Da sind die Nordlichter

Nordlichter

Nordlichter

Es ist gar nicht einfach die Nordlichter zu sehen. Erstes Problem sind die Wolken. Wenn der Himmel nicht klar ist, kann man die Nordlichter nicht sehen. Folglich fahren wir den ganzen Tag herum und vertrauen darauf, dass die Wetterapp ein Stückchen freien Himmel vorhersagt. Naja, das Wetter hier ist sehr wechselhaft, aber ein bisschen Verlass ist schon auf die App. Wir sehen die Sterne und hoffen, dass die Nordlichter an der richtigen Stelle für unsere Komposition auftauchen. Das tun sie natürlich nicht. Genau genommen sehe ich auch die ersten Lichter gar nicht, Shadi allerdings schon, er hat die Augen auf Nachtfotografie trainiert. Im Foto sind sie dann allerdings sichtbar und schwupps wieder weg. Sie können jederzeit auftauchen. Deshalb bleiben wir stehen und warten. Und warten. Und warten. Dann sind sie wieder da, ganz kurz. In der Komposition sind Stromkabel mitten durch das Bild. Nicht schön. Wir wechseln unsere Standort und hoffen, dass sie noch mal auftauchen. Es tut und tut sich nichts. Die Füße werden kalt. Die Hände sind es eh schon. Zum Glück geht kein ekliger Wind. Ich bin schon enttäuscht, dass ich die Nordlichter nur fotografiert und nicht auch mit den Augen gesehen habe. Aber denke mir der Trip hat sich schon gelohnt.Genau das wollte ich ja: Fotos von den grünen Erscheinungen am Himmel. Dann tauchen sie gegen Mitternacht plötzlich wieder auf und diesmal sehe ich sie mit meinen eigenen Augen! Sie sehen aus wie ein zartes, langgezogenes Wölkchen, das sich nicht mit dem Wind bewegt, sondern vorsichtig am Himmel tanzt. Die Aurora ist nur mittelstark. Von all den Bildern kenne ich einen beeindruckenden grünen Streifen am Himmel, mit dem Auge sieht es hingegen wirklich unspektakulär aus.