Monatsarchiv: September 2016

Hindernisse bei Reisefotos und wie man sich behelfen kann

Schon lange vor dem Abreisetag beschäftige ich mich mit den optimalen Fotostandorten und versuche das restliche Sightseeingprogramm um die besten Uhrzeiten herum zu planen. Am liebsten fotografiere ich zur blauen Stunde, da dann mehr Kontrast vorhanden ist, als tagsüber. Trotzdem kann ich nicht alle Hindernisse vorher absehen und immer wieder stoße ich unterwegs auf die unterschiedlichsten Schwierigkeiten. In diesem Beitrag habe ich euch zusammengefasst, worüber ich mich vorab informiere und wie ich dafür sorge, dass die Fotos dann möglichst so werden, wie ich sie mir vorgestellt habe.

Bei Hochhäusern vorher über Verbote informieren

Von oben hat man einen super Überblick und könnte super Fotos machen. Doch meistens ist es auf Hochhäusern verboten umfangreiches Foto-Ausrüstung mitzunehmen. Stative sind fast auf jedem Hochhaus verboten. Um den Ärger an der Sicherheitskontrolle zu umgehen, lasse ich hier mein Stativ gleich im Hotel.
Über Freunde, die vorher an dem Ort waren oder auch über Portale wie tripadvisor kann man herausfinden, wie die Aussichtsplattform beschaffen ist: kann man rausgehen oder ist alles verglast? Ich bevorzuge ja immer die Freiluftplattformen. Am besten nur mit Mauern, ohne Glas davor, damit keine Spiegelungen auf den Bildern sind. Bestenfalls ist die Mauer so breit, dass man die Kamera mal ablegen kann (wenn schon keine selbst mitgebrachten Hilfsmittel erlaubt sind). Je professioneller die Ausrüstung aussieht, desto schwieriger ist es seine Ausrüstung reinzuschmuggeln. Manchmal kann man aber trotzdem einen Gorillapod mitnehmen, wenn kein Stativ erlaubt ist.

Früh den Platz sichern

Allgemein lohnt es sicht schon sehr zeitig am Fotostandpunkt einzutreffen. Gerade an beliebten Orten finden sich zu gewissen Uhrzeiten (vor allem zur Sonnenuntergangszeit) doch etliche Menschen zusammen. Wer zuerst kommt, steht in der ersten Reihe. Oder noch besser: man sitzt in der ersten Reihe, wenn man sich eine Parkbank ergattern konnte. Gerade wenn es sich um ein Abendshooting handelt, nach einem langen Sightseeing-Tag, dann tun schnell die Beine weh und so eine Bank ist wirklich klasse. Außerdem ist keiner mehr vor einem und hampelt im Motiv herum. Vor allem in New York auf den Hochhäusern wird es abends mega voll und es ist allemal besser eine Stunde auf der Plattform rumzustehen und zu warten, als den Sonnenuntergang ,auf Einlass wartend, im Treppenhaus zu verbringen.

Gegen den Strom schwimmen

Während abends alles voll ist, stehen morgens nur sehr wenige Menschen früh auf. Der Sonnenaufgang ist eigentlich genauso fotogen, wie der Sonnenuntergang, nur hat man hier seine Ruhe.
Monument Valley

Zur richtigen Zeit den Auslöser drücken

In großen Städten ist viel Verkehr. Vor allem bei Langzeitbelichtungen und Belichtungsreihen stört jedes Auto, Schiff, Flugzeug und jeder Zug, der während der Aufnahme durch das Motiv fährt oder fliegt. Von daher bietet es sich an schon bei der Wahl des Standorts so zu stehen, dass man möglichst viele Störfaktoren ausschließen kann. Das geht natürlich nicht immer, gerade in Städten wie New York, wo es gleich drei große Flughäfen gibt. Aber hier kann man darauf achten, dass man sein Foto so auslöst, dass während der Aufnahmezeit gerade nichts in dem Aufnahmebereich unterwegs ist.
Auch wenn es vor Ort sehr nervig sein kann: ich freue mich, wenn pro Shooting wenigstens ein schönes Bild rausgekommen ist!
NYC Sunset