Fototag Nummer 1 in Island

Früh geht es raus aus den Betten. Um 4:30Uhr wird gefrühstückt und um 5Uhr sind wir tatsächlich schon in unseren beiden VW Bussen. Es ist stockdunkel und windig. 

Wir sind in die internationale “Frauengruppe“ mit Dany Eid und Daniel Chong und die Araber mit Shadi Nassri aufgeteilt. In meinem Bus gibt es zwei Fahrer, die sich abwechseln können. Dany übernimmt die erste Etappe, ist aber offenbar kein Schaltgetriebe gewöhnt. Ständig kommt Kritik vom Beifahrersitz bis Daniel schließlich übernimmt. Die Fahrt zieht sich etwa 3-4h hin und da eh alles dunkel ist und regnet, bietet es sich an noch weiter zu schlafen.

Pünktlich zur Dämmerung kommen wir am ersten Stop an. Irgendwo an der Westküste. Wir sollen die Küste mit ihren Steinformationen fotografieren. Hier fegt der Wind ungebremst und es fühlt sich unheimlich kalt an. Ich bin froh über alles, was ich mir an wetterfester Kleidung gekauft habe und selbst mit 3 Hosen übereinander kann ich nicht behaupten, dass es ansatzweise angenehm ist. Nach kurzer Zeit spüre ich meine Hände nicht mehr und beschließe dann, dass es auch ausreicht an dieser Location eher zuzugucken, wie Dany uns erklärt, was er wie fotografiert. Die Taktik wird mir nach dem Workshop sicher mehr wert sein, als ein besseres Bild von der Küste bei grauem Himmel.

Dann geht es weiter zum zweiten Spot. Wir haben kurz Gelegenheit uns im Bus aufzuwärmen. Bei einer schwarzen Kirche halten wir an. Der Ort gefällt mir besser, vor allem weil es nicht so sau kalt, sondern nur noch kalt ist 😉 hier leitet mich Dany an eine Aufnahme mit Focus Stacking zu erstellen. Am Abend wollen wir den zweiten Teil davon in Angriff nehmen: die Postproduktion. Wie kriege ich die verschiedenen Bilder richtig verarbeitet. Dazu ist der Slot von Einbruch der Dunkelheit bis zum Nachtshooting eingeplant.

Kirche in Island

Schwarze Kirche in Island

Nach dem Stop bei der Kirche fahren wir zum Mittagessen. Nach ca. 9h on the road wird das auch Zeit, vor allem weil es hier keine öffentlichen Toiletten zu geben scheint. Vielleicht ist das aber auch einfach nur männliche Planung, denn Natur gibt es schließlich genug…

Während der letzten zwei Stunden bei Tageslicht geht es zu einem bekannten Berg mit Wasserfall. Das Motiv macht mir richtig Spaß und auf einmal wird es schon dunkel. Auf jeden Fall gibt es die nächsten Wochen viel zu bearbeiten 🙂

Wasserfall in Island

Wasserfall in Island