Monatsarchiv: Juni 2015

Reisekosten in den USA

Hinweis: 1 € entspricht etwa 1,13 $ (Stand: Juni 2015)

Normalerweise ist der Euro stärker, deshalb konnte ich in diesem Urlaub nicht von den sonst günstigeren Angeboten in den USA profitieren. Im Allgemeinen kamen mir die Preise sehr ähnlich vor, wie in Deutschland.
Ein Unterschied ist jedoch, dass die Preisangaben in den USA OHNE Mehrwertsteuer sind. Diese wird erst an der Kasse draufgeschlagen.
Außerdem herrscht dort eine ausgeprägte Trinkgeldkultur. Zum Beispiel werden Bedienungen im Restaurant (15-20%), Reiseleiter (5-10$ pro Tag) oder auch Angestellte in einem Touristenbüro (1-2$) extra bezahlt.

Lebensmittel

1l Wasser (mit Kohlensäure) 1 $
1l Fruchtsaft 3 $
12l stilles Wasser in 0,5l Flaschen 2,50 $
Bier im Supermarkt ca. 1$ pro Flasche (0,3l)
Malibu 12 $
Banane im Supermarkt 0,50 $
Apfel im Supermarkt 1 $
1 lb Erdbeeren/Kirschen im Supermarkt 3-4 $
Saure Süßigkeiten im Supermarkt 1 $
Wassereis an der Tankstelle 1,50 $

Reisekosten

In den USA ist alles für das Auto ausgelegt. Als Deutsche bin ich es gewohnt innerhalb von Städten zu Fuß oder zumindest mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut voranzukommen. In den USA geht das nicht so gut. Alles ist sehr weit auseinander und selbst mit dem Auto braucht man von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gerne mal 15min. Weiterhin sind die öffentlichen Verkehrsmittel nicht besonders gut ausgebaut. Hier hat man einfach ein Auto – am besten ein sehr großes. Oder vielleicht sogar ein Wohnmobil mit einem Auto hinten dran. Größer geht immer.

Des Weiteren muss man bei den Reisekosten auch berücksichtigen, dass manche Straßen Maut und die Nationalparks Eintritt kosten. Die Höhe variiert immer.

Shuttle Flughafen San Francisco – Zentrum 17 $
Shuttle vom Flughafen Las Vegas ins Zentrum 9 $
Taxi Las Vegas Grundpreis ca. 3 $, weitere Abrechnung je 1/4 Meile
4l Diesel/Benzin 3-4 $
SF: Bett im MBZ, Hostel 40$/Nacht
Las Vegas, DZ im Stratosphere Hotel 55$/Nacht
50min Helikopterflug über Grand Canyon 284 $

 

Ausgehen

Ab und zu muss das ja auch mal sein. Schnell was Kleines auf die Hand gibts in Amerika weniger, wenn dann findet man eher ein Stück fettige Pizza…
Beim Essen in Restaurants gibt es generell ein Glas Leitungswasser mit Eis gratis dazu.

Stück Pizza 16″ oder 2 kleine Stücke Pizza 7 $
Bagel im Schnellrestaurant 3 $ aufwärts
Mexikanisches Mittagessen im Imbiss 10 $ aufwärts
Glas Bier im Restaurant 3-5 $
Original Pretzel 3 $ aufwärts
Lemon Mixer (ähnlich Slush) 3,70 $
1 „Bällchen“ Eis (entspricht 2-3 Kugeln in Deutschland) 3,50 $

Postkarten

Schreibt ihr auch so gerne Postkarten, wie ich? Ist von den USA aus auch gar nicht übermäßig teuer 😉

Postkarte 0,35 – 1 $
Porto nach Europa / Asien 1,20 $

Las Vegas

Letzter Tag. Las Vegas. Die erste Nacht war kurz. Deshalb habe ich den Morgen gemütlich angehen lassen. Da Julia noch weiter in der Reisegruppe bleibt, musste ich auch nicht um 11 Uhr das Zimmer geräumt haben, sondern konnte das ganze auf den Nachmittag verschieben…

Den ganzen Tag über sind wir in einer kleinen Gruppe über den Strip flaniert – jetzt tun mir auch ordentlich die Füße weh… tagsüber wird es hier ziemlich heiß, aber da alle Hotels und Malls klimatisiert ist, kann man sich immer mal da rein begeben und abkühlen.

Am Abend habe ich dann das Hotel gewechselt und da ich als Gast des Stratosphere Hotels kostenlosen Zutritt des höchsten Turms von Las Vegas habe (auch für Gäste), sind gleich drei von der Gruppe mitgekommen. Gemeinsam haben wir uns die Stadt der Sünden von oben angesehen.
Leider mussten die anderen schnell wieder zum Rest der Gruppe zurück. Dort kommen heute neue Teilner dazu und es findet am Abend ein Willkommenstreffen statt.
Jetzt ist es auf einmal ziemlich einsam so alleine im Hotel zu sein. Vor allem nach 16 Tagen mit permanenter Action!

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Strip von oben

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Lichtermeer Las Vegas - man beachte die gerade ausgerichteten Straßen

Zion Canyon und Las Vegas

Heute Nacht hat es zum ersten Mal gewittert. Das fand ich ziemlich unheimlich in unserem Zelt unter den Bäumen.
Zum Glück ist nichts passiert.

Den Vormittag haben wir dann om Zion Nationalpark verbracht. Für mich wars jetzt nicht so interessant. Es ging hauptsächlich in der Schlucht am Fluss entlang oder steil bergauf.

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Ziom Nationalpark

Aber dafür war der Abend umso besser. Schon bei der Fahrt nach Las Vegas ist die Gruppe total abgegangen. Chris hat die Musik aufgedreht und spätestens beim Erreichen der Stadtgrenze saß kaum einer mehr auf seinen Plätzen. Alle haben im Gang getanzt und laut mitgesungen.

Um 20Uhr haben wir uns mit Pizza gestärkt und gemeinsam vorgeglüht für die zweistündige Fahrt mit dem Partybus. Auch hier wurde wieder getanzt. Das ist übrigens gar nicht mal so einfach, wenn der ganze Bus wackelt.
Einige waren auch schon ziemlich angetrunken und das ein oder andere Getränk ist auf den anderen oder dem Boden gelabdet.
Zwischendurch gabs immer mal Stops zum Aussteigen. So zum Beispiel auch bei der kleinen Kirche. Hier haben wir dann eine falsche Hochzeit gemacht. Tessa und Stefan haben sich bereit erklärt das Brautpaar zu sein. Natürlich mussten sie sich einen Kuss geben. Womit wohl keiner gerechnet hätte, war der ausgiebige Zungenkuss der sich daraus ergeben hat… ab dann wurde die Stimmung immer aufgedrehter und bei dem Lied „it’s gettinf hot in here.. so take off all your clothes“ hat es Emma dann wörtlich genommen und ihr Kleid ausgezogen. Roel konnte sein Glück wohl gar nicht fassen, jedenfalls sind ihm fast die Augen aus dem Kopf gefallen, als er die Emma im Tanga vor ihm stehen sah.
Um 23Uhr war die Fahrt mit dem Partybus beim Bellagio zu Ende.

Von hier aus habe ich mir Las Vegas dann auf eigene Faust angesehen und ein paar Nachtaufnahmen gemacht.
Ist aber alles brechend voll hier, deshalb bin ich nicht so ganz zufrieden mit der Ausbeute..
Naja morgen kommt die zweite Chance 😉

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Bellagio Fountains

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New York und der Strip

Bryce Canyon

Heute Morgen sind wir aufgewacht und es hat geregnet. Ganz klasse, weil wir dann die Zelte nass einpacken mussten…
Den Tag über kam auch immer mal was runter uns für die Nacht sind Gewitter angesagt. Kurz bevor wir unser neues Nachtlager erreicht haben, kam sogar dicker Hagel runter. Das wird eine spannende Nacht…

Nun aber zum Bryce Canyon: auch hier haben wir wieder eine kleine Wanderung gemacht. Die meisten aus der Gruppe können extrem schnell wandern und machen keine Fotos. Deshalb komme ich nie hinterher und habe mich dann schweren Herzens für den Canyon Rim entscheiden. Von oben aus hat man sowieso die beste Sicht.
Ich finde es schwer zu sagen, welcher Canyon oder welcher Ort allgemein am schönsten ist. Alle Orte hier sind umwerfend und ich habe das Gefühl, dass wir viel zu wenig Zeit haben, um die Natur so richtig zu genießen.

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Bryce Canyon

Beim Bryce Canyon kann man jedenfalls dichter an den Felsen entlang laufen und bekommt so einen guten Eindruck vom Nationalpark. Beim Grand Canyon war alles so enorm riesig, dass man die Größe gar nicht richtig erfassen konnte – nicht mal im Helikopter.

Arches Nationalpark

Seit zwei Tagen sind wir nun in Moab. Hier kommen überwiegend Abenteuerfreaks hin: man kann aus dem Flugzeug springen oder im Canyon klettern, im Colorado river raften oder auch einfach wandern gehen.

Tagsüber wird es allerdings viel zu heiß, um sich zu bewegen. Deshalb waren wir mittags im Pool.

Morgens und abends waren wir im Arches Nationalpark wandern.
Ich fands ziemlich anstrengend weil es so warm war. Aber für hübsche Fotos nehme ich ja gerne was auf mich 😉

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Delicate Arch

Monument Valley

Am frühen Abend haben wir Monument Valley erreicht. Hier wurden wir von einem Navajo Guide abgeholt, denn auch Monument Valley befindet sich auf dem Boden der amerikanischen Ureinwohner.
Mit einem Allrad-Jeep geht es dann ins Hinterland. Hier gibt es kein Wasser mehr. Alles muss mühsam dort hingebracht werden.
Auf dem Weg machen wir wieder ein paar Fotostops.
An einer Stelle kann man sich auf einem Pferd fotografieren lassen – kostet allerdings 5 $ extra.

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Monument Valley

Am Abend gibt es Tacos. Schmeckt fast so wie sonst, nur das Brot ist diesmal dicker.
Anschließend werden wir in die Kultur eingewiesen. Die Guides machen Musik und Tänze für uns, später müssen wir auch selbst tanzen.

In der Nacht haben wir die Wahl gehabt, ob wir in einem Hogan (Navajo Hütte) oder unter freiem Himmel schlafen wollen.
Fast alle entscheiden sich für draußen, da es dort etwas kühler ist. An die Tiere, die dort wohnen, möchte ich lieber nicht denken.
Da es recht windig ist, fliegt auch ganz viel Sand durch die Luft.
Am Morgen ist das ganze Gesicht und der Schlafsack voller Sand.
Besonders lang war die Nacht nicht, denn wir sind schon früh aufgestanden,  um den Sonnenaufgang anzusehen.
Vor unserer Abreise gab es dann noch ein leckeres Frühstück mit Obst und Müsli.

Antelope Canyon

Heute sollten wir eigentlich ausschlafen können. Darauf hatte ich mich schon gefreut und wollte 2, 5 Stunden vor der geplanten Abreise gemütlich Duschen gehen, doch dann hieß es wir müssen in 5 Minuten los.
Ganz klasse. Ohne Frühstück und Hals über Kopf sind wir aufgebrochen,  um Antelope Canyon zu besuchen. Dieser slot canyon war mir vor Anfang an am wichtigsten gewesen. Da der Antelope Canyon auf dem Land der amerikanischen Ureinwohner ist, brauchten wir auch einen Navajo Guide.
Von dessen Führung habe ich jedoch nicht viel mitbekommen,  da ich nur mit Fotografieren beschäftigt war. Und im Nu waren die 400 Fotos geschossen… leider waren wir zu früh dort,  so dass das Licht noch nicht durch den Spalt gekommen ist. Aber es war trotzdem sehr beeindruckend.

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Antelope Canyon

Anschließend ging es in Eile zurück zum Zeltlager. Angekommen sind wir um 11Uhr und eigentlich wäre das auch die Zeit gewesen zu der wir alles abgebaut haben sollten. Tja das wurde nix. Zum Glück hat keiner was gesagt.

Mittags haben wir einen enormen Staudamm besichtigt, den Glen Canyon Dam.
Er dient als Kraftwerk.
Hinter dem Staudamm befindet sich der künstlich angelegte See Powell.
Bis der See  komplett gefüllt war, hat es 17 Jahre gedauert.
Würde der Staudamm brechen,  würde das ganze Wasser den Grand Canyon fluten. Also bleibt zu hoffen, dass er hält.

Heute Abend werden wir ins Monument Valley fahren. Auch das ist wieder Navajo Ground, deshalb müssen wir wieder einen einheimischen Reiseführer bezahlen, um dort übernachten zu dürfen. Mehr dazu gibts dann im nächsten Bericht.

Horseshoe Bend und Lake Powell

Jetzt ist es schon Juni! Und es wird immer wärmer hier. Auch nachts kühlt es nicht mehr wirklich ab. Man braucht keine Jacke oder lange Hosen mehr.

Gestern haben wir den Grand Canyon verlassen. Doch bevor es soweit war, sind wir noch zum Grand canyon desert view point gefahren und haben einen letzten Fotostop gemacht.

Später haben wir Marble canyon erreicht. Hier gab es wieder ein Highlight für mich: Horseshoe Bend.
In der prallen Mittagshitze mussten wir etwa eine Viertelstunde vom Parkplatz zum Rand des Canyons laufen. Kam mir weiter vor, weil es kein Fitzelchen Schatten gab.
Doch der Anblick war es definitiv wert.

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Horseshoe Bend

Am Nachmittag haben wir Lake Powell erreicht. Hier haben wir unsere Zelte für die Nacht aufgeschlagen und sind uns dann im See abkühlen gegangen. Bei einem Bier haben wir den Sonnenuntergang beobachtet.

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Lake Powell

Grand Canyon

Gestern haben wir das heiße Scottsdale verlassen.
Als erstes sind wir zum Montezuma Castle gefahren.
Anschließend haben wir einen Stop beim Slide rock canyom gemacht. Hier war aber alles so voll, dass wir nicht am normalen Eingang parken konnten. Entsprechend haben wir nur einen steilen Trampelpfad gefunden, wo wir runter krackseln mussten. Kein Spaß in Flipflops! Aber alle haben es überstanden und als Belohnung gabs dann die Abkühlung im Wasser.
Am Nachmittag haben wir den Grand Canyom erreicht.
Hier haben sich die Guides einen Spaß erlaubt und wir mussten Papiertüten bemalen und über unseren Kopf stülpen. Dann sind wir in einer Reihe zum Rand des Canyons gelaufen und waren das Gespött der Touristen. Auf 3 durften wir die albernen Tüten abziehen und hatten einen atemberaubenden Ausblick.
Getoppt wurde das vom Sonnenuntergang, den wir natürlich auch angeguckt haben.
Abends wird es hier sehr kalt. Das wussten wir nicht und hatten keine Jacken dabei.. Umso schöner war es als wir uns bei einer Pizza aufwärmen konnten.
Am nächsten Morgen haben wir uns dann um 4 Uhr aus den Schlafsäcken gequält, um auch den Sonnenaufgang über dem Canyon zu beobachten.
Getoppt wurde das ganze dann noch von einem Helikopterrundflug über den Canyon. Nur von oben hat man eine wirklich gute Sicht. War zwar teuer, aber wirklich klasse!
Den Rest des Tages habe ich dann am South Rim verbracht und etliche Fotos aufgenommen.
Für mich hat definitiv jetzt der beste Teil der Reise begonnen.


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Montezuma Castle


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Sliderock canyon


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Sonnenuntergang beim Grand Canyon

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Pizza

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Grand Canyon


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Besucher auf dem Campingplatz