Palme und Meer

Gestern stand die Palme auf de Programm. Besonders gut erreicht man die nicht mit Bus/Bahn, daher sind wir gelaufen. Es gab sogar meistens einen Gehweg, was in Dubai nicht selbstverständlich ist. Eigentlich ist es sogar sehr ungewöhnlich, aber da unsere Strecke durch das Universitätsviertel führt, wo viele Studenten zu Fuß unterwegs sind, haben sie hier die richtigen Vorkehrungen getroffen. Den Palmenstamm sind wir dann weiter mit der Monorail gefahren, um dann den äußeren Rand abzulaufen. Der Bordwalk hat gerade erst eröffnet und so ganz fertig ist er auch noch nicht. Naja, immerhin sind hier auch fast keine anderen Touris. Und dann laufen wir als weiter und weiter. Die Sicht ist miserabel, alles grau wie Deutschland, nur ca. 30° wärmer, was die Sache nicht besser macht. Am Ende angekommen haben wir eine Aussicht auf das Burj al Arab und das Wellenhotel daneben. Wäre es nicht so trüb, hätte Burj Khalifa genau dazwischen durch geguckt.. schade. 

Dann ist uns so heiß, dass wir ein Stück mit dem Taxi nehmen, dann wieder mit der Monorail zurück zum “Festland“. Hier wollten wir uns jetzt eigentlich auch ein Taxi gönnen. Aber es stehen nur die teuren, schwarzen Taxis da. Das bringe ich dann doch nicht übers Herz. Dank Indien kann ich jetzt schon glaubwürdig nein sagen und wieder weg gehen. Sofort wird ein Rabatt angeboten: von 80 auf 50. Immer noch zu viel hoch, aber ich bin zufrieden mit meinem Durchsetzungsvermögen und wir gehen zur Tram Station. Eigentlich müssen wir Luftlinie nur gerade aus: vom Meer zur Wüste, aber in dieser Richtung gibt es keine Verbindung. Deshalb fahren wir mit der Tram von links nach rechts, so lange bis es einen Umstiegsbahnhof zur Metro gibt. So kommen wir zu zweit für 6AED zurück.

Gegen die Hitze hilft jetzt nur eins: ab in den Pool. 

Erst am Abend gehen wir wieder los. Jetzt sind die Temperaturen angenehm. Wir machen eine Bootsfahrt mit Captain Jack, einmal um Dubai Marina herum. Diesmal ist das Wasser ruhig und es ist richtig schön.

Dubai Marina Skyline

Anschließend essen wir in einem traditionellen Restaurant. Eigentlich ist es ein jemenitisches Restaurant, aber das Essen in den arabischen Ländern ähnelt sich. Wir müssen auf dem Boden sitzen und es wird eine große Platte Reis gebracht. Den kann man, wenn man es schafft, mit der Hand essen. Ich gebe irgendwann auf mit der Sauerei und mache mit dem Löffel weiter. Auch eine Scheibe Hähnchen, Suppe und Rohkost werden serviert. Zum Nachtisch nehmen wir Kunafa, irgendein Gebäck mit Käsefüllung und Zuckersirup. Das Essen ist sehr lecker, bisher das beste Essen der Reise. Mal schauen, wer das noch toppen kann. Lediglich der Komfort war nicht so gut. Nach kürzester Zeit ist das Bein eingeschlafen, weil wir es einfach nicht gewöhnt sind, lange im Schneidersitz zu hocken.

Dann machen wir noch ein paar Nachtfotos von Dubai Marina und Burj al Arab (leider ist es immer noch sehr diesig) und fallen müde ins Bett.