Ein Tag voller Ereignisse in Island

Der Tag fing schon schlecht an: unsere Problemtür vom VW Bus ging am Morgen gar nicht mehr auf. Also konnten wir nicht einsteigen. Vidal ist dann von vorne in das Auto geklettert und hat die Tür irgendwie von innen aufgekriegt. Dabei ist er aber auf Danys Handy getreten und hat es kaputt gemacht. Wir schlimm, weiß ich nicht, es funktioniert noch, aber daraufhin haben sich die beiden gar nicht meht leiden können. Schon die letzten Tage lief es nicht harmonisch zwischen den beiden. Daraufhin hat Vidal das Fahrzeug gewechselt und fährt jetzt bei den Arabern mit. 

Dann ging es endlich los. Wir fahren Richtung Gletscher im Süden Islands. Auf einmal ist die Landschaft weiß. Dann bemerken wir, dass die Straße glatt ist. Ganz klasse. Obwohl die Winterreifen kleine Spikes im Profil haben, kommen wir eine Straße nicht hoch und müssen langsam rückwärts runterrutschen, um dem entgegen schlitternden Allradjeep der XXL Klasse (wirklich so ein monströses Fahrzeug habe ich bisher nie bis selten gesehen) Platz zumachen. Irgendein Ziel können wir also nicht erreichen, was wir genau verpasst haben weiß ich allerdings nicht. Schließlich wird es uns ja nie erzählt was wir vorhaben.

Also geht es zu einem Berg mit Pfütze davor. Wir steigen aus, bauen das Stativ auf, machen ein Foto und zack ist der Berg in einer Wolke. Dann schneit es wie wild. Hat sich eigentlich nicht mal gelohnt auszusteigen. Aber es kommt noch besser: das Auto hat sich festgefahren. Und hier ist das arabische Frauenbild, was wir in der Gruppe schon zu spüren bekommen, endlich mal von Vorteil. Frauen machen nämlich keine Drecksarbeit, also schieben die Männer ganz alleine am Auto, bis es sich wieder aus eigener Kraft fortbewegen kann.

Auto schieben

Dann geht es weiter zu den Gletschern mit der Lagune. Hier ist es warm genug. Die Straßen sind wieder nass, nicht mehr vereist. Aber es regnet auch. Der Fotoapparat bleibt also gleich eingepackt. Wir kaufen Brötchen zum Mittagessen und fahren zu unserem Hotel. Hier wird wieder fleißig Wurstebrot verspeist. Die Dimensionen sind etwas anders, als ich es gewöhnt bin. Wir haben gefühlt schon ein halbes Schwein an Salami gefuttert.

Auf einmal kommt die Sonne raus. Zum ersten Mal in Island! Wir wollen Hals über Kopf zurück zum Strand mit den Eisbrocken vom Gletscher fahren, aber die Scheiß Tür klemmt wieder fest. Erneut ist eine Kletterstunde nötig. Diesmal aber jemand anders. 

Blick aus dem Hotelzimmer bei Sonne

Blick aus dem Hotelzimmer bei Sonne

Wir fangen an zu fotografieren. Das Meer is sehr wild und jeder von uns wird mindestens einmal von einer Welle erwischt. Bei den meisten ist das kein Problem, wir sind ja rundum wasserfest gekleidet. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Wanderschuhen, denn sie sind 100% wasserdicht. Heute noch mal ganz aktuell mit Eiswasser getestet. Zwei Mal werden wir von einem Hagelschauer unterbrochen.

Strand mit Gletschereis

Strand mit Gletschereis

Der Strand gefällt mir so gut, dass ich die Zeit vergesse und das Gefühl habe nicht fertig geworden zu sein. Hoffentlich kommen wir morgen wieder zurück. Heute mussten wir so schnell fahren, weil einer der Teilnehmer ins Wasser gefallen ist und sich dabei seinen Arm verletzt hat. Ob er gebrochen ist, steht noch nicht fest. Jedenfalls war er dann sehr nass und kalt. Damit ist nicht zu spaßen.