Delhi, mal wieder

Irgendwie sind wir total verrückt, dass wir so viele Tage in Delhi verbringen. Insgesamt 7 Tage in Indiens Millionenmetropole. Etwa 20 Mio Menschen wohnen hier. Die Wettervorhersage ist wahrheitsgemäß mit “Rauch“ beschrieben. Einfach zu viele Abgase hier. Der Himmel ist auch nie wirklich blau. Die Straßen sind nie wirklich leer und es ist 24/7 laut!

Nun gut, wir machen das beste draus.
Heute morgen haben wir zufällig Gina getroffen, die ebenfalls noch einen Tag übrig hatte. Gemeinsam sind wir von Basar zu Basar gefahren und haben dort noch die letzten Souvenirs gekauft.

Gegen Mittag haben sich unsere Wege getrennt. Benedikt und ich sind mit dem Tuktuk zum Lotus Tempel gefahren. Obwohl Sonntags auch viele Inder einen Ausflug hier her machen und sich lange Schlangen gebildet haben, sind wir ziemlich schnell reingekommen. Innen mussten wir wie üblich die Schuhe ausziehen und durften dann in den multifunktionalen und religionsübergreifenden Gebetsraum eintreten. Eigentlich waren wir nur hier, um das Gebäude von außen zu bestaunen, da es eine gewisse Ähnlichkeit mit der Oper in Sydney hat 😉

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Lotus Tempel

Von hier aus war der Plan zur Haus Khas Village zu fahren. Das scheint eine hippe Gegend zu sein. Sieht zwar auch ziemlich dreckig aus, aber für indische Verhältnisse dann doch eine bessere Gegend. Außerdem waren wir hier vor der Rundreise schon und hatten leckeres Essen verspeist. Von einem vertrauenswürdigen Tuktuk Fahrer haben wir die Preise erfragt, um besser verhandeln zu können.
Bloß sind wir nun auf neue Schwierigkeiten gestoßen: die Fahrer behaupten nun plötzlich, dass das Viertel am Sonntag zu hat. Wieso sollte eine Restaurant Gegend Sonntags schließen? Wieso wurde es uns vom Reiseleiter für Sonntag empfohlen?
Besonders nervig war der dritte Fahrer, bei dem wir es versucht haben. Er hat permanent das gleiche gesagt “es ist zu. Mir is das ja egal, das ist euer Geld, aber das ist zu. Hier in der Nähe gibt es aber einen Markt der offen hat. Ich kann euch da hin fahren, kostet auch nur die Hälfte…“ wir haben bestimmt fünf Mal darauf beharrt, dass wir trotzdem zur Haus Khas Village wollen, bis wir schließlich ausgestiegen sind. Endlich haben wir einen Fahrer getroffen, der uns für einen fairen Preis rüber fahren will. Kaum im Tuktuk erschien dieser jedoch sehr müde. Wir sind unterdurchschnittlich langsam gefahren, wurden bald von Fahrrädern überholt und der Fahrer hat meist nach unten geguckt. Vermutlich auf Drogen oder betrunken unterwegs gewesen. Ich habe schon mit dem schlimmsten Crash gerechnet, aber dieser ist zum Glück nicht eingetreten. Delhis schlimmer Verkehr hat auch Vorteile: jeder rechnet mit schrecklichen Fahrern und reagiert blitzschnell.

Im Haus Khas village haben wir endlich sauberes, italienisches Essen gefunden und es uns auf de Dachterrasse schmecken lassen.

Zurück im Hotel haben wir Alex aufgegabelt und sind noch mal losgezogen. Alex ist wirklich der letzte von unserer Gruppe, der noch hier ist und sogar länger bleibt als wir.
Nach einem (leider nicht besonders leckeren) Drink (hoffentlich hat das Morgen keine schlimmen Auswirkungen!) und weiterem Shopping, haben wir uns für morgen verabredet und wollen die letzte Zeit zusammen in Delhi verbringen.
In Indien kann man Medizin einfach in einer mini Apotheke kaufen. Ganz ohne Rezept. Die Menge, die man so braucht, keine ganze Packung. Das wird dann eben zurecht geschnitten. Eigentlich bin ich ja nicht scharf auf indische (Mogel-)Medizin, aber mein Husten will von alleine leider nicht verschwinden. Für 1€ habe ich nun jedenfalls irgendein Antibiotikum und Paracetamol für 3 Tage bekommen. Preislich sehr gut, hoffentlich wirkt der Kram auch!

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