Monatsarchiv: September 2014

Reisefotos vorbereiten

Was darf im Reisegepäck eines Fotografen nicht fehlen?
– Ladegeräte (und Reiseadapter)
– Laptop für Fotobackups (eventuell sogar eine externe Festplatte) und Kartenlesegerät
– ausreichend Speicherkarten und Akkus für einen Tag (nachts kann alles wieder startklar gemacht werden)
– eine bequeme Fototasche, am besten so groß, dass auch noch Proviant dazu passt, aber auch nicht zu schwer, so dass man sie den ganzen Tag tragen kann
– je nach Anwendungsgebiet: stabiles Stativ

Vorbereitungen
Ich wende seit Jahren folgendes Prinzip an: zu Hause lerne ich meine Kamera kennen und probiere neue Techniken aus. Meine Urlaubszeit möchte ich nicht mit Experimenten vergeuden. So entwickelt sich mit der Zeit ein Blick dafür, welche Motive für welche Technik geeignet sind.
Außerdem arbeite ich mir einen Fotoplan für die Reise aus und stelle demnach mein Gepäck zusammen. Man braucht keine vier Objektive auf Reisen! Hat man zu viel Geschlepp, tut bald der Rücken weh und die Sorgen, dass etwas kaputt gehen oder gestohlen werden könnte, sind groß.

Wie findet man interessante Fotomotive?
– auf Postkarten sind meistens die sehenswertesten Orte abgebildet, hier kann man sich vor Ort noch mal ein paar Anregungen holen
– auf Fotoplattformen (z.B. flickr oder fotocommunity) kann man auch schon nach dem Reiseort suchen und sich einen Überblick verschaffen, welche Standorte und Einstellungen sich lohnen (hieraus ergibt sich u.U. auch eine genauere Gepäckzusammenstellung)

Wie kommt man vor Ort zum optimalen Fotostandort?
– vorher über Sonnenauf- und Untergangszeiten (und am Meer eventuell auch über Gezeiten) informieren und die Uhrzeit danach ausrichten. Eventuell kann man sein Motiv nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, weil diese nicht zur richtigen Uhrzeit oder überhaupt nicht dort hin fahren. Also ist es sinnvoll sich Alternativen zu überlegen. Eine Wanderung unternehmen oder ein Mietauto besorgen.. Möglichkeiten gibt es viele.
– Wegbeschreibungen vorbereiten, falls kein Internet verfügbar ist Offline Karten downloaden oder Screenshots machen. Landkarten aus Papier können natürlich auch hilfreich sein, oft gibt es diese sogar an der Rezeption umsonst.

Auf Schwierigkeiten vorbereitet sein
Baustellen, Fotoverbote, Touristen. Gerade bei der Reisefotografie tauchen gerne mal Schwierigkeiten auf. Mit Spiegelreflexkamera gilt man in manchen Ländern schon als professioneller Fotograf. Hat man dann auch noch ein Stativ dabei, glaubt einem keiner mehr, dass das nur Hobby sein soll und sie wollen eine Fotogenehmigung sehen. Hier gilt es sich vorher gut für das jeweilige Reiseland zu informieren, was fotografiert werden darf und ob hier die Panoramafreiheit gilt.
Möchte man keine Touristen auf seinen Bildern haben, muss man vor allem in europäischen Großstädten früh aufbrechen.