Faulenzen in Kuala Lumpur

Um 9Uhr morgens klingelt der Wecker. Viel zu früh, findet die innere Uhr. Aber wir wollen unser inkludiertes Frühstücksbuffet nicht ausfallen lassen. Also stehen wir auf. Der Frühstücksraun ist angenehm groß und die Auswahl gigantisch. Es gibt zwei Buffets, das zweite habe ich allerdings erst so spät entdeckt, dass eigentlich nix mehr in den Bauch gepasst hat. Ich finde jeder kann hier das essen, was er von seinem Land gewöhnt ist. Für die deutschen Gaumen gab es verschiedene Brote, Wurst, Käse, Marmelade, Obst und Joghurt. Auch ein volles englisches Frühstück war im Angebot. Weiter ging es mit einem Salatbuffet, Porridge, Chicken Porridge, süßen Stückchen, verschiedenen Säften, Tee und Kaffee aus immer vollen Tassen (so wie man nicht aufgepasst hat, wurden die nämlich automatisch nachgefüllt), einem malaysischen/indischen und chinesischen Buffet. An die asiatischen warmen Speisen haben wir uns nicht getraut. Wir brauchen nicht gleich morgens Feuer im Mund. Weiterhin gab es eine Eierstation, wo man diese frisch nach Belieben zubereitet bekommt und frisch gebackene Waffeln. Da merkt man sofort, dass das Hotel ein paar Sterne zu bieten hat. Dabei zahlen wir hier nicht mehr, als in Deutschland für ein 3*Hotel. Auch die Lage könnte kaum zentraler sein. Wir sind in zweiter Reihe zum KLCC Park und den Petronas Towers und über eine klimatisierte Brücke (und Tunnel) an das KLCC und die Shopping Mall angebunden. Wer also nicht durch die heiße Luft gehen will, kommt auch fast drum herum ohne auf dem Zimmer bleiben zu müssen. 

Da wir am Morgen noch nicht wach sind, legen wir uns eben an den Pool. Bis 16Uhr. Wenn es zu warm wird, gehe ich schwimmen oder bestelle eine eisgekühlte Cola an der Bar. Ganz untypisch für mich, aber so ein bisschen faul sein tut auch richtig gut zwischendurch. Erst am späten Nachmittag kommt der Hunger langsam zurück. Also erkunden wir die Suria Mall und suchen nach einem landestypischen Restaurant. Im Foodcourt werden wir schließlich fündig. Richtig mutig sind wir noch nicht und probieren ähnliche Gerichte, wie die, die wir von zu Hause kennen. Benedikt nimmt gebratene Nudeln mit Meerestieren (den ganzen Tintenfisch muss er dann auf einmal in den Mund stecken, weil es in Asien nur Gabel, Löffel und Stäbchen, aber kein Messer gibt), ich bestelle mir Hähnchen süß-sauer (die beste Ausführug, die ich seit Jahren gegessen habe!). Dazu gibt es noch ein lustiges Getränk mit Milch, Rosenwassersirup und irgendwelchen glitschigen Kernen. Das ganze kostet umgerechnet etwa 15€ für 2 Personen (2 Hauptspeisen, 2 Getränke, 1 Beilage), da kann man nicht meckern..

Tintenfisch im Essen

Das lustige Getränk

Hat alles sehr gut geschmeckt. Zum Nachtisch nehmen wir einen Frozen Joghurt mit roter Drachenfrucht Drachenfrucht und Jackfruit. Somit sind gleich noch zwei neue, lokale Obstsorten abgehakt. Drachenfrucht schmeckt nach nichts. Egal ob weiß oder rot, egal ob im Herkunftsland oder exportiert. Sie sieht nur schön aus. Jackfruit hingegen ist süß und erinnert irgendwie an künstliches Bananenaroma, wie man es aus Pralinen kennt. Die schmeckt mir schon eher.

Am Abend machen wir noch ein paar Panoramen im KLCC Park und dann heißt es scho wieder Koffer packen, denn morgen früh reisen wir weiter in das nächste Land.

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