Monatsarchiv: Dezember 2016

Kurzbesuch in Greetsiel

Nach zweieinhalb Tagen in Norddeich reicht es uns so langsam. Wir wollen mal raus. Eigentlich am liebsten auf die Insel Norderney, aber entgegen der guten Wettervorhersage ist alles grau und ungemütlich. Daher heben wir uns die Insel lieber noch auf – vielleicht wird es ja die nächsten Tage noch mal schöner.

Stattdessen sind wir dann mal in den Nachbarort Greetsiel gefahren. Hier gibt es keinen Strand, dafür aber zwei Windmühlen, kleine Läden, Restaurants und etliche Teestuben.
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Windmühlen in Greetsiel

Auch Greetsiel ist klein und wir sind schnell fertig. Also schauen wir uns auch noch Norden an. Hier gibt es immerhin eine Einkaufsstraße und wir essen das erste Fischbrötchen des Urlaubs. So nah am Meer schmeckt es auch irgendwie am besten – vermutlich weil der Fisch hier noch frischer ist.

Spontaner Ausflug an die Nordsee

Eigentlich war ich dieses Jahr ja schon ziemlich viel in der Welt unterwegs, aber wenn sich eine neue Option ergibt, kann ich auch nicht nein sagen. So kam es. Kurz vor Weihnachten wurde noch schnell ein Zugticket gekauft und eineinhalb Feiertage am Meer verbracht. Übrigens kann ich Zufahren am 25.12. sehr empfehlen. Es ist sehr ruhig. Die letzte Stunde saß ich ganz alleine im Wagen – fast schon unheimlich, aber immerhin muss man dann kein Geld für Sitzplatzreservierungen verschwenden. 😉

Das Wetter an der Nordsee ist natürlich nicht so pralle. Es ist kalt und windig, aber das war ja auch schon vorher klar.
Der erste Tag ist von Sturm geprägt. Zwischendurch kommen immer mal wieder Hagelschauer vom Himmel. Doch pünktlich zum Sonnenuntergang klart es mal kurz wieder auf. Mein Ziel „Fotos in den Dünen machen“ gestaltet sich schwieriger als erwartet. Es wird so viel feiner Sand aufgewirbelt, dass ich kaum gucken kann. Mehr als 5 Motive gibt es nicht, bevor die Sonne verschwindet. Aber Kameraschutz geht vor. Bei jeder starken Böe stellen wir uns schützend vor das Equipment. Natürlich muss alles abends noch entsandet werden – das ist immer am nervigsten…
Sonnenuntergang in Norddeich am Strand

Sonnenuntergang hinter den Dünen Norddeichs

Neuer Tag, neues Glück. Die Sturmflut ist vorüber und der Wind hat an Kraft verloren.
Viele Fotomotive gibt es in Norddeich nicht, daher warte ich wieder auf den Sonnenuntergang. Immer wenn die Sonne tief steht, hat die Landschaft dieses ganz besondere Licht und vor allem jetzt wo die Tage so kurz sind, ist es auch überhaupt kein Problem zur passenden Zeit wach und draußen zu sein.
Passenderweise ist gerade abends Ebbe und ohne den Wind kann man tatsächlich aufs Watt gehen – in Gummistiefeln. Das war eine super Investition! Es wird Zeit das Islandwissen wieder anzuwenden und für die besten Perspektiven muss man nun mal oft die bequemen Wege verlassen. Also kämpfe ich mich mit Stativ, Kamera und Filtern durch das Schlickwatt. Ist lange her, dass ich zuletzt hier war. Ich hatte schon verdrägt, wie anziehend es für die Füße ist. Ein paar Mal dachte ich schon meine Gummistiefel würden feststecken. Hatte dann zum Glück noch mehr Kraft, als der Boden und konnte sie retten..
Nach dem Watt

Sonnenuntergang im Watt

Sonnenuntergang im Watt