Monatsarchiv: Juni 2017

Ressourcen auf Reisen

Für meine Reiseplanung verwende ich immer die gleichen Ressourcen. Sie haben sich über Jahre bewährt und deshalb möchte ich sie euch gerne weiterempfehlen!

Finanzen

DKB – die beste Kreditkarte auf Reisen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man im Ausland bezahlen kann. Für mich hat es sich bewährt das Geld immer erst im Reiseland selbst abzuheben (hier sind die Umrechnungsgebühren am günstigsten). Vor allem im außereuropäischen Ausland benötigt man zum Bezahlen eine Kreditkarte. Je nach Bank kann die Kontoführungs- sowie Kreditkartengebühr sehr teuer sein. Davon hatte ich jedoch die Nase voll und bin nun schon seit ein paar Jahren zufriedene Kundin der DKB. Für eine Reisetante wie mich geht es kaum besser: es gibt keine Kontoführungsgebühren und die weltweit funktionierende VISA Karte gibt es kostenfrei dazu. Getestet habe ich die Karte auch schon in mehreren Ländern auf vier verschiedenen Kontinenten und es gab nie Probleme damit. Selbst das Geldabheben ist kostenfrei und zwar weltweit! Man braucht sich also keine Gedanken mehr zu machen, welchen Geldautomat man nimmt.

Unterkünfte

Booking.com

Die Wahl der richtigen Unterkunft ist jedes Mal aufs Neue eine kleine Herausforderung. Ich bevorzuge preiswerte Hotels in einer guten Lage, mit eigenem Zimmer und Badezimmer. Kostenfreies WLAN und Frühstück sind Bonuspunkte. Damit ich alle verfügbaren Unterkünfte schnell auf diese Merkmale hin vergleichen kann, verwende ich immer www.booking.com. Hier sind die Merkmale immer an der gleichen Stelle positioniert. Würde man die Webseite jedes Hotels einzeln aufrufen, müsste man sich immer wieder mühsam durchsuchen, wo man die gewünschten Anforderungen findet, wenn man denn die Sprache überhaupt versteht. Außerdem erhält man nach einigen Buchungen den Genius-Status und somit noch gesonderte Rabatte und Vorteile, wie zum Beispiel einen früheren Check-In oder späteren Check-Out.

15€ für die erste Übernachtung geschenkt
Gerade gibt es eine Aktion von booking.com für die erste Übernachtung. Alles was du dafür tun musst, ist über diesen Link zu buchen. Nach deinem Aufenthalt in dem gebuchten Hotel, werden dir 15€ für die nächste Buchung gutgeschrieben.


Booking.com

Airbnb

Falls ich aus irgendwelchen Gründen dort noch nicht fündig werde, habe ich seit Kurzem airbnb entdeckt. Hier können Privatleute ihre Unterkünfte anbieten. Die Unterkünfte variieren von einem Zimmer in einer geteilten Wohnung bis hin zu einem eigenen Haus. Es ist gut möglich auch recht kurzfristig hier noch eine zentral gelegene Unterkunft zu einem günstigeren Preis zu finden.

Flugsuche

Skyscanner

Wenn ich nach Flügen suche, verwende ich meistens www.skyscanner.de (außer ich weiß schon genau mit welcher Airline ich fliegen möchte). Hier werden nicht nur Direktflüge gefunden, sondern auch Flüge mit Zwischenlandungen oder Fluglinienkombinationen. So kann man sich einen guten Überblick verschaffen, welche Routen und Wochentage in Frage kommen und welchen Flughafen man vielleicht auch als Stopover einbauen könnte. Falls die Preise noch höher sind, als man bezahlen möchte, kann man sich auch einen Preisalarm aktivieren – so erhält man eine E-Mail wenn die Flugpreise gefallen sind und kann dann buchen.

Kurztrip nach Hamburg

Ein neuer Feiertag, ein neuer Brückentag: also auch eine neue Reise. Die Zeit muss schließlich genutzt werden.

Für diese vier Tage steht Hamburg auf dem Programm. Zwar war ich hier schon mehrfach, aber nie mit Spiegelreflexkamera. Das heißt hier gibt es noch Fotomotive, die auf mich warten. 

Der ganze Ausflug war eine sehr kurzfristige Sache, deshalb waren auch keine tollen (bezahlbaren) Hotels mehr frei, ebenso Zugtickets. Daher dachte ich wir könnten ja mal den Flixbus testen. Hier muss man nicht umsteigen, das hörte sich lukrativ an. Im Nachhinein finde ich die Bahn auf langen Fahrten doch angenehmer und auch die Reise mit dem Postbus nach Dresden letztes Jahr war entspannter. Beim Postbus werden längere Pausen gemacht, ansonsten ist der Komfort im Fernbus recht ähnlich. Es gibt WLAN und eine Steckdose, somit kann man sich die Zeit am Handy vertreiben…

Mit dem Wetter haben wir nicht so viel Glück. Am ersten Abend schüttet es wie aus Eimern. Daher drehn wir eben direkt nach der Alsterumrundung wieder um. Für Freitag sieht das Wetter vielversprechend aus. Es soll leicht bewölkt sein. Froher Dinge laufen wir los zur Speicherstadt. Erster Regenschauer. Das habe ich mir anders vorgestellt. Wir warten unter einem Hausvorsprung, bis es aufhört. Dann gehen wir weiter. 

Seit kurzem ist die Elbphilharmonie fertig und für Besucher geöffnet. Die Tickets kosten nichts, entsprechend viel Andrang herrscht dort. Doch die Schlangen werden schnell kleiner und nach wenigen Minuten stehen wir auch schon auf der langen Rolltreppe, auf dem Weg zur Aussichtsplattform. Diese liegt über dem  gemauerten Sockel und führt 360° herum. An den interessanten Seiten staut es sich, ansonsten ist die Aussichtsplattform sehr für Fotografen geeignet. Man darf sogar ein Stativ mitnehmen und mit viel Geduld, an einem windstillen Tag, könnte man von hier oben ganz gut fotografieren. Wir haben aber richtig starke Sturmböen zwischendurch, da kann man ernsthafte Fotos vergessen.

Als nächstes geht es zu den Landungsbrücken. Von hier aus erhoffe ich mir eine gute Sicht auf die Elbphilharmonie, aber natürlich kommt auch hier etwas dazwischen: eine Baustelle. Nächste Idee: anderes Ufer. Nur wie kommt man da hin? Meine Fotorecherche hat keine tollen Fotos vom anderen Ufer gezeigt: kommt man dort hin? Wir probieren es einfach aus: durch den alten Elbtunnel laufen wir zum anderen Ufer. Hier gibt es tatsächlich eine Aussichtsplattform. Mist, hier versauen drei Poller die Sicht. Aber eine Wiese in der Nähe scheint einen unverbauten Blick zu ermöglichen. Nur noch einen Schlenker um einen Wasserarm und schon sind wir da. Ganz ohne andere Touristen, der Umweg ist zu weit. Hier stehen wir und bereiten die Fotos vor, einsam auf der Wiese, abseits von allem und aus den “leichten Wolken“ kommt ein dicker Regenschauer herunter. Keine Chance zum Kamera wegpacken oder sich selbst unterzustellen. Also schmeißen wir schnell die Regenhülle des Rucksacks über Kamera und Filter und lassen den Rest passieren. Der neue Kamerarucksack ist gegen leichten Regen von sich aus geschützt. Insofern ist dort auch glücklicherweise noch alles trocken. Nur wir sind von hinten nass. Die Fotos von der Elbphilharmonie sind nichts geworden, weil die Windböen zu stark an der Kamera gewackelt haben. Ständig neue Hindernisse. Wir gehen zurück zum Elbtunnel. Bis wir ankommen hat der Sturm uns fast komplett getrocknet. Trotzdem wird es Zeit für eine lange Kaffeepause bei Starbucks. Die Füße danken uns. Nachdem die Kleidung gewechselt ist (deutsche Sommerabende: lange Hose und 1-2 Jacken) und wir uns mit Abendessen gestärkt haben, geht es wieder los. Mein Blaue Stunde Motiv ist erneut die Speicherstadt. Das gleiche denken sich auch andere Fotografen und so belagern wir die ganze Brücke. Die meisten haben eine Begleitung ohne Fotointeresse dabei, die auf die unterschiedlichsten Arten wartet. Eine Frau hat sich eine Flasche Wein mitgebracht und trinkt sich den Abend schön. Gar keine so schlechte Idee. Wenigstens klappen die Fotos hier und ich habe das erste Motiv im Kasten! Da die Dämmerung hier lange hält, gehen wir auch noch weiter zu den Hause Magellanterrassen.

Nun reicht s für einen Tag. Der Schrittzähler steht bei 36000 Schritten und knapp 25km. Wir fallen ins Bett und freuen uns, dass die Füße jetzt nichts mehr tun müssen.

Die Fotos von Hamburg findet ihr übrigens in der Rubrik Fotos/Europa/Deutschland.

Wasserbombenshooting – so geht es

Ich probiere gerne mal neue Motive aus. Da kam mir ein ein Wasserbombenshooting gerade recht. Vor allem bei heißem Wetter ist es eine super Abkühlung.
Mittlerweile habe ich schon zwei derartige Shootings durchgeführt. Das erste bei Nacht, das zweite bei Tag. Es geht also beides, jedoch kann ich Nachtaufnahmen mehr empfehlen. Nachts macht es nicht so viel aus, wenn man ein bisschen wackelt, weil der Blitz alles gut einfriert. Tagsüber hatte ich größere Probleme still zu halten und mein Kopf ist auf manchen Aufnahmen verwackelt.

Aus Reflex macht man immer die Augen zu, wenn eine Wasserbombe runterfällt, daher habe ich den gleichen Trick, wie beim Holishooting angewendet. Immer zwei Bilder in der gleichen Position machen: zuerst mit geöffneten Augen ohne Wasserbombe, dann mit geschlossenen Augen und mit Wasserbombe. Später am PC müssen die Augen dann in das Wasserbombenbild retuschiert werden.

Wenn es nicht gleich funktioniert: nicht direkt aufgeben. Wir mussten auch ein bisschen experimentieren, bis die Wasserbomben geplatzt sind und die Kamera wirklich zum richtigen Zeitpunkt ausgelöst hat (hier lohnt sich eine Kamera, die schnell speichert. Hier merkt man das Alter meiner 7D: wir hatten immer Wartezeiten zwischen dem Augen-Offen-Bild und dem Wasserbomben-Bild, bis Kamera und Blitz für eine neue Aufnahme bereit waren).

Das braucht man:

  • einen dunklen Vorhang für einen neutralen Hintergrund

    Ich verwende folgendes System. Es ist recht günstig und gut zu transportieren. Für meine Zwecke reicht es vollkommen aus, da ich nur selten „Studiobilder“ mache. Der Vorhang ist mega lang und breit und eignet sich auch für Shootings mit mehreren Personen.

  • Kamera, Stativ, Blitz
  • Lichtschranke, welche Kamera und Blitz auslöst (in unserem Fall selbstgebaut, die gibt es aber auch fertig zu kaufen)
  • wirklich volle Wasserbomben (sonst platzen sie nicht)
  • Reißzwecken, die auf dem Kopf platziert werden, damit die Wasserbomben direkt beim Aufprall platzen
  • Helfer, die die Wasserbomben aufhängen und fallen lassen
  • Handtuch und ein Set trockene Wechselklamotten
  • dunkles Oberteil: sonst wird es schnell durchsichtig

Hier könnt ihr euch das zum Making Of ansehen:



Weitere Shootings

Seid ihr interessiert an weiteren kreativen Shootings? Dann schaut doch auch bei meiner Anleitung für Holishootings vorbei.