Asien Teil 4: wir reisen weiter nach Indonesien

Unsere vier Tage in Singapur sind schnell vergangen und heute wird es Zeit das Land zu verlassen. Wir haben eine Fähre nach Bintan, Indonesien gebucht. Hier machen auch gerne die Einwohner Singapurs mal Urlaub, weil es nicht weit weg ist. Auf Bintan gibt es massenhaft abgeschiedener Resorthotels mit Pool und Privatstrand, wo man sich vom Stadtleben erholen kann. Allerdings muss man erst mal hinkommen. Für mich war die Anfahrt das schlimmste. Nicht wegen dem Wellengang, eigentlich war die Überfahrt sehr ruhig. Sondern wegen den vielen anderen Fahrgästen denen die Fahrt nicht bekommen ist. Ständig hört man Husten und dann läuft wieder ein armes Wesen herum, um die gefüllten Tüten zu entsorgen. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Wieso fährt man eigentlich Schiff, wenn man es nicht verträgt? Total widerlich. Bei der Rückfahrt plane ich mich mit Kopfhörern und Musik, sowie eingemummelt in meinen Schal davon abzuschotten. Hoffentlich klappt es.

Nun ja. Mittags haben wir dann Bintan erreicht. Sofort ist klar, der Standard der letzten Tage kann nicht erhalten bleiben. Schon die Fähre sieht sehr asiatisch aus. Die Sitze haben so komische Muster und Farben, das wäre in Deutschland vielleicht mal in den Siebzigern so durchgegangen. Das Terminal sieht auch schon schäbig aus, so dass ich nicht mal auf die Toilette gehen möchte. In unserem Shuttlebus zum Hotel klappert alles und ich bin froh über meinen Entschluss niemals mit einer indonesischen Airline zu fliegen. Wenn im Bus was abfällt, kann man stehen bleiben, in Flugzeug ist das weniger cool.

Wir erreichen das Hotel. Die Lobby ist komplett ohne Wände. Nur so ein paar Ventilatoren gibt es, die die drückend heiße Luft vorsichtig hin- und her bewegen. Wir werden mit einem wässrigen Willkommensdrink und einer Tanzvorführung begrüßt. Netterweise ist schon ein Zimmer frei. Das ist auch klimatisiert und fühlt sich an wie ein Kühlschrank. Besser als draußen! Aber ehrlich gesagt hätten wir uns von einem fünf Sterne Luxusresort mehr erhofft. Das Badezimmer gleicht eher einem heruntergekommenen 2-3* Hotel in Europa. Sogar unser Etap Hotel war da noch schöner. Naja, wie gut, dass wir hier nicht knauserig waren. Nach Indien wissen wir, dass billige Hotels in Asien unseren Ansprüchen nicht mehr genügen.

Nun aber zum schönen Teil: es gibt WLAN. Der Empfang reicht über die ganze Hotelanlage aus und Benedikt ist sehr glücklich darüber. Die Pokemonjagd geht weiter. Mir solls recht sein, denn ich kann derweil ja im Pool baden oder am hübschen Strand entlang laufen ud Fotos machen. Zum Baden ist er nicht geeignet, es gibt möglicherweise Feuerquallen, Ölkügelchen und viel Müll. Dadurch dass niemand dort badet, muss ich aber auch keine Menschen aus den Fotos retuschieren. Hat auch wieder Vorteile! Der Pool hat eie Bar, die man vom Wasser aus erreichen kann, das finde ich klasse. So braucht man an richtig ekligen Tagen gar nicht mehr aus dem Wasser raus zu gehen 🙂 die Bar wollen wir morgen mal austesten.Bintan Strand