Airline-Review: Emirates

Mittlerweile habe ich schon über 50 Flüge hinter mir und etliche Stunden in der Luft verbracht. Gerade wenn das Reiseziel weiter entfernt ist und der Flug länger dauert, ist es wichtig so angenehm wie möglich zu verreisen. Daher möchte ich euch meine Lieblingsairline Emirates mal genauer vorstellen.
Mit Emirates bin ich 2014 in sieben Einzelflügen von Deutschland nach Neuseeland und zurück geflogen – quasi einmal um die Welt – und habe etwa 50 Stunden in der Luft verbracht. Natürlich fliegen auch etliche andere Airlines die gleiche Strecke, aber die Entscheidung für Emirates war schnell getroffen: hier ist es nämlich möglich Zwischenlandungen zu einem Stopover zu verlängern ohne einen Aufpreis zu zahlen. Vor allem Dubai bietet sich für einen mehrtägigen Aufenthalt super an. Nebenbei kann man sich die Flugzeit pro Tag auf diese Weise verkürzen und auch die Zeitverschiebung zwischen den verschiedenen Orten ist nicht so groß.

Downtown Dubai

Stopover in Dubai

Will man möglichst schnell ans Ziel kommen, fällt der Aspekt weg, aber auch in der Luft gibt es diverse Vorteile.

Die Maschinen

Die Flugzeugflotte ist sehr neu. Entsprechend sind die Maschinen ruhiger. Selbst wenn man direkt neben dem Triebwerk sitzt, hält sich die Lärmbelästigung in Grenzen. Auch beim Einsteigen hat man ein angenehmes Gefühl: aus den Lautsprechern kommt ein Boarding-Song, der einen schon in östliche Urlaubsstimmung versetzt.

Das Einsteigen erfolgt in Boardingzonen (First Class, Business Class und Skyward Mitglieder zuerst, dann von hinten nach vorne). Wer schon einmal mit Ryanair geflogen ist, weiß hier besonders zu schätzen, dass alles ruhig abläuft und man nicht gehetzt wird sich schnell hinzusetzen und 5 Minuten später abzuheben. Wenn alle Passagiere an Bord sind, gehen die Stewardessen mit warmen, feuchten Handtüchern durchs Flugzeug, mit denen man sich erfrischen (und danach sauberer fühlen) kann.

Utensilien an Bord

Je nach Fluglänge und Tageszeit variieren die Utensilien.
Bei Kurzstrecken erhält man Kopfhörer, damit man sich die Filme anhören kann (hier passen aber auch normale Kopfhörer rein).
Ab Mittelstrecken gibt es auch noch ein Kissen und eine Decke an jedem Platz. Außerdem gibt es drei verschiedene Aufkleber, die man an seiner Kopfstütze befestigen kann. Diese signalisieren der Stewardess, ob man lieber schlafen möchte oder ob sie einen für Essen aufwecken sollen (das hätte ich bei KLM auch gerne gehabt, denn so habe ich leider das Eis zwischendurch verpasst).
Bei langen Nachtflügen erhält man zusätzlich ein hübsches Täschchen mit einer Zahnbürste, Schlafmaske und Thrombosesocken.

Einziger Nachteil bei Emirates ist: man muss die Decken und Kopfhörer kurz vor der Landung (und nicht erst danach) wieder abgeben.

Bordunterhaltung

Weiterhin sind (zumindest bei weiteren Strecken) alle Plätze mit einem eigenen Bildschirm ausgestattet. Hier kann man sich vom Boarding bis zur Landung mit Filmen, Serien, Musik und Spielen beschäftigen oder verfolgen, über welche Region das Flugzeug gerade fliegt. Auch eine Außenansicht nach vorne ist möglich – besonders spannend beim Starten und Landen…
Bildschirme gibt es auch bei anderen Airlines, aber die Filmauswahl bei Emirates ist wirklich enorm groß. Über 1500 Kanäle hat man zur Auswahl (im Vergleich dazu meine letzten Flüge mit KLM oder Delta: hier gab es nur eine Hand voll Filme).

Essen

Besonders gut ist mir auch das Essen in Erinnerung geblieben. Alle Mahlzeiten bei Emirates sind „halal“. Das heißt es wird kein Schweinefleisch serviert. Man hat vorab die Auswahl welches Gericht man essen möchte. Die Liste umfasst bestimmt zwanzig verschiedene Varianten, so dass Lebensmittelunverträglichkeiten kein Problem mehr darstellen: dann bestellt man eben gleich das laktosefreie Gericht oder aber einen Obstteller statt einer warmen Mahlzeit. Wählt man ein „Sondergericht“, wird das dem Sitzplatz zugewiesen und man wird sogar vor den „Standardgerichten“ bedient.
Wählt man vorab das Standardgericht, hat man im Flugzeug meist die Wahl zwischen einem Hühnchen, Lamm, Rind oder Fischgericht. Was genau es bei dem jeweiligen Flug gibt, kann man der Speisekarte im Vordersitz entnehmen.

Flugzeugessen Emirates

Flugzeugessen bei Emirates

Getränke sind alle frei, egal ob Wasser, Limo, Saft, Bier oder Wein. Und auch egal wie viel. Wenn man Durst hat, ruft man einfach eine Stewardess zu sich und lässt sich mehr bringen. Oder man geht zu den Bordküchen und kann sich dort von den vollen Tabletts bedienen.

Gratis Rail&Fly

Zu guter Letzt noch das Sahnehäubchen oben drauf: seit kurzem bietet Emirates auch in Deutschland Rail&Fly Tickets gratis zum Flug an. So kommt man kostenlos zum Flughafen und zurück. Bisher ist mir noch keine andere Airline aufgefallen, die das ebenfalls anbietet.

Na, habt ihr jetzt auch Lust auf Emirates bekommen? Dann schaut euch doch noch das neue Werbevideo an:

Kontakt