Besuch in der heiligen Stadt Pushkar

Nach fünf Stunden Busfahrt über alle Arten von Straßen und mit 2-3 (sehr) angeschlagenen Mitreisenden, haben wir die heilige Stadt Pushkar erreicht.
Pushkar heißt auf deutsch “Blumenhand“. Das passt auch ganz gut, da es ein religiöses Ritual ist Blumen in den See zu legen.
In ganz Pushkar dürfen Frauen keine Schultern und Knie zeigen. Ist ja auch kein Problem, einfach die langen Hosen anziehen und einen abschwitzen in der Wüste. Männer hingegen dürfen sich kleiden, wie sie wollen. Für alle verboten ist fairerweise der Konsum von Fleisch und Alkohol. Was ich ja extrem frech finde ist die Tatsache, dass hier Polizisten und Restaurantbetreiber gemeinsam gegen die Touristen vorgehen, indem sie Alkohol im Restaurant anbieten. Wenn dann die Gäste ein alkoholisches Getränk bestellen, rufen die Betreiber die Polizei an. Diese verlangt dann ein Strafgeld von den Gästen und teilt dieses später mit den Restaurantbetreibern auf.
Je mehr man erfährt, desto unwohler fühlt man sich. Wem kann man überhaupt noch vertrauen?
In Pushkar gibt es einen heiligen See. Hier laufen den ganzen Tag religiöse Rituale ab, für die die Inder oft Blumen mit ins Wasser nehmen. Auf den Straßen bieten die Händler Blumen oder auch nur Blütenblätter für den Zweck an. Doch unser Reiseleiter hat uns ausdrücklich davor gewarnt etwas davon anzunehmen, denn anschließend würde man gezwungen das Ritual durchzuführen und anschließend eine horrende Summe dafür abzudrücken.
Fotos sind am See ebenfalls verboten. Voll die Spaßbremse, dieser Ort hier. Die Inder machen aber ganz selbstverständlich Fotos von uns Touristen ohne zu fragen, ob wir das erlauben.