Monatsarchiv: Oktober 2013

Letzter Tag in Italien

Mittwoch, 2.10. – unser letzter Tag in Italien.
Als netten Abschluss haben wir uns ausgesucht eine Tour mit „Italy on a budget“ ins Chianti-Gebiet zu unternehmen.
Morgens wurden alle 16 Teilnehmer auf zwei kleine Busse aufgeteilt. Wie sich später herausstellte, waren wir die einzigen Europäer.
Alle anderen Teilnehmer kamen aus Australien, Amerika oder Asien – eine lustige Mischung.
Zunächst ging es zu einer Weinschule, wo wir verschiedene Weine und Öle verkosten durften und uns beigebracht wurde,
wie man ein Weinglas richtig nimmt und hält: man greift mit der linken Hand nach dem Stil des Glases und packt es mit drei Fingern an.
Dann reicht man es der rechten Hand, die den Boden des Glases nun umschließen kann. Dann wird der Wein im Glas geschwenkt, um sein Aroma zu entfalten.
Schließlich steckt man Mund und Nase ins Glas und riecht am Wein. Danach darf probiert werden.

Nach der Weinverkostung ging es weiter nach San Gimignano, einer kleinen Stadt auf einem Hügel mit „mittelalterlichen Hochhäusern“.
Von dem Aussichtspunkt aus hat man eine herrliche Sicht über die typischen Toskanahügel mit den schmalen Bäumen und vereinzelten Häusern.

Außerdem ist San Gimignano bekannt für sein Eis. Dort gibt es eine Eisdiele, die in der Weltmeisterschaft vier Jahre in Folge den Titel für das beste Eis gewonnen hat.
Natürlich waren wir dann dort essen. Zu meiner Überraschung waren die Preise nicht teurer als an anderen Eisdielen.
Aber auch das Eis war nicht wesentlich anders. Es hat zwar gut geschmeckt, doch der Name „best ice cream“ hatte wohl zu hohe Erwartungen geweckt.

Gegen 14.30Uhr wurden wir zu einem Anwesen etwas außerhalb der Stadt gefahren, um dort zu essen.
Zur Vorspeise gab es einen Teller voll Brot, Tomaten, Salami, Käse und Salat. Dazu wurde Rotwein getrunken – wer hätte das gedacht 😉
Als zweiten Gang wurden Spaghetti mit einer hausgemachten Soße verteilt und der Gutsherr Gianni kam eigens zu jedem seiner Gäste, um frischen Parmesankäse zu reiben und auf dem Essen zu verteilen.
Nach dem Essen gab es noch die Wahl zwischen Limoncello und Grappa. Im Anschluss wurden wir wieder zurück nach Florenz gebracht.
Uns hat die Tour sehr gut gefallen, von mir gibt es eine eindeutige Empfehlung (falls mal jemand der Leser auch in die Toskana reisen möchte).
Abends mussten wir leider noch ein paar Stunden bis zur Abfahrt unseres Zuges totschlagen. Um 22.09Uhr ging es dann endlich mit einem österreichischen Nachtzug los in Richtung Heimat.
Gebucht hatten wir zwei Plätze in einem Liegewagen. Dieser sieht wie folgt aus: in dem Wagon sind viele kleine Abteile und in jedem Abteil befinden sich 6 Liegeplätze.
Davon sind jeweils 3 „Betten“ übereinander. Es ist sehr eng. Man kann sich auf dem Bett nicht hinsetzen und auch für Gepäck ist minimalster Stauraum vorgesehen.
Kurz nach der Abfahrt wurden die Fahrkarten und Personalausweise eingesammelt. Im ersten Moment hatte ich kein sonderlich gutes Gefühö dabei.
Grund war jedoch, dass es möglicherweise Kontrollen auf der Strecke gibt (schließlich sind wir über zwei Ländergrenzen gefahren) und so die Fahrgäste durchschlafen „können“.
Wer bis zur Endstation nach München fahren wollte, wurde morgens um 6Uhr von der Schaffnerin geweckt und hat dann seine Papiere zurückbekommen.
Insgesamt war die Fahrt zwar weniger schlimm als befürchtet, es war uns sogar vergönnt ein bisschen zu schlafen (trotz dem penetranten Geruch von Füßen, langen Unterhaltungen und gelegentlichem Herumlaufen von Mitreisenden -mitten in der Nacht und dem Geschaukel auf nicht immer so gerade verlegten Gleisen).
Pünktlich um 6.30Uhr sind wir in München angekommen und nur ein paar Züge später auch endlich wieder zu Hause angekommen.

Ein Tag in Florenz

Heute haben wir uns den ganzen Tag Zeit genommen Florenz zu besichtigen. Zuerst ging es auf den Hügel südlich des Arnos, dem wohl dreckigsten Fluss auf unserer gesamten Reise- eine einzige hellbraune Dreckbrühe. Von dort aus hatten wir eine gute Sicht auf die Stadt.

Den Nachmittag haben wir gemütlich auf der Dachterrasse des Hostels verbracht und gelesen. Ein bisschen Entspannung muss schließlich auch mal sein.
Am Abend haben wir die anstrengenden Stufen wieder auf uns genommen und sind erneut hoch zum „Piazzale Michelangelo“ gelaufen, eigentlich wollte ich nämlich den Sonnenuntergang fotografieren, doch meine Sonnenstandsberechnungen waren wohl nicht so ganz richtig, denn auf einmal war die Sonne hinter einem Hügel verschwunden und das wars dann.