Monatsarchiv: Februar 2014

Gehweg Chaos in Dubai

Letzter Tag in Dubai. Heute stand der ebenfalls hochmoderne Stadtteil Dubai Marina auf dem Plan. Dieser liegt am anderen Ende von Dubai – etwa 30 Minuten Fahrt mit der Metro entfernt. Da wir die Durchsagen mehrfach gehört haben, können wir nun ein paar Brocken arabisch 😉 Uns würde mit Sicherheit keiner verstehen, aber für deutsche Ohren hört sich „die nächste Haltestelle ist…“ nach „Al machat gokah de machieha“ an und „Türen schließen“ nach “ al abur butur lack“ an. Insgesamt finde ich die arabische Sprache sehr gewöhnungsbedürftig und ich fahre ja ohnehin lieber in Länder, wo ich mich besser verständigen kann. Aber ich muss sagen es geht ganz gut. Man kommt super mit Englisch zurecht und so kehlig/rauchig wie im Flugzeug erscheint die Aussprache im Land dann gar nicht mehr.
Dort gibt es ein Hochhaus am anderen. Dazwischen befindet sich ein hübsch angelegter Kanal, auf dem man für umgerechnet 40 Cent mit einem Wasserbus entlang fahren kann. Allerdings sieht man in jeder Richtung auch Baustellen. Überall werden neue Hochhäuser gebaut oder sogar schon ältere Gebäude wieder abgerissen (dabei dachte ich hier wäre alles so neu?!).

Nachdem wir genug von Dubai Marina hatten, wollten wir die anderen Orte unserer Sightseeing-Liste abarbeiten. Da es nicht besonders weit aussah, haben wir beschlossen zur Monorail Station zu laufen. „Schon“ die dritte Person, die wir gefragt haben, wusste auch was eine Monorail ist und konnte uns sogar helfen, die richtige Richtung entlangzulaufen. Leider ist die Gehwegsituation eine echte Katastrophe. Zuerst ging es durch eine Baustelle (hier wird vermutlich gerade der Zubringer von Metro zu Monorail gebaut – schade, dass das noch nicht fertig ist). Dann kamen wir auf einen sandigen Weg, später wars dann vorbei mit Gehweg. Ein Schild hat schließlich auf einen Grashang neben der Autobahn gezeigt. Da keine Alternative in Sicht war, haben wir uns dort entlang gequält.
Aber: am Ende haben wir doch tatsächlich die Monorail Station gefunden, die sich irgendwie auch mitten im Nichts befindet. Für 5 Euro kommt man einmal bis zum Atlantis Hotel auf der künstlich angelegten Palme und zurück. Es ist schon beeindruckend zu sehen, wie die Palmwedel bebaut sind. Überall stehen kleine Villen mit Privatstrand (ich glaube hier würde ich es auch eine Weile aushalten). Ansonsten ist es vorne auf der Palme weniger spektakulär. Auch hier ist die Gehwegsituation furchtbar. Man muss sehen wie man die Straßen überqueren kann ohne überfahren zu werden und das einzige was man von außen ansehen kann ist das Atlantis Hotel. Der Rest erfordert Eintrittsgelder. Wären wir länger hier, hätten wir vielleicht auch mal einen Wasserpark ausprobiert – aber so eben nicht, lohnt sich vielleicht auch eher im Sommer, wenn es noch wärmer ist.


Die Erfahrung vom Hinweg hat uns gelehrt ein Taxi für den Rückweg zu nehmen. Also haben wir uns zum Burj al Arab, dem einzigen 7 Sterne Hotel der Welt, fahren lassen. Da das Öl hier so billig ist, wirkt sich dies auch auf die Taxikosten aus – diese sind glücklicherweise ebenfalls günstiger als in Deutschland.
Leider ist aber auch rund um das Hotel alles Baustelle und die in meinem Reiseführer erwähnten Strände sind nicht öffentlich, sondern den anderen Hotels zugeordnet. Also wurde nichts aus meinem Plan von schönen Sonnenuntergangs-Strandfotos. Stattdessen haben wir noch den Souk Madinat besichtigt, bevor es mit einer Taxi-Metro Kombination zurück zum Hotel ging.

Heute müssen wir leider schon wieder packen, denn morgen geht es weiter nach Australien. Da wir dort vermutlich kein Internet haben werden, gibt es die Blogeinträge dazu erst Anfang März.

Groß, Größer, Dubai

Nachdem wir gestern die „Altstadt“ von Dubai besichtigt haben, in der es viele schmale Gässchen in den Souks gab, haben wir uns heute für ein Kontrastprogramm entschieden. Schon vorab haben wir Tickets für das höchste Haus der Welt (Burj Khalifa) gekauft, da man so einen billigeren Eintrittspreis (125 statt 400 Dirham) erhält. Für die gewünschte Zeit war leider nichts mehr frei, deshalb ging es dann eben um 11.30Uhr schon hoch. Zunächst muss man sich einigen Sicherheitschecks unterziehen und dann geht es in einem rasend schnellen Aufzug in nur 60 Sekunden nach oben (die armen Ohren!). Das Gebäude ist zwar über 800m hoch, doch die Aussichtsplattform ist nicht ganz oben (Stockwerk 124). Besonders toll fand ich, dass man auch rausgehen und Fotos ohne Scheiben aufnehmen kann.
Die Sicht war heute leider auch nicht so gut. Scheinbar ist es oft diesig hier, liegt vielleicht an der Lage in der Wüste?!
Allgemein finde ich die Preise rund um den Burj Khalifa ziemlich übertrieben. Mit dem Eintritt von 25Euro kann ich mich ja fast noch anfreunden, das höchste Haus der Welt gibt es schließlich nur 1x, doch dann noch mal knapp 52Euro für ein Foto auszugeben geht einen Schritt zu weit. Wie gut, dass ich den ganzen Tag einen Rucksack voller Objektive mit mir rumschleppe. So konnten wir unser persönliches Gruppenfoto  von oben selbst machen. Ist doch auch schön geworden, nicht wahr?

Sicht von oben in Richtung Deira (dem Stadtteil, wo wir gestern waren)

Nachdem wir genug von der Aussicht auf diese gigantische Stadt hatten, ging es ebenso schnell wieder runter (und hier war es noch viel schlimmer für die Ohren). Nun haben wir uns den künstlich angelegten See und die Dubai Mall angesehen. Trotz Lageplan und gutem Willen ist es uns nicht gelungen alle Wege abzulaufen, geschweige denn in viele der Geschäfte zu gehen.

Der Plan war zum Sonnenuntergang (gegen 18Uhr) wieder rauszugehen, um dort den Sonnenuntergang inmitten der „Neustadt“ anzusehen. Mit angewandter Logik wäre eigentlich schon vorab klar gewesen, dass die Hochhäuser dazu im Weg stehen… Zum Glück hat es mit der Fontäne gut geklappt: die wird alle 20 oder 30 Minuten angeschaltet (mit Licht und Musik) – ein schönes Schauspiel.

Insgesamt kann ich nur feststellen: die Mischung aus Moderne und verschleierten Menschen, Wüste und künstlichen Seen, riesigen Hochhäusern und kleinen alten Gebäuden fasziniert mich sehr und drei Tage Stopover sind definitiv zu wenig!

Erste Eindrücke aus Dubai

Nach einer lauten Nacht im Hotel haben wir Dubai heute zum ersten Mal bei Tageslicht gesehen. Es gibt schon einige Unterschiede zu Deutschland (die Vorliebe zur Hupe und für mich undefinierbare Klänge – vielleicht aus den Moscheen?), doch im Großen und Ganzen ist es gar nicht so anders hier.

Beginne ich doch mal beim Frühstück. Das unterscheidet sich stark von dem in Deutschland. Im Hotel gab es sowohl warmes, als auch kaltes Essen. Neben Müsli, Obst und Aufschnitt (der ziemlich ekelig aussah…) gab es dünnes Fladenbrot. Normales Brot findet man hier leider nicht. Dafür kann man sich ein frisches Omelette zubereiten lassen oder ein bereits fertig zubereitetes, indisches Pendant dazu auswählen. Darüber hinaus gab es einen Berg an Süßwaren, die quasi genauso schmecken wie man es von Europa gewöhnt ist.
Lustig fand ich, dass das ganze Hotelpersonal uns mit „Madam“ anspricht.

Untypisch für Dubai scheint es zu sein, dass man weitere Strecken zu Fuß zurücklegt. Hier gibt es ein schlecht ausgebautes Netz an Gehwegen. Ständig muss man Straßen auf gut Glück überqueren (ohne Ampel, Zebrastreifen oder gute Sicht, dafür aber bei mehrspurigen Straßen) oder der Gehweg hat starke Absenkungen wegen Ausfahrten (in Form von hohen Stufen, nicht so gemütlich wie daheim). Hinzu kommt die Wärme, die ich momentan noch nicht gewöhnt bin nach den Februartemperaturen in Deutschland.
Es ist zwar noch „Winter“ und deshalb echt angenehm, aber doch ein Stückchen wärmer als zu Hause. Tagsüber sollte es heute 27Grad haben – nur handelt es sich eben um ein muslimisches Land. Sprich man muss Schultern und Knie bedecken. Nachts kühlt es sogar noch auf unter 20 Grad ab- das ist sehr angenehm!

Irgendwann haben wir es dann auch zu den Souks (Märkten) geschafft. Dort ist total viel los und von allen Seiten wird man zugetextet. Die Händler können sogar Deutsch und sobald sie rausgefunden haben aus welchem Land man kommt, geht der Spaß erst richtig los. Das läuft beim Gewürzmarkt eigentlich immer nach dem Schema ab: „Where do you come from?“ „Germany“ „Wie geht’s? Welches Gewürz ist das?“ und dann wird einem alles erklärt. Man kriegt dort nämlich nicht nur Gewürze, sondern auch Farbe zum Einfärben von Jeans. Spätestens beim zweiten oder dritten Händler weiß man dann auch, dass in den Tüten Ringelblumen und getrocknete Zitronen/Limetten liegen. Ignorieren ist jedoch meist die erfolgreichste Methode, wenn man noch weiterkommen möchte.

Bei den anderen Souks kann man allerlei arabische Kleidungsstücke kaufen – natürlich ist es bei jedem am billigsten. Diverse Läden heißen auch Aldi, Lidl oder Norma – sehen nur nicht ansatzweise danach aus.
Die Verkäufer kommen einem entgegen gelaufen und wollen einen mit allen Mitteln dazu bringen in seinen Laden zu kommen. Am anstrengendsten sind jedoch die Preise. Diese stehen nirgendwo dran. Man muss danach fragen (ok, die können gut Englisch) und natürlich sind sie erst mal zu hoch angesetzt. Also muss man handeln. Wieder eine ganz neue Erfahrung. Im Reiseführer habe ich gelesen, wie das gehen soll und dann haben wir gemeinsam versucht es so gut wie möglich in die Tat umzusetzen.
Unsere erste Aktion haben wir mit orientalischen Schuhen gestartet. Die sind angeblich handgenäht und haben vermutlich deshalb auch in jedem Laden andere Größenbezeichnungen. Nach etlichem Anprobieren waren endlich passende dabei. Also haben wir uns zum Kauf entschlossen, also wurde da mit dem Verkäufer verhandelt. Der hat erst einen utopisch hohen Preis genannt, wir dann einen niedrigen. Er hat als Argumente gebracht, dass das gute Schuhe sind und wie biegsam und waschbar etc. – wir wollten aber nicht so viel zahlen. Im Endeffekt haben wir uns in etwa bei der Mitte geeinigt. Vermutlich wäre noch ein besserer Preis drin gewesen, aber wir sind trotzdem schon recht stolz auf uns!

Später wollten wir auch noch eine luftige, lustige Hose haben. Da wussten wir ja dann schon wie das geht und haben auch hier den Preis wieder ein bisschen gedrückt… Nun sind wir bestens ausgestattet mit Souvenirs, die hoffentlich noch in den Koffer passen (oh je und es ist erst der Anfang der Reise).

Gleichzeitig gibt es hier aber auch festgelegte und günstige Preise. Zum Beispiel kostet eine Fahrt mit dem Wassertaxi 20Cent. Auch unser Mittagessen und eine Schifffahrt zu der „Welt“ hatten schon vorher einen festen Preis.
Die Schifffahrt zur Welt war jedoch nicht so besonders toll, da es in Dubai sehr diesig ist und man kaum Sicht hat. Von der Welt haben wir eigentlich nichts gesehen – hier würde sich ein Rundflug sicher besser eignen. Dafür hatten wir einen Blick auf die Skyline. Ein Gebäude sieht so ähnlich aus wie Big Ben, ob das wohl so beabsichtigt war?

Burj al arab
Burj Khalifa
links das Gebäude erinnert mich ein bisschen an Big Ben

Tag der Premieren

Erster Langstreckenflug.
Erste Reise außerhalb Europas.

Ich weiß gar nicht so genau wo ich anfangen soll. Fliegen zählt ja absolut nicht zu meinen Hobbies, aber es geht wenigstens schnell. Glücklicherweise hatten wir sehr ruhiges Wetter und es hat nur wenig geschaukelt. Sogar das Essen in der Luft war ganz passabel.
Auch die Bordtoiletten waren gar nicht so schlimm: schöner als Bustoiletten. Also ist der Horror davor nun auch endlich weg 🙂
Geflogen sind wir über Rumänien und die Türkei, sehr spannend zu sehen wo man sich gerade befindet – nur hatten wir leider keine so bombastische Sicht. Meist war alles bewölkt,  außer bei der Landung – da hatten wir einen Blick auf das orange gefärbte Dubai! Einen ersten Blick auf die skyline konnten wir also schon erhaschen.  Ich freue mich bereits darauf das alles in den nächsten Tagen zu besichtigen!
Der Flug hat auch nettetweise nur 5h 30min gedauert. Rückenwind is schon was tolles…

Zum Flughafen Dubai gibt s bisher nicht so viel zu berichten. Ich kam mir vor wie in Südfrankreich: statt Toilette gab es nur ein Loch im Boden. Nicht so mein Fall..
Aber der Rest lief ganz gut. Nun habe ich meinen neuen ersten tollen Stempel im Reisepass. Viele weitere sollen bald folgen 😉

Falls das hier jemand liest, der sich mit Emirates und Meilen auskennt: wie kann man Upgrades in die bessere Klasse bekommen indem mal Meilen einlöst? Da stand sowas von 5000 Meilen pro Upgrade.. dann hätte ich genug für 2 Flüge gesammelt 😉

Bis bald mit weiteren Berichten über Dubai.  Hier ist es nämlich schon 23Uhr und eigentlich sollte ich mich an die neue Zeit lieber gleich von Anfang an gewöhnen.

Letzte Vorbereitungen

Die Flüge sind schon lange gebucht, auch Ho(s)tels und Verkehrsmittel vor Ort stehen fest. Kann die Reise ja eigentlich losgehen.. nicht ganz: es fehlt noch etwas nicht ganz unnützliches, Geld für die verschiedenen Länder. Hier habe ich lange überlegt, ob ich mich auf mein Glück verlasse und dann eben vor Ort direkt ein Startkapital am Flughafen abhebe, da dies angeblich die günstigste Variante ist oder ob ich lieber auf Nummer sicher gehen möchte und mir bereits hier bei der Bank Geld bestelle. Nach meiner schlechten Erfahrung in Norwegen letztes Jahr, wo mir kein einziger Geldautomat wohlgesonnen war, fiel die Entscheidung leicht mir dann doch lieber hier schon einen Teil des kalkulierten Geldes zu bestellen. Naja, aus Erfahrungen lernt man ja bekanntlich und deshalb möchte ich dies auch mit euch teilen. Ich würde es beim nächsten Mal anders machen! Erster Tipp: wenns schnell gehen soll, am besten in eine großen Filiale gehen. Ich habe bei der Dorffiliale ca. doppelt so lange gewartet wie nötig gewesen wäre.
Zweitens: der Kurs ist schlecht. Das wurde mir vorher auch schon gesagt,  aber dass die Bank soo viel Gewinn macht, hätte ich dann doch nicht gedacht. Hebt man hingegen das Geld im Ausland ab, kostet es „nur“ 5 € Gebühren pro Vorgang. Vergleichsweise ein Schnäppchen.
Nun soll das Ganze aber nicht so negativ klingen, schließlich habe ich ja nun mein lang ersehntes Geld bekommen. 🙂
Besonders spannend finde ich daa Material von den Dollars: fühlt sich so ähnlich an wie Wachspapier mit transparenten Fenstern.
Auch die Dirhams sind eigenartig – sie riechen irgendwie ein bisschen speziell. Werden die etwa auch mit Rosenwasser bearbeitet (scheint dort ja gerne verwendet zu werden)?

Der Countdown läuft…

… in sieben Tagen geht es auf meine bisher größte und vermutlich auch aufregendste Reise.
Innerhalb von 53 Tagen stehen viele lange Flüge ans andere Ende der Welt an: das Hauptziel ist Neuseeland! Um die Anreise etwas aufzulockern (und den Jetlag hoffentlich etwas abschwächen zu können) legen wir (zwei Freundinnen und ich) jedoch noch ein paar Zwischenstops in Asien und Australien ein. Wie es uns dabei so ergeht, werde ich hier wieder mitteilen – jedoch diesmal nicht täglich… Ihr könnt trotzdem schon gespannt sein 😉 Bis bald!