den Fotos, da ich mir irrsinnigerweise gedacht habe, dass dann endlich weniger auf den Straßen los ist. Vollkommen daneben: bis 23Uhr war es überall, wo wir waren, brechend voll und das Fotografieren ist eine echte Herausforderung geworden. Ständig Menschen im weg: die einen dreister, als die anderen. Nach der ein oder anderen komischen Begegnung haben wir aufgegeben und beschlossen es mit frühem Aufstehen zu versuchen.
Pünktlich um 5.30Uhr ging es mit der ersten Metro los zum Eiffelturm, wo es noch fast menschenleer war.
Die Uhrzeit ist zwar nicht ganz so angenehm, vor allem nach einer kurzen und schlafarmen Nacht, aber scheinbar die einzige Möglichkeit irgendwelche gescheiten Panoramen zu machen.