Monatsarchiv: März 2014

Wanderung am Lake Tekapo

Heute haben wir eine Wanderung um den See gemacht.
Hier sieht alles schon sehr herbstlich aus.
Zusammen mit der kargen Landschaft gibt dies ein sehr hübsches Bild ab.
Eigentlich war der Wanderweg mit 2 Stunden zum Aussichtspunkt beschrieben, gebraucht haben wir letztenendes fast das Doppelte.
Liegt zum Einen daran, dass an vielen Weggabelungen keine Schilder stehen und man nicht weiß welcher Weg der richtige ist.
Fast immer haben wir den richtigen Weg gewählt, nur einmal nicht – da waren wir plötzlich auf einem steilen, schmalen Trampelpfad und ich kam mir schon vor wie eine Ziege.
Zum Anderen haben wir viele Fotostops oder Verschnaufpausen eingelegt.
Das ständige Bergauf Laufen ist nicht so mein Ding und die Beine wollen dann irgendwann nicht mehr.
Auch die Füße leiden jeden Tag ein bisschen mehr – zum Glück war die Landschaft heute so schön, dass sie das wieder gut macht.
Als wir endlich den Aussichtspunkt erreicht hatten, gab es plötzlich auch einen anderen Weg hinunter durch den Wald.
Dieser war viel kürzer, aber auch ohne die grandiosen Aussichten.

Lake Tekapo

Unser Zwischenstop in Cromwell ist nun vorbei und schon wieder ging es mit dem Bus weiter.
Die Dame von unserem Hostel hat uns sogar zur Haltestelle gefahren, ich weiß selbst nicht so genau warum. Jedenfalls haben wir uns so ein gutes Stück Fußweg gespart, was mit kaputten Kofferrollen ja sicher gleich doppelt so weit erscheint.
Einziger Haken bei der Sache: auf dem Rücksitz liegt wohl sonst gerne der Hund. Entsprechend sah meine Jacke dann auch aus und die Zeit, die wir durch das Fahren zu früh am Bus waren, konnte ich gerade wieder aufbrauchen, indem ich mir die Hundehaare von der Jacke abgelesen habe :-S

Auch heute hatten wir wieder eine gandiose Landschaft, die wir leider nur aus dem Fenster betrachten konnten. Einmal sind wir jedoch stehen geblieben, um Fotos von Mt Cook zu machen. Da fahren wir in zwei Tagen auch noch hin. Heute gig es aber erst mal an den See „Lake Tekapo“. Die Landschaft sieht hier schön herbstlich aus und morgen ist auch schon eine Wanderung geplant, bei der sich bestimmt viele Fotomotive ergeben – kommt dann wahrscheinlich morgen online.

Cromwell

Heute haben wir Dunedin wieder verlassen. Die Neuseeländer sprechen das übrigens sehr lustig aus: „Du-nie-dn“. Sehr gewöhnungsbedürftig. Aber mittlerweile kann ichs auch. Eigentlich wollten wir ja direkt zum See Tekapo fahren, aber mit dem Bus muss man eben flexibel sein. Gibt nämlich keine Direktverbindung da hin und offenbar waren wir für nen Anschlussbus auch zu spät. Deshalb haben wir dann wohl mal ne Nacht in Cromwell eingelegt. Ich dachte erst hier gibt es nichts sehenswertes, aber in der Tat ist die Landschaft hier (und auch im Queenstown herum) wirklich sehr schön. Allerdings gibts dazu keine Fotos, denn aus dem Bus heraus macht das keinen Sinn. Zudem steht hier eine große Obstfigur, vermutlich das Wahrzeichen, denn auf den Postkarten ist es auch zu sehen.

Aktueller Zwischenstand. Wir haben eine lange Reise hinter uns, das geht natürlich nicht spurlos an allen/allem Beteiligten vorbei. Jüngster Defekt sind 2 von Jennis Kofferrollen. Nun schiebt sich das Teil enorm schwer. Gut, dass nur noch 1,5 Wochen vor uns liegen. Schlecht, dass wir in der Zeit noch 4x die Unterkünfte und 2x das Land wechseln werden. Für den nagelneuen Koffer war es die erste Reise und schon ist er hinüber. Ich habe wirklich den Eindruck, dass heutzutage keine Qualitätsware mehr hergestellt wird. Auch mein Koffer leidet schon, obwohl er auch erst ein halbes Jahr alt und zum zweiten Mal auf Reisen ist. Neben den üblichen Abnutzungs- und Dreckspuren hat er nun unten auch zwei Löcher (wehe es regnet rein!) – aber wenigstens rollt er sich noch.
Ansonsten mussten schon 2 Kleidungsstücke genäht werden. Auch meine Handtasche ist kaputt gegangen: am Verschluss. Am ersten Tag in Dubai, direkt am Flughafen. Super, war ja nur für Wertsachen gedacht – nun habe ich eine Neue… Ach ja, nicht zu vergessen der gute alte Steckdosenadapter. In Dubai hat er noch hervorragend funktioniert, aber ab Australien wollte er nicht mehr. Das Stück ist zwar älter als ich, er hätte aber gerne noch bis zum Ende der Reise durchhalten können… wollen wir mal hoffen, dass es im Großen und Ganzen dabei bleibt und nicht noch mehr nennenswertes hinzu kommt.

Moeraki Boulders

Schon lange habe ich mich auf den Ausflug zu den Moeraki Boulders gefreut und am 28. März war es dann auch soweit.
Wie das mit vielen interessanten Ausflugszielen so ist, sind sie nicht leicht zu erreichen. Sprich: es gibt keine fertig organisierte Tour. Deshalb haben wir zwei einzelne Busfahrten gebucht und eine Menge Zeit vor Ort gehabt. Derartige Ausflüge gestalten sich immer spannend. Das fing schon im Bus an. Der Busfahrer wollte wissen, was wir denn in Moeraki machen wollen. Daraufhin haben wir ihm erklärt, dass wir sowohl die bekannten Steinkugeln sehen wollen, als auch den Leuchtturm und die Pinguine dort. Daraufhin hat dieser völlig verständnislos entschieden uns bei den Moeraki Boulders rauszulassen anstatt bei der richtigen „Bushaltestelle“ weiter hinten am Highway. Hier gibt es nämlich keine Haltestelle. Hier gibt es genau genommen gar nichts. Man steht am Rand der Schnellstraße und hofft darauf, dass der Bus auch kommt.

Schließlich haben wir uns den letzten Rest zu Fuß auf den Weg gemacht und waren dann ein paar Stunden bei den Steinkugeln zum Fotografieren. Hier hätte ich mal wieder viel länger bleiben können, vor allem hätte ich auch furchtbar gerne den Sonnenuntergang fotografiert. Alles war geplant. Sogar die Gezeiten hätten gepasst. Kleines Problem: eine geschlossene Wolkendecke.
Außerdem wollten wir auch gerne die Pinguine sehen, die hier in freier Wildbahn leben. Deshalb blieb dann doch nicht mehr Zeit für die lustigen Steinkugeln am Strand.

Im Souvenirshop haben wir sicherheitshalber noch mal nachgefragt, ob auch wirklich Pinguine am Leuchtturm sind, man weiß ja nie. Uns wurde versichert, dass welche da sind und prompt haben wir eine Wegbeschreibung erhalten – für den Autoweg. Nun meinten wir, dass wir laufen wollen. Das konnte die Verkäuferin sich ja überhaupt nicht vorstellen, wie man so weit laufen will. Das wäre ja unmöglich. Also wollten wir wissen, wie weit es denn ist. 4-5km pro Weg. Hört sich nun wirklich nicht so schlimm an. Sie hat uns zwar empfohlen uns von anderen Touristen per Anhalter mitnehmen zu lassen, doch das wollten wir eigentlich nicht.

Da es hier zwischen 19 und 20 Uhr dunkel wird, sind wir gleich aufgebrochen. Denn auch wenn man einen Ausflug selbst plant, wird es wieder knapp mit der Zeit und man kann sich schön stressen. Ist ja auch nicht als Erholungs-, sondern vielmehr als Erlebnisurlaub geplant.
Über den Strand haben wir nach einer halben Stunde den Ort Moeraki erreicht. Hier jagt ein Hügel den anderen und das Laufen strengt enorm an. Zum Glück gibt es hier Internet, denn so konnten wir uns von google zu der „Lighthouse Road“ führen lassen. Ab hier war der Boden nur noch eine Schotterpiste für den Rest des Weges. Selbstverständlich ging es hier auch an einer Tour auf  und ab. Wenn ein Auto an uns vorbeigefahren ist, hat sich alles in eine große Staubwolke verwandelt. Kann ja nicht besonders gesund sein, das so einzuatmen. Aber was tut man nicht alles…
Nach einer Ewigkeit und unter größten Anstrengungen haben wir dann auch den Leuchtturm erreicht.
Immerhin waren tatsächlich 8 Pinguine und etliche Seehunde zu sehen.

„they could be buddies“

Dort wurden wir dann auch von mehreren Leuten angesprochen, dass es ihnen leid tut, dass sie uns nicht mitnehmen konnten (weil kein Platz mehr im Auto war). Eine Frau hat sich so schlecht gefühlt und wollte uns irgendetwas geben, um es wieder „gut zu machen“ – zack hatten wir eine Packung Himbeeren in der Hand als Geschenk. Total überrumpelt. Sowas hätte es in Deutschland sicher nicht gegeben. Nach der Wanderung haben wir uns aber auch sehr über die Himbeeren gefreut (und es waren sogar mal Einheimische).
Wie man sich denken kann, gibt es am Rand des Schotterweges keine Straßenlampen, deshalb mussten wir ziemlich zügig wieder zurück laufen – entlang an ungezählten Schafen, die uns allesamt nachgeguckt haben. Wahrscheinlich froh drum, dass sie selbst nicht so weit laufen mussten 😉
Kurz vor Moeraki hat dann plötzlich ein Auto angehalten und wir wurden gefragt, ob wir ein Stück mitgenommen werden wollen. Da wir so fertig waren, haben wir eingewilligt. Das britische Paar hat uns dann in ihrem Wohnwagen bis zum Ortskern mitgenommen. Dort ging es dann in das einzige Restaurant – so hat man immerhin keine Entscheidungsprobleme. Entweder in die Taverne oder man kriegt eben gar nix zu essen.
Dort haben wir uns dann wieder gestärkt und noch mal einheimisches Bier & Cider probiert. Hier sogar zu halbwegs moderaten Preisen (neuseeländische Verhältnisse). Scheinbar ist es in ländlichen Gegenden billiger…

Um 21 Uhr war dann wirklich alles stockdunkel, aber wir mussten los zur „Bushaltestelle“. Direkt vor der Tür der Taverne kam uns ein Hund entgegen gelaufen und hat sich gefreut. Der lief vorher schon da rum und wir dachten der Besitzer ist doch bestimmt in der Nähe. Keine Ahnung, der Hund hat uns jedenfalls nicht mehr aus den Augen gelassen und ist den gesamten Weg bis zum Highway mitgekommen. Wir haben auf Deutsch und Englisch versucht ihn zu überzeugen mal wieder zurück zu gehen, aber das war dem ganz egal. Ziemlich ungünstiger Ort für einen freilaufenden Hund zwischen den Bahngleisen und dem Highway rumzurennen, aber was sollten wir tun.

Um 22 Uhr kam glücklicherweise auch unser Bus. Pünktlich. Es ist ein Herr ausgestiegen, hoffen wir mal, dass der Hund sich ein neues Spielzeug gesucht hat und mit ihm wieder zurück gegangen ist..
Wir hatten jedenfalls riesen großes Glück, dass dieser Herr in Moeraki aussteigen wollte. Denn sonst wäre der Bus höchstwahrscheinlich an uns vorbeigefahren. Wir standen nämlich nicht auf der Liste, obwohl wir die Fahrkarten vorab online gekauft hatten. Bisher hatte das immer geklappt, aber er hat uns ja auch so mitgenommen.

Milford Sound

Nachdem das mit dem Gletscher kräftig in die Hose gegangen ist, hatten wir wenigstens mit unserem nächsten Ausflug wieder Glück mit dem Wetter.
Zunächst ging es von FranzJosef mit nakedbus weiter nach Queenstown. Die Fahrt war auch wieder ziemlich lang und denkbar unbequem in einem super engen Bus, da fällt der Abschied von dem Busunternehmen gar nicht mehr schwer!
Komischerweise hatten wir erwartet, dass es beim Gletscher kalt ist, aber da war es angenehm mild. Richtig im Keller waren die Temperaturen dann jedoch hier unten, was wir nach wochenlangem milden Wetter gar nicht mehr gewöhnt waren.

Da die eine Busfahrt ja noch nicht lang genug war, ging es gleich am nächsten Morgen in aller Frühe los zu den Fjorden. Knappe 6 Stunden hat die Fahrt nach Milford Sound gedauert. Zwischendurch haben wir mehrfach kurze Fotostops eingelegt. Wären wir selbst gefahren, hätten wir unser Tagesziel vermutlich nicht erreicht, weil wir alle paar Hundert Meter angehalten wären zum Fotografieren. Das ist schon sehr schade, wenn man einfach „nur“ durch die Landschaft fährt und nichts außer Erinnerungen im Gedächtnis mitnehmen kann, zumal es ja nicht umbedingt ein Reiseziel ist, wo man mal eben jeden Sommer hinfliegt…

Mirror Lakes

ein zutraulicher Kea auf dem Parkplatz

Mittags haben wir dann den Fjord erreicht. Als nächstes stand eine Schifffahrt an, denn so kann man den Fjord am besten erkunden. Beim Anleger kamen nette kleine Mücken an, sobald man stehen geblieben ist. Ich vermute das sind diese gemeinen Sandfliegen, die so schlimme Stiche verursachen. Also bin ich panisch hin- und hergelaufen, bis wir endlich mal auf dem Schiff waren. Dort wurde es besser und ich konnte mich wieder entspannen.
Die nächsten 90 Minuten ging es über das Wasser den Fjord entlang bis zum Meer und dann wieder zum Anleger zurück.

Seehunde

die größte Reederei hier unten?! (Schiff: Diamond Princess)

 Spät abends sind wir wieder in Queenstown angekommen. Bei Tageslicht haben wir den Ort leider nie gesehen, aber in der Dämmerung sah es sehr süß aus und ich hätte gerne noch einen Tag dort verbracht. Das lässt unser straffer Zeitplan nur nicht zu, deshalb haben wir den langen Tag noch länger gemacht und sind nachts durch die Straßen spaziert.

„Es ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert; Sommer ist was in deinem Kopf passiert,…“

Franz Josef

Eigentlich wollten wir in Franz Josef ja mit dem Helikopter auf den Gletscher fliegen und oben auf dem Eis rumkrackseln, doch das Wetter hat leider nicht mitgespielt und so wurde unser Flug kurz vor knapp abgesagt. Auch der zweite Versuch heute Morgen war nicht anders. Aber bei dem grauen Wetter hätte man wohl oben auch überhaupt keine Sicht gehabt.
Später verlassen wir das kleine Bergdorf wieder und freuen uns wieder auf höhere Temperaturen 😉

Weiterfahrt nach Franz Josef

Um 6 Uhr klingelt der Wecker. Das dritte mal früh aufstehen in Folge – mit Erholung hat dieser Trip wirklich nicht viel zu tun. Dafür steht ja auch eine sehr lange Fahrt an und je eher es losgeht, desto früher kommt man auch an. Heute ging es wieder mit unserem altbekannten nakedbus los. Schon die vorletzte Fahrt, da wurde ich fast schon melancholisch… im Süden der Südinsel kommt man nämlich nur noch mit dem Intercitybus gescheit voran.
Hier unten ist das Verkehrsnetz auch insgesamt weniger gut ausgebaut. Die Strecke, die wir heute gefahren sind, wird nur 3x wöchentlich angeboten – da lohnt es sich durchaus wenn man frühzeitig alles so plant, dass man dann genau zu den Fahrtagen startklar ist zum Weiterfahren.
Da wir etwa 10 Stunden unterwegs waren (mit dem gleichen Busfahrer) hatten wir heute mal richtig lange Stops. Sonst waren es nur so 5-10 Minuten, heute 25-45 Minuten pro Stop. Daher hatten wir in Punakaiki auch genügend Zeit, um noch bei den Pancake Rocks vorbeizuschauen. Eigentlich standen die sowieso auf unserer Liste, ließen sich aber nicht mit extra Übernachtungsstop in unsere Planung einbauen, von daher waren wir gleich doppelt froh, dass das heute dann so unkompliziert funktioniert hat. Noch dazu hat es hier dann auch super gut aufgeklart, was will man mehr.
Die Felsen wurden vom Meer so abgewaschen, dass sie aussehen sollen wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen. Mit etwas Phantasie kommt es schon hin.

Am frühen Abend haben wir unseren nächsten Übernachtungsstop Franz Josef erreicht. Dies ist ein kleines Bergdorf mit Blick auf den Rand vom Gletscher – zumindest sieht man Schnee auf den Bergen…
Hier in der Nähe ist auch wieder das Meer und sogar der Regenwald: ganz viele verschiedene Landschaften treffen also aufeinander.
Insgesamt erscheint mir die Südinsel bisher auch deutlich grüner, als die Nordinsel, aber noch haben wir ja nicht so viel gesehen.

Blick von Franz Josef aus

Ein Tag im Abel Tasman Park

Heute haben wir einen Tagesausflug in den Abel Tasman Nationalpark gemacht – kann ich definitiv weiterempfehlen.
Zuerst ging es mit dem Reisebus nach Marahau. Von dort aus sind wir die 12,4km bis zum nördlich gelegenen „Ort“ Anchorage gewandert. Kalkuliert sind dafür 4 Stunden Laufzeit, da man ja keine besonders gut ausgebauten Wege vorfindet. Trotz allem: im Vergleich zu den bisherigen Wegen war dieser sehr einfach zu begehen und nicht so anstrengend wie befürchtet. Zwischendrinnen hat man immer mal Sicht oder auch Zugang zu kleinen Buchten und Stränden. Definitiv sehenswert!
Der Park ist sehr naturbelassen, daher haben wir auch öfters mal einheimische Tiere getroffen.
Unter anderem waren ähnliche Vögel wie die Kiwis dabei, bloß sind diese tagaktiv und haben offenbar einen lustigen Büschel auf dem Kopf.
Natürlich trifft man auch ständig auf irgendwelche anderen Wanderer. Die meisten sprechen auch mit einem.
Eine Frau hat uns zum Beispiel mitgeteilt, dass ihre Freundin eine Sklaventreiberin ist und sie durch den Weg scheucht, eine Stunde hin und eine zurück.
Außerdem sind wir auf viele Jogger getroffen. Finde ich persönlich ja total verrückt: es ist warm, der Boden ist erdig und es raken Wurzeln heraus (-> Stolperfallen) und noch dazu geht es als hoch, runter oder um die Kurve. Daher habe ich dann angefangen über „Lady Gagas“ zu reden und so hatten wir wenigstens unseren Spaß…
Am Nachmittag ging es mit dem Boot von Anchorage zurück nach Kaiteriteri und ab da wieder mit dem Bus nach Nelson.

Heute Abend haben wir uns dann auch endlich das schon lange ausgesuchte Bier gegönnt. Was mit Reisepass so alles möglich ist 😉 Schmeckt aber irgendwie nicht anders als daheim, außer das Schwarzbier, aber wir können leider nicht definieren wonach es hier schmeckt.
Der Pudding ist übrigens sehr lecker! Schmeckt mehr wie Brownies mit Vanilleeis, aber das finde ich sowieso besser.

Der Wanderweg

die lustigen Kiwi-ähnlichen Vögel

ein bisschen Flora…

Aussichten, für die selbst ich gerne wandern gehe 😉

zwischen drinnen gibt es immer ein paar ganze graue Äste. dachte das muss auch mal irgendwo rein

Anchorage
das ist hier der „Schokopudding“ mit Eis

Zeit für einen Inselwechsel

Wellington hat uns nicht so gut gefallen, deshalb ist es nur gut, dass wir heute wieder weiterziehen mussten.
Zur Abwechslung ging es mal mit der Fähre weiter zur Südinsel.
Das Wetter war gegenüber meiner Befürchtungen doch nicht so stürmisch (letzte Nacht hat es sogar im Zimmer gezogen weil die Fenster wohl nicht mit deutscher Gründlichkeit abgedichtet wurden) und die Überfahrt verlief ganz angenehm.
Die Südinsel hat uns mit einer Fahrt durch einen netten Fjord begrüßt.
Auch Picton sah vom Schiff aus nach einem netten Hafenörtchen aus, aber da wir einen Anschlussbus gebucht hatten, mussten wir gleich weiter nach Nelson fahren.
Das ist nun auch unser zu Hause für die nächsten zwei Nächte.
Ab jetzt wird die Reise so richtig anstrengend, denn wir bleiben nie mehr länger an einem Ort.
Also noch mehr Koffer packen und schleppen. Ab einer gewissen Reisedauer wird das ganz schön anstrengend und ich denke die haben wir mittlerweile erreicht.

Tschüss, Wellington – auf nimmer Wiedersehen =)

Nelson sieht wieder ganz hübsch aus und wir haben auch endlich freies WLAN (deshalb hat es auch ein bisschen gedauert mit den anderen Posts).
Allerdings kann man scheinbar überall unschöne Erfahrungen machen.
Zum Beispiel wurden wir ausgehupt, weil wir bei GRÜN über die Fußgängerampel gegangen sind.
Wahrscheinlich hätte mich das nicht weiter interessiert, wenn ich mich nicht so sehr erschreckt hätte dabei.
Wann sollen wir denn sonst gehen, wenn nicht bei grün?!

Und nun kommt das absolute „Highlight“ des Tages.
Seit längerem sind wir auf der Suche nach „billigem“ Supermarktbier aus Neuseeland.
Schließlich wollen wir mal was aus dem Reiseland probieren, aber in der Bar kostet es ein kleines Vermögen, daher dieser Weg.
Also sind Jenni, Franky und ich zum Supermarkt gegangen, um dem Ziel näher zu kommen.
Wir sind ja erst 23 Jahre alt und sehen wohl auch nicht älter aus, denn bis 25 wird man an der Supermarktkasse nach dem Ausweis gefragt.
Kein Problem, dachten wir.
Nur hatte ich dummerweise den Reisepass in der anderen Tasche, die im Hostel stand.
Aber für alle Fälle hatte ich ja schlauerweise meinen Personalausweis dabei und ich wurde schließlich auch nach einer „ID-Card“ gefragt.
Also habe ich der Verkäuferin den Perso hingehalten.
Die kann das natürlich nicht alleine authentifizieren, sondern ruft ihre Kollegin dafür zur Hilfe.
Die Kollegin will jedoch einen Passport haben (weil auf dem Perso ja auch ein Bild, mein Name und mein Geburtsdatum in Englisch stehen).
Tja, zack war das Bier dann weg.
Mein Vorschlag, dass Jenni meins mitbezahlt, weil sie den Reisepass dabei hat, fanden die beiden dann auch sowas von unmöglich, dass sie sicherheitshalber Jenni auch gleich ihr Bier weggenommen haben.
Zack war die zweite Dame auch weg und man fühlt sich wieder so in das lang entfernte Alter zurückgesetzt, wo man tatsächlich noch keinen Alkohol kaufen durfte.
Vielleicht war auch Franky nicht ganz so förderlich bei der Sache und hat uns noch jünger aussehen lassen. Wer weiß. Jedenfalls ist mir die Lust was zu probieren deutlich getrübt worden.

Bleibt zu hoffen, dass der kostenlose Schokopudding mit Eis in unserem Hostel wenigstens schmeckt und das tolle Supermarkterlebnis wieder ein bisschen gut macht.

Windy Welly

Shit happens und wir sind davon sicher auch nicht ausgenommen.
Klar hatten wir einglische Zeitangaben auch im Unterricht mal gelernt, aber rund um die 12 kann das schon noch verwirrend sein.
Deshalb dachten wir wohl auch zum Zeitpunkt der Buchung, dass 12:45am mittags wäre.
Ist es aber nicht, sondern kurz nach Mitternacht. Naja – halb so wild, denn wir haben es ja vor der Fahrt noch gemerkt und unseren Bus nicht verpasst.
Es ging also um 00:45Uhr von Taupo weiter in die Hauptstadt Wellington.
Man darf allerdings keine normale Hauptstadt erwarten, wie man das von Europa gewöhnt ist.
Erstens ist hier alles viel kleiner und die Fußwege sind sehr kurz vom einen Ende der Stadt zum anderen.
Okay – soweit ja nicht schlecht.
Zweitens ist das Nahverkehrsnetz echt schlecht ausgebaut. Wenn man innerhalb der Stadt fahren will, kommt man gut voran, aber die Wege sind allesamt zu Fuß zu meistern.
Wir hatten hingegen vor ein bisschen außerhalb was zu besichtigen.
Erster Plan war der Kaitoke Regionalpark, in dem auch Teile von Herr der Ringe gedreht wurden.
Also sind wir zur Touristinfo gegangen und wollten uns mal beraten lassen, wie man da am besten hinkommt, denn im Internet konnten wir vorab nur eine mäßige Wegbeschreibung finden.
Nun wurde auch klar wieso. Ohne Auto geht da nix. Man kann zwar mit dem Zug fahren, von dort mit einem Bus und von da aus dann für 50$ mit dem Taxi zum Eingang des Parks, aber das war uns dann doch ein bisschen zu umständlich.
Also haben wir uns informiert, was es stattdessen in der Nähe sonst noch so gibt.
Dabei sind wir auf eine Insel gestoßen, auf der wir uns auch eine schöne Wanderung erhofft haben. Aber auch Kapiti Island ist nur mords umständlich zu erreichen.
Man kann wohl schon raushören, dass uns „windy Welly“, wie die Neuseeländer ihre Hauptstadt auch nennen, nicht besonders freundlich empfangen hat.
Statt einem Ausflug haben wir dann wohl alle drei Tage im Zentrum verbracht – stets in Laufnähe des Hotels.
Eigentlich waren ja nur zwei Tage in Wellington geplant, doch aufgrund der Nachtfahrt kam ein weiterer hinzu, den es zu füllen galt.

Was haben wir also gemacht?
An einem Tag waren wir im Nationalmuseum „Te Papa“.
Dies ist ein interaktives Museum mit freiem Eintritt.
Normalerweise stehe ich ja nicht auf Museen, doch bei schlechtem Wetter ist das eine ganz gute Beschäftigung.
Außerdem haben wir dort ein bisschen was über die Ureinwohner (Maori), Einwanderer und Erdbeben gelernt.
Neuseeland liegt auf zwei verschiedenen Platten: der australischen und der pazifischen Platte.
Diese sind immer mal wieder in Bewegung und deshalb ist Neuseeland auch ein erdbebengefährdetes Gebiet.
Allein in Wellington gibt es wohl jede Woche eins (wenn auch nur ein kleines).
Wir sind wohl verschont geblieben, oder es war so schwach, dass wir es nicht bemerkt haben.
Wenn man sich das so bewusst macht, ist die Aussicht in einem knappen Monat wieder auf „sicherem“ Boden zu sein doch sehr lukrativ (auch wenns in Deutschland noch nicht so mild ist wie hier).

Außerdem waren wir auf dem Mt Victoria Lookout. Hier oben hat man einen 360°-Blick auf die Stadt.
Der Weg hoch ist jedoch wieder mal eine Anstrengung für sich.
Erstens geht es logischerweise die ganze Zeit hoch und zweitens haben die Neuseeländer echt schlechte Stadtpläne.
Entweder sind Straßen nicht eingezeichnet oder nicht beschriftet.
Falls doch, könnte es auch vorkommen, dass Straßen in der Stadt nicht beschriftet sind oder von zweien nur eine, so dass man sich ebenso schlecht orientieren kann.
Intuition und viel Energie helfen dann und irgendwann kommt man auch oben auf dem Berg an.
Leider war das Wetter an dem Tag auch nicht so schön und die Sicht nicht besonders gut.
Vom Lookout ist es nur noch ein Katzensprung zum Flughafen und wenn man diesen so von oben betrachtet weiß man auch sofort, wieso hier keine internationalen Flüge abgehen.
Es gibt nur eine kleine Landebahn und ein paar kleine Abfertigungshallen. Da würden die bestimmt nicht zurechtkommen mit den großen Übersee-Fliegern und Passagiermassen.

An unserem letzten Tag in Wellington hatten wir noch den Botanischen Garten übrig.
Hierzu gehört auch ein hübsch angelegter Rosengarten („Lady Norwood Rose Garden“).
Auch der Weg durch den botanischen Garten ist mal wieder anstrengend, denn ganz Neuseeland scheint aus ungezählten besiedelten Hügeln zu bestehen.
Vor kurzem haben wir gelernt, wieso die Nationalpflanze, der Silberfarn, so heißt wie er heißt.
Leuchtet man die Unterseite der grünen Blätter an, sehen sie silbern aus.
Das funktioniert auch mit dem Kamerablitz und so habe ich das mal im Bild festgehalten.
Oben angekommen haben wir nun auch das Wahrzeichen (?) erreicht: die rote Schienenbahn.
Da es sonst ja nicht so viel Spektakuläres gibt, haben wir kurzerhand beschlossen uns den Weg runter fahren zu lassen. Mit 3,50$ war es ohnehin ein Schnäppchen – der Weg hoch kostet jedenfalls mehr.

Lady Norwood Rose Garden

Silberfarn

Waitomo

Wer sparen will, hat auch weniger Komfort.
Dies ist irgendwie zum roten Faden in unserem Urlaub geworden.
Insbesondere bei den Ausflügen haben wir versucht kostengünstig davon zu kommen.
Entsprechend haben wir kein Komplattpaket gebucht, sondern jede Busfahrt und den Eintritt zur Glühwürmchenhöhle in Waitomo einzeln.
Also ging es schon um 7.30Uhr los bis nach Hamilton, von dort mit dem nächsten Bus nach Waitomo.
Hier waren wir dann jedoch sehr früh, da es ja kein aufeinander abgestimmtes Paket war und mussten eine Weile auf die gebuchte 13Uhr Führung warten.
Da wir auch nach der Führung noch Zeit übrig hatten, haben wir überlegt, was man sonst noch so in der Nähe machen kann und sind auf ein Kiwi Haus gestoßen.
In der Touristinfo wurde uns dann erklärt, dass man mit einem Shuttle um 14Uhr hinfahren kann.
Dies hat sich mit der Führung in der Höhle überschnitten, daher haben wir gefragt, ob wir schon eine Stunde eher zu den Glühwürmchen gehen könnten.
Etwas widerwillig hat man uns schließlich umgebucht.
Um 12Uhr war dann auch klar wieso. Wir waren die einzigen Personen für die Führung und hatten quasi unseren privaten Guide.
Mit dem Auto ging es über einen staubigen Feldweg ins „Nichts“.
Völlig unspektakulär sah dann auch der Eingang aus: einfach eine Treppe im Gebüsch – und das sollen nun die bekannten Glühwürmchenhöhlen sein.
Naja, in der Höhle haben wir dann schon vorne im Gang blaue Lichter gesehen, die Glühwürmchen.
Je länger wir im Dunklen waren, desto besser haben sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt und nun sahen die Tierchen nicht mehr blau, sondern weiß aus.
Wir haben gelernt, dass die Glühwürmchen bis zu 30 Seile produzieren können.
So ähnlich wie bei Spinnen, nur dass sie hier einfach senkrecht runterbaumeln.
Auch Glühwürmchen fangen so ihre Beute. Je hungriger sie sind, desto heller leuchten sie, um mehr Insekten anzuziehen.
Deshalb findet man sie auch nur an dunklen Stellen, wo es auch Wasser gibt, über das die Mücken zu ihnen kommen können.

Glühwürmchen

Da die Führung nun früher begonnen hatte, war es auch überhaupt kein Problem um 14Uhr den Shuttle zum Kiwi Haus zu bekommen.
Auf dem Weg dorthin sind wir an einem extravaganten Hotel vorbeigekommen.
Hier kann man in einem Schiff oder einem Flugzeug schlafen. Sowas würde ich ja auch gerne mal machen.
Das Kiwi Haus an sich war dann jedoch nicht so spannend.
Immerhin haben wir eine Fütterung mitbekommen, aber da die Tiere offenbar nachtaktiv sind, war es rund um deren Käfige dunkel. Noch dazu Fotoverbot. Gar nichts für mich 😉
Ansonsten waren auch noch viele weitere einheimische Vögel zu sehen. Da diese tagaktiv sind, hatten wir auch die meisten schon so in der Natur getroffen und es war nichts wirklich besonderes mehr.

Abends ging es dann mit unserem Nakedbus wieder zurück nach Hamilton.
Hier mussten wir erneut umsteigen, doch unser Anschluss hatte natürlich Verspätung.
Grund dafür war ein Feuer in der Hobson St in Auckland. Hier war scheinbar eine Restaurantküche explodiert und in Flammen aufgegangen.
Das krasse dabei ist, in genau dieser Straße haben wir vor wenigen Nächten selbst noch gewohnt!
Irgendwann kam dann der Bus auch und nach etwa 14 Stunden Ausflug sind wir wieder im stinkenden Rotorua angekommen.
Ich glaube, ich habe es vorher noch nicht erwähnt: manchmal kommt nachts so ein Schub Schwefeldampf durch die Ritzen unter der Tür.
Nicht mal drinnen ist man sicher vor dem Gestank. Aus diesem Grund ist es wirklich nicht schlimm, dass wir Rotorua am nächsten Tag wieder verlassen mussten.

Am Samstag sind wir in unseren letzten Stunden vor der Weiterfahrt nach Taupo erneut zu einer exklusiven Tour gekommen.
Wie ich ja bereits erwähnt hatte, wurden wir vom Maoridorf nicht mehr abgeholt.
Offenbar war der Bus des Reiseunternehmers kaputt gegangen und der Chef konnte uns daher nicht abholen.
Ihnen war das wohl so unangenehm, dass sie die Sache wieder gut machen wollten und haben uns daher eine kostenlose Stadtrundfahrt in Rotorua angeboten.
Sonst war wohl kein Tourist angemeldet, daher hatten wir den Spaß ganz für uns alleine.
Vielleicht lag das an dem nicht so prickelnden Wetter. Es war ein Sturm angekündigt und egal von wem wir es gehört hatten, alle haben so getan als wäre ein Orkan im Anmarsch.
Was wir jedoch mitbekommen haben, war dann nur Nieselregen und maximal eine leichte Prise Wind.
Unser Fahrer George hatte leider einen richtig üblen Akzent und es war uns kaum möglich etwas zu verstehen. Der denkt bestimmt auch wir können kein Englisch.
Ein bisschen was ist jedenfalls trotzdem angekommen: die Deutschen bilden die größte Gruppe an Touristen in Neuseeland. Auf Platz zwei kommt Groß Britannien.
Schon bemerkenswert finde ich, denn beide Länder sind so weit weg.

Hobbiton

Unser heutiger Ausflug hat uns an einen Drehort der Hobbit-Filme geführt: das Hobbiton Movie Set.
Passend dazu war auch der Transferbus lackiert.

Viel zu berichten gibt es hierzu eigentlich nicht. Dafür zeige ich einfach ein paar Bilder.
Was mir jedoch aufgefallen ist, sind die grünen Wiesen innerhalb des Movie Sets. Hier wird der Boden bewässert. Rundherum nicht und deshalb ist alles total vertrocknet und gelb. So hatte ich Neuseeland gar nicht erwartet (irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass es hier oft regnet und alles grün ist), bin aber doch froh, dass wir bisher so viel trockenes Wetter hatten und nicht bis auf die Knochen nassgeregnet wurden =)

hier sieht man besonders gut, wo das Hobbit-Gelände aufhört (da wo das Gras nicht mehr grün ist)

Green Dragon

Zum Abschluss der Tour gab es ein „Freigetränk“ im „Green Dragon“. Wir haben uns für einen leckeren „apple cider“ entschieden. (War ja sicher mehrfach im horrenten Eintrittspreis abgedeckt – trotzdem habe ich mich gefreut, dass ich hier sozusagen 10$ gespart habe, denn Alkohol kostet hier unten sehr viel)

Alles in allem haben mir die Hügel und die vielen kleinen Hobbithöhlen gut gefallen. Schade ist jedoch, dass man wieder mal total durch das Set gescheucht wird und kaum Zeit hat dem Guide zuzuhören und Fotos zu machen. Noch dazu ist alles voller Touristen (was erwartet man auch, gibt schließlich sehr viele Fans).

Rotorua

Die gestrigen Busfahrten sind überstanden und wir sind nachts gut in Rotorua angekommen.
Heute ging es dann gleich mit einem straffen Programm weiter. Morgens wurden wir von einem Bus (ja – man könnte meinen das sei das einzige was wir in dem Urlaub tun: Bus fahren) abgeholt und zu dem Thermalgebiet Wai-o-tapu gefahren.
Zuerst haben wir bei „mud pools“ angehalten und konnten Fotos von grauer stinkender Blubbermasse machen.

Im Wai-o-tapu gibt es einen Geysir namens „Lady Knox“, welcher täglich um 10.15Uhr ausbricht. Hörte sich schon mal toll an und gesehen habe ich bisher auch noch keinen in echt. Als wir jedoch beim Geysir angekommen sind, erinnerte mich der Vorplatz mehr an ein Kino. Alles voller Bänke und vor allem auch voller Touristen. Zu allem Überfluss stieg dann auch noch ein Mann über den Zaun und hat sich als Moderator entpuppt. Nachdem er ein bisschen was über die vulkanischen Aktivitäten in Neuseeland und zu der Funktionsweise von Geysiren erzählt hatte, gabs eine Ladung Seifenpulver oder sowas in der Art. Die wurde in das Loch gekippt und SO wurde die Wasserfontäne erzeugt. Nix natürlich. Da hab ich mich schon ein klein wenig verarscht gefühlt.

Lady Knox

Danach haben wir uns die anderen Teile des Wai-o-Tapu angesehen. Hier gibt es ganz viele stinkende und blubbernde Löcher. Manche sind mit grauer Matsche gefüllt, andere nur mit bunt aussehendem Wasser.
Am bekanntesten ist hier wohl der „Champagne Pool“ mit seinem orangenen Rand. Ebenfalls beeindruckend fand ich auch noch eine Art gelber See. Vermutlich kommt die Farbe vom Schwefel. Man kann sich also vorstellen, wie gut es dort überall duftet. Auch in Rotorua stinkt es zeitweise nach Schwefeldämpfen, ich vermute das hängt davon ab, wie der Wind weht. Zum Glück sind wir hier „nur“ 4 Nächte.

Mittags wurden wir wieder eingesammelt und weiter zu einem Maoridorf namens Whakarewarewa gefahren.
Hier leben scheinbar die Maori noch heute, aber sie öffnen ihr Dorf dem Tourismus. Einerseits um den Touristen etwas von ihrer Kultur näherzubringen, andererseits aber auch um hiermit Geld zu verdienen.
Wir haben uns eine Maori-Aufführung angesehen. Das heißt uns wurden Lieder und Tänze vorgeführt. Teilweise waren die ganz schön laut und haben gut Eindruck hinterlassen.
Anschließend haben wir an einer Führung teilgenommen, in der uns noch mehr über die Lebensweise erzählt wurde. Hierbei haben wir zum Beispiel gelernt, dass die Maori auch heute noch die vulkanische Aktivität nutzen und mit dem heißen Wasser, das aus dem Boden geblubbert kommt, ihr Essen kochen. Als Tourist hat man sogar die Möglichkeit bei bestimmten Touren auf diese Weise zubereitete Speisen zu probieren (Hangi oder Süßmais), wir waren allerdings nicht Teil einer solchen Gruppe…
Eigentlich hätte man uns hier in Whakarewarewa auch am späten Nachmittag wieder abholen und zur Unterkunft zurückbringen sollen. Nur leider kam niemand. Schließlich mussten wir den Weg wohl zu Fuß zurücklegen. Schlauerweise hatte ich ja noch den Stadtplan in der Tasche und so war das nicht allzu schwierig.

auch im Maoridorf hats ordentlich geblubbert und gestunken

Wenn Sparfüchse Bus fahren

Vor der Reise haben wir uns lange überlegt, wie wir uns innerhalb von Neuseeland fortbewegen wollen.
Klar gibt es viele Gründe, die für einen Mietwagen sprechen.  Man ist flexibel und kann jederzeit überall hi fahren.
Auf der anderen Seite wollten wir aber auch schon alle Unterkünfte vorab reservieren, damit wir es auch tatsächlich schaffen all diejenigen Orte zu besichtigen, die wir beide sehen wollen. Damit war die Flexibilität ohnehin schon begrenzt und genaue Reisetage standen von Anfang an fest.
Schließlich haben wir die vielen Busunternehmen verglichen (denn das Zugnetz ist mäßig gut ausgebaut) und uns für die preisgünstigsten zwei Anbieter entscheiden.
Warum schreibe ich das gerade heute? Nun ja, hier rächt sich der Ehrgeiz billig davon zu kommen.
Heute fahren wir für sage und schreibe 3 € etwa 250km weit mit dem Bus: von Whitianga nach Rotorua. Das wäre mit keinem Mietwagen ansatzweise so billih geworden. Allerdings müssen wir auch 3x umsteigen und sind insgesamt über neun Stunden unterwegs. Das könnte man ja fast mit dem Fahrrad in der gleichen Zeit zurücklegen.
Dieser Tag macht mir schon seit einer Ewigkeit Sorgen, also drückt uns die Daumen, dass wir alle Anschlüsse kriegen und heute Nacht noch in unser Hotel reingelassen werden.

Cathedral Cove und Hot Water Beach ohne heißes Wasser

Was gibt es schöneres als Sonnenbrand? Ganz einfach: wandern und Sonnenbrand.
Genau das haben wir heute gemacht.
Zuerst ging es mit dem Bus nach Hahei. Von dort aus muss man das letzte Stück zur bekannten Cathedral Cove zu Fuß zurücklegen.
Wie wir das von vorherigen Wegen schon kannten, führt der Weg durch die vielfältige Natur.

Da wir früh gestartet sind, war der Weg noch angenehm leer und wir hatten die Stingray Bay ganz für uns alleine.
Fast jedenfalls: ein Mader kam uns kurz besuchen.

Unser eigentliches Ziel war jedoch die sehr bekannte Cathedral Cave und da wir rechtzeitig zum Bus zurückkommen mussten, sind wir schnell wieder aufgebrochen.
Weitere 35 Gehminuten später haben wir sie dann endlich erreicht.
Der Sand ist unglaublich sauber, der Strand großräumig und im Vergleich zu den mir bekannten europäischen Stränden extrem leer.
Am liebsten wäre ich hier ewig geblieben oder hätte mal im super klaren Wasser gebadet, habe mich dann aber doch lieber für Fotos entschieden – die kann man wenigstens mitnehmen.
Ein Guide von uns hat auch neulich gesagt man soll nichts hinterlassen, als Fußspuren und nichts mitnehmen außer Fotos.
Den Spruch finde ich gut – haben wir auch fast so gemacht… lediglich ein bisschen Sand mussten wir entführen, weil der sobald er in Kontakt mit der böse klebrigen Sonnenmilch kommt, nicht mehr loslässt.
Selbst beim Duschen klebt er noch bombenfest an der Haut.

Mittags ging es dann wieder mit dem gleichen Bus weiter zum Hot Water Beach.
Eigentlich ist dieser dafür bekannt, dass man Löcher ins Watt buddeln kann und dort dann heißes Wasser aus dem Boden kommt.
So hat man quasi seine kleine, warme Badewanne.
Problem bei der Sache: geht nur wenn Ebbe ist. Wann sind wir jedoch angekommen. Genau 1 Stunde vor dem höchsten Wasserstand.
Schließlich haben wir die vier Stunden Aufenthalt bis zur Rückfahrt einfach so am Strand verbracht.
Die Sonne scheint in Neuseeland wohl doch noch etwas aggressiver zu sein, als in Australien. So sind wir dann heute wohl doch noch Opfer von Sonnenbrand geworden.
Alles in allem war es ein sehr schöner Tag und falls einer der Leser auch mal nach Neuseeland reisen möchte, kann ich die Coromandel Halbinsel wirklich sehr empfehlen!

Whitianga

Heute ging es wieder mit Nakedbus weiter in ländliche Gebiete. Am frühen Abend haben wir den kleinen Küstenort Whitianga erreicht.
Da es im Bus so warm war, haben wir den Abend mit Freude am Strand verbracht und uns im Meer die Füße abgekühlt. Am Strand gibt es auch viele hübsche Muscheln, die man an der Nordsee nicht so häufig findet. Mal sehen, wie die noch in den Koffer passen.

Da warens nur noch zwei

Für eine von uns war heute schon der letzte Tag. Mittags stand dann der Abschied an. Jetzt fehlt irgendwie jemand, weil es ein bisschen ruhiger geworden ist. Zu beneiden ist sie mit einer Rückreise in 3 Flügen mit doppelter Überschreitung des Datums (nach nur neuseeländischer Zeit gerechnet) mit Sicherheit nicht! 
Wir wünschen dir auf jeden Fall angenehme Flüge mit netten Sitznachbarn,  möglichst wenig Turbulenzen und Verspätungen und hoffentlich ein bisschen Schlaf zwischendurch!

Auch für uns heißt es morgen schon wieder Koffer packen, denn es soll weiter auf die Coromandel Halbinsel gehen. Mit Entspannung hat der Trip sicher nichts zu tun. Zum Glück stehen morgen nur 2 Busfahrten an und die Umsteigezeit lässt vermuten, dass alles gut gehen könnte.

Bay of Islands

Mittlerweile haben wir es in den Norden Neuseelands geschafft. Für ein paar Nächte ist es uns vergönnt in einer kleinen Ferienwohnung in Paihia zu wohnen. Richtig komfortabel im Vergleich zu den Hotelzimmern von vorher. Wir haben sogar eine kleine Küche mit SAUBEREM Geschirr. Entsprechend wurde auch gleich am ersten Abend Essen selbst gekocht, denn auf Dauer ist das permanente Essengehen auch nicht das Wahre.

Heute haben wir unseren dritten Ausflug unternommen. Diesmal wurden wir von einem LKW artigen Bus abgeholt, der uns im Laufe des Tages zum nördlichsten Punkt Neuseelands bringen sollte.
Nach ein paar (für mich eher unnötigen) Stops zum Essen und Gumtrees bestaunen, ging es gegen Mittag zu enorm hohen und sehr steilen Sanddünen. Hier bestand die Möglichkeit sich mit einem Sandboard in die Tiefe zu stürzen. Mir war das definitiv zu aufregend, aber da es dort unten recht windstill war, habe ich mich getraut meine Kamera zu benutzen und Jenni dabei zu fotografieren, wie sie einen Versuch gestartet hat.
Erste Hürde ist hierbei ja schon auf die Spitze der Düne zu gelangen. Oben soll es dann wohl auch sehr beängstigend aussehen, vor allem wenn es sich noch um die erste Fahrt handelt. Von unten war es jedenfalls lustig zuzusehen, wie die Leute sich so beim Runterfahren anstellen und wann sie bremsen. Einige kamen nämlich nicht im Sand zum Stillstand, sondern erst in dem Grünzeugs oder in den Pfützen. Gut wäre es gewesen Wechselkleidung mitzubringen, was wir natürlich nicht getan haben…

Dünen

da kämpfen sich alle die Düne hoch…

… und Abfahrt!

erster Versuch: Landung im Wasser

dafür hat es dann beim zweiten Mal umso besser geklappt =)

Anschließend ging es zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands, an dem sich die Tasmanische See und der Pazifik treffen. Die Stelle erkennt man daran, dass Wellen aus zwei verschiedenen Richtungen aueinandertreffen.

hier treffen sich die beiden Gewässer

Cape Reinga

Cape Reinga

Zum Abschluss der Tour ging es den Ninety Mile Beach (der gar keine echten 90 Meilen lang ist) mit dem komischen Gefährt entlang. Immer darauf bedacht nicht zu nah an die Dünen und den trockenen Sand zu gelangen, gleichzeitig aber auch vor den Wellen in Acht. Der Fahrer hat die ganze Sache sehr aufgespielt und im Nachhinein glaube ich war es doch mehr Show, aber wenn man mit einem Affenzahn über den Strand rast und der einfach kein Ende nehmen will, kann es schon etwas unheimlich werden. Insgesamt sind wir wohl so 70km auf dem nassen Sand entlang gefahren. Als es endlich möglich war, haben wir auch hier mehrere Stops eingelegt. Einmal haben wir sogar wilde Pferde gesehen. Insgesamt war der Strand sehr beeindruckend, weil er unendlich weitläufig ist und keine Menschenseele weit und breit in Sicht ist. Das hat mir auch an Australiens Küste schon so gut gefallen, denn an allen europäischen Stränden, an denen ich bisher war, waren auch immer andere Menschen unterwegs, insbesondere dann wenn das Wetter so schön ist.

Rangitoto

Heute sind wir Jennis Wunsch nachgekommen, einen Ausflug auf die Vulkaninsel Rangitoto zu machen.
Mit der Fullers Fähre ging es auf die Insel. Auf der Fähre kam dann tatsächlich die absolut schwachsinnige Durchsage, dass keine fremde Erde oder Samen an den Schuhen auf die Insel eingeführt werden dürfen.
Am Flughafen wurden ja unsere Schuhe bereits kontrolliert, aber hier fand ich das dann doch eine Nummer übertrieben.
Kontrolliert wurde heute jedoch nichts.
Auf der Insel ging es dann zu Fuß weiter. Geplant war die einstündige Wanderung auf den Gipfel. Nach einer halben Stunde haben wir dann jedoch gemerkt, dass wir den falschen Weg entlang gelaufen sind.
Also wieder zurück und dann war auch klar wieso: wer Schilder lesen kann ist klar im Vorteil. Beim zweiten Versuch haben wir den richtigen Pfad auch gefunden.
Statt einer Stunde haben wir nun 75 Minuten gebraucht bis nach ganz oben. Für mich extrem anstrengend, denn es ging wirklich permanent nur bergauf – stellenweise sehr steil.
Die Aussicht war dafür sehr gut und auch das Wetter mittlerweile richtig sonnig geworden. Morgens war es so wolkig, dass wir mit dem guten Wetter gar nicht mehr gerechnet haben, aber die Reiseführer hatten ja bereits angekündigt, dass es hier „vier Jahreszeiten an einem Tag“ gibt.
Nun ja, trotz Sonnencreme haben wir dann doch ein paar rote Stellen bekommen. Mein erster Sonnenbrand 2014 – ich finde das gar nicht so schlecht, immerhin ist es schon Tag 16 der Reise. Ab morgen wird dann wieder besser aufgepasst…

nach dem Aufstieg waren die Schuhe nur noch grau. sehr staubige Angelegenheit

finales Reiseland erreicht: Neuseeland

Nun ist unsere Zeit in Australien vorbei und es soll endlich in das finale Reiseland: Neuseeland.
Ein vergleichsweise sehr kurzer Flug steht an. Von Melbourne nach Auckland soll es nur 3Stunden dauern.
Dumm nur, dass der Flieger vorher aus Dubai kommt und schon dort Verspätung hatte. Völlig umsonst um 4Uhr aufgestanden.
Der Flug war dann zu allem Überfluss auch noch reichlich wackelig (zum Glück ist das Trinken nicht über meinen Kamerarucksack gelaufen).

Trotz allem können wir uns glücklich schätzen. Scheinbar sind Unmengen an Koffern nicht angekommen, unsere aber schon =)
Nach 13 Stunden auf den Beinen sind wir endlich in Neuseeland im Hotel angekommen. Unglaublich, dass die kleinste Etappe so lange gedauert hat.

Am Freitag haben wir uns Mt Eden angeguckt, eigentlich wollten wir zwar auf One Tree Hill, aber die Haltestelle hatten wir verpasst und von Mt Eden hat man auch eine tolle Aussicht.

Great Ocean Road!!!

In Australien gibt es viele schöne Orte. Viel zu viele, um sie alle besichtigen zu können.
Aber wenigstens die Great Ocean Road wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Morgens wurden wir von Doug, unserem Fahrer und Reiseleiter, am Hotel abgeholt.
Leider waren zu viele Pick-ups in der Stadt geplant, so dass die ganze Fahrt über mega stressig war.
Alle Stops waren im Rahmen von 10-20 Minuten angesetzt. Gerade genug um mal eben an den Strand zu flitzen, Fotos zu machen und wieder zum Bus zu hetzen.
Sehr schade. Dafür haben wir wenigstens mega Aussichten aus dem Bus gehabt!
Ein Stop war am Cape Otway mit einem netten Leuchtturm. Auf dem Weg dorthin sind wir an haufenweise kahlen, weißen Bäumen entlanggefahren: eindeutiges Zeichen für die Anwesenheit von Koalas.
Die fressen die Bäume komplett leer und wandern dann zum nächsten. Sehr schädlich für die Natur, aber irgendwie sehen die Tierchen doch sehr süß aus.
Auch hier haben wir einen mini Stop eingelegt und Fotos von den schlafenden Tierchen zu machen (da die Blätter nicht so nahrhaft sind müssen sie nämlich ca. 20 Stunden am Tag schlafen).
Zuletzt ging es zu den zwölf Aposteln, passend zum Sonnenuntergang. Dafür dass der Tag sehr wolkig und verregnet begonnen hat, wurde es hier noch richtig schön.

Cape Otway

müder Koala beim Kratzen

Koala mit Baby beim Essen

12 Apostel

Suchbild: wo ist das Känguru

Sonnenuntergang bei den 12 Aposteln

Melbourne

Da wir bereits so viele Flüge gebucht hatten, dachten wir es wäre eine nette Abwechslung mal den Zug zu nehmen.
Von Sydney nach Melbourne sind es etwa 1000km Entfernung. Der Zug braucht dafür eine Ewigkeit und fährt gefühlt so langsam wie die Bummelbahn von Friedberg nach Gießen, mit dem kleinen Unterschied, dass er sich Intercity nennt.
Die Landschaft an sich sieht einfach nur trocken aus (kein Wunder, dass hier die Waldbrandgefahr so hoch ist) und ändert sich erstaunlicherweise fast gar nicht während der gesamten elfstündigen Fahrt.

Melbourne hat nicht so viele Sehenswürdigkeiten wie Sydney, jedoch gibt es eine antike City Circle Tram, mit der man kostenlos rund um den CBD fahren kann.
Das haben wir auch mal gemacht.
Weiterhin haben wir den Queen Victoria Market besucht. Dieser ist in verschiedene Themen unterteilt. Es gibt hier zum Beispiel eine Halle, in der es nur Obst gibt.
Da kriegt man dann auch Erdbeeren: im Februar! Sie haben gut geschmeckt, aber mit den deutschen Sommererdbeeren konnten sie trotzdem nicht mithalten…
Ansonsten gibt es noch eine Halle mit Ramsch aller Art. Hier kriegt man sogar die orientalischen Schlappen, die man in Dubai auf den Souks überall findet.
Souvenirs sind hier sehr preiswert zu erhalten im Vergleich zu den üblichen Läden.
Somit wäre ich auch gleich beim nächsten Thema: Geschäfte und deren Öffnungszeiten. Großstadt hin oder her, die Geschäfte im CBD machen doch tatsächlich schon mega früh zu. Teilweise ist hier um 17Uhr alles dicht.

Mittlerweile wurde es Zeit zum Wäsche waschen. Für uns das erste Mal im Hotel. Daher war es auch ein bisschen umständlicher als zu Hause. Im Endeffekt hat der Trockner natürlich nicht geschafft die Kleidung komplett zu trocknen, also mussten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen, wie wir die Sachen dennoch trocknen können.
Im Endeffekt sah unser Zimmer einen Tag lang dann sehr bunt aus.

Erdbeeren im Februar

Flinders Station mit der City Circle Tram im Vordergrund

Nachdem wir schon in Dubai auf dem Burj Khalifa und in Sydney auf dem Skytower waren, durfte natürlich auch der Eureka Tower in Melbourne nicht fehlen.
Auch von hier hatte man eine nette Aussicht über die Stadt. Aber irgendwie war es diesmal weniger beeindruckend – vielleicht stumpfen wir etwas ab mit der Zeit?

Schönstes Fotomotiv waren für mich jedenfalls die Brücken am Yarra River bei Einbruch der Dunkelheit. Hier konnte man auch etliche andere Fotografen antreffen – scheint nicht nur bei mir beliebt zu sein 😉

Blue Mountains



Für Samstag haben wir von Deutschland aus einen Ausflug in die Blue Mountains gebucht.
Pünktlich, unglaublich früh morgens wurden wir abgeholt und hingefahren.
Zum Einen spielt da wohl doch noch ein Rest Jetlag eine Rolle, zum Anderen die laute Umgebung des Hotels:
passend zum Wochenende hat sich das Nachtleben entfaltet und es kommen lange Gespräche und Essensduft von dem Restaurant unter uns durchs Fenster hineingeweht.
Hinzu kommt unser eigensinniger Ventilator (ohne lässt es sich gar nicht gut aushalten), der nachts meint er müsse die Geschwindigkeit drastisch verändern.
In dieser Hinsicht ist es dann ja echt toll, dass wir immer nur maximal vier Nächte an einem Ort bleiben.

Nun aber zurück zu unserem Blue Mountains Ausflug. Zuerst ging es zum Lincoln’s Rock, einem Aussichtspunkt über das Gebirge.
Als zweites haben wir eine einstündige Wanderung durch zu den Wentworth Falls unternommen. Hier soll es auch Schlangen geben, zum Glück ist uns keine begegnet!
Der dritte Stop war schließlich bei dem eigentlichen Highlight: den „three sisters“. Hier wurden wir mit einer Seilbahn über eine Schlucht befördert.
Zwischendrinnen wurde der Glasboden durchsichtig und man konnte tief nach unten sehen.
Zweiter Teil der Scenic World war dann die sogenannte „Scenic Railway“. Hierbei handelt es sich um ein achterbahnähnliches Fahrgestell – nur ohne Anschnaller.
Gar nix für mich. Hier hatte man noch die Wahl, wie steil die Sitze sein sollen. Mir haben da die voreingestellten 44° Neigungswinkel total gereicht.
Für alle, die den Nervenkitzel brauchen, war auch eine Cliffhanger-Stellung mit 64° einstellbar.
Unten angekommen sind wir erneut durch den Regenwald (ohne Regen 😉 ) gelaufen.
Auf der anderen Seite ging es schließlich mit einer anderen Seilbahn wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Nachmittags wurde die Tour mit einer Bootsfahrt über den Parramatta River zum Circular Quay beendet.
Von hier aus mussten wir mit unseren erschöpften Füßen wieder zurück zum Hotel laufen. 
Leider führt der kürzeste Weg durch den Royal Botanic Garden und dieser war da schon geschlossen (Privatveranstaltung?!).
Also mussten wir mit dem Umweg außen herum Vorlieb nehmen.
In Sydney scheint es auch öfters zu passieren, dass man Locations für private Zwecke mieten kann. Auch gestern war dies bereits der Fall, als wir den Chinese Garden of Friendship besichtigen wollten.

Three Sisters

der erste LANGstreckenflug und Sydney

Der erste Stopover ist beendet und heute geht es weiter mit dem längsten Flug der gesamten Reise.
In 13h 45min sollte uns der riesen Flieger A380 nach Sydney bringen.
Fliegen mag ich ja bekanntlich nicht besonders gerne, dieses Mal war zu allem Überfluss dann auch noch die Maschine überbucht.
Folglich wars das dann mit unseren bereits ein halbes Jahr im Voraus gebuchten Sitzplätzen.
Stattdessen wurden wir quer Beet übers Flugzeug verstreut.
Anderen Fluggästen ging es auch so, deshalb konnten wir zumindest zwei Plätze zusammentauschen und ich bin doch wieder zu meinem gewünschten Fensterplatz gekommen.
Der Flug an sich verlief recht ruhig, aber irgendwann kann man das Ende trotzdem kaum noch erwarten und das Sitzen wird immer unbequemer.
Besonders spannend war, dass wir am Mittwoch morgen losgeflogen sind (zuerst über eine Wüste, dann über Indien, danach entlang der Küste von Kuala Lumpur und Singapur), irgendwo über dem Meer wurde es dann plötzlich Nacht, weil wir ja „gegen“ die Zeit geflogen sind.
Passend 30 Minuten vor der Landung wurde es dann wieder Tag in Australien und so hatten wir das riesen Glück in Sydney unmittelbar nach Sonnenaufgang zu landen!

kurz nach dem Starten: Blick über die Wüste

kurz vor der Landung: die Sonne geht auf

anhand dieser Karten sieht man, wo aktuell Tag und wo nacht ist – fand ich sehr spannend, wie die Nacht uns entgegenkam und wir sie endlich überwunden haben

erster Blick auf den Parramatta River, die Oper und die Harbour Bridge in Sydney kurz vor der Landung =)

Da wir nur leider nicht gescheit schlafen konnten, war der erste Tag in Sydney sehr lang. Auch unser Hotel war noch nicht bezugsfertig, als wir um 10Uhr morgens ankamen.
Daher mussten wir uns die Zeit in der Umgebung mit unserem schweren Handgepäck totschlagen. In der Umgebung des Hotels befindet sich der Royal Botanic Garden.
Von dort aus kann man schon die Oper und Hafenbrücke sehen.

Die Oper hatte ich mir irgendwie größer vorgestellt, insgesamt ist die Stadt sehr gut zu Fuß zu entdecken.
Da wir am Wochenende hier waren, war natürlich auch Ausgehen unter den Einheimischen angesagt. Wir haben das lieber mal gelassen, um besser in die neue Zeit reinzukommen. Lustig war, dass man offenbar auch ein Feuerwehrauto zum Feiern mieten kann.

Partyfahrzeug

Weitere Unterschiede zu Deutschland sind natürlich, dass es hier jetzt Sommer ist und das Ozonloch vorhanden ist, aber damit hört es noch nicht auf. Ich fand zum Beispiel sehr komisch, dass hier Radwege auf der Autobahn entlangführen. Zudem fahren hier die coolen LKWs herum (ähnliche Modelle wie die, die manche Studenten in GD1 modelliert haben) mit einer extra großen Führerkabine.

Unser Hotel war nicht empfehlenswert. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Erstens lag unser Zimmer im zweiten Stock und es gab keinen Aufzug. Da wiegt der Koffer gleich doppelt so viel wie vorher. Weiterhin war es in unserem Zimmer sehr warm – ok, ist ja auch zu erwarten im Sommer. Aber nach dem überall gut klimatisierten Umfeld in Dubai kam es einem glatt unangenehm vor. Dazu hatten wir ja einen Ventilator. Dumm nur, dass das blöde Ding ein Eigenleben hatte und nachts urplötzlich einen Sturm im Zimmer ausgelöst hat. Entsprechend musste dann immer jemand aufstehen und ihn wieder runterstellen.