Fronalpstock – heute geht es hoch hinaus

Für mich heißt Reisen vor allem auch Fototräume zu realisieren. Das hat nicht oft mit Erholung zu tun. Und manchmal fordert es einen starken Willen. Zum Beispiel morgens um 5Uhr wenn der Wecker klingelt, damit man pünktlich zum Sonnenaufgang on Location ist. 

Ein neuer Versuch mit meinen Berechnungen. Diesmal erfolgreich! Die Sonne erscheinr ziemlich genau so im Motiv, wie ich geplant hatte. Nur ein bisschen später (die Berge versperren erst noch die Sicht…).

Ich bin nicht mal die einzige Verrückte unterwegs. Ein paar andere Fotografen haben sich ebenfalls zeitig aus dem Bett gequält und machen auch fleißig ihre Fotos. Einer hat sogar zwei Stative, zwei 5DSRs und zwei Filtersets gleichzeitig im Einsatz. Total kirre. Alleine schon der Wert von geschätzten 10.000€ an Equipment, das er da so vor sich stehen hat.. wer hat, der hat. 

Sonnenaufgang Kapellbrücke

Sonnenaufgang Kapellbrücke

Nach einem Supermarktfrühstück, bestehend aus belegte Brötchen und einem leckeren Starbucks Coffee geht es zum Bahnhof. Wir machen einen Ausflug auf den Berg. Vielleicht war s nicht so förderlich alles in einen Tag zu packen. Das frühe Aufstehen lässt uns dappig werden. Da hätte ich fast meine einzige Jacke im Zug hängen lassen (auf dem Berg ist s kälter). Habs dann aber noch gemerkt und bin wieder reingerannt. Benedikt konnte die Schaffnerin überzeugen ein paar Sekunden zu warten und wollte mich eigentlich auch davon abbringen die Jacke zurückzuholen. Aber es ist alles gut ausgegangen. Meine geliebte Fleecejacke ist wieder bei mir. Weiter ging es mit fem Bus zur Talstation und dann mit einer Standseilbahn nach Stoos und zwei Sesselliften hoch auf den Gipfel. Irgendwie hat die Verkäuferin mir falsche Tickets verkauft und dann lag da noch eine Tageskarte auf dem Boden herum. Jedenfalls sind wir so etwa 35€ billiger als der Normalpreis befördert worden. Krass. Trotzdem war der Ausflug (Zug, Bus, Lift) mit 64€ p.P. noch sehr teuer. Schade eigentlich, denn sonst könnten wir das durchaus öfter mal machen.

Aussicht vom Fronalpstock auf Vierwaldstätter See

Aussicht vom Fronalpstock auf Vierwaldstätter See

Unser Plan war komplett hochzufahren und dann bis zur Standseilbahn zurück zu laufen. Das sollten laut Wanderkarte ca. 600 Höhenmeter und eineinhalb Stunden Zeit sein. Naja, wir haben hier und dort Abstecher und Fotos gemacht und dann ist Benedikt auch noch umgeknickt. Kurzum, wir haben ein Vielfaches der Zeit gebraucht und sind dann auch nur die Strecke vom zweiten Sessellift gelaufen. Etwa 2/3 der Strecke. Da wir eh noch Muskelkater von den gestrigen, treppenreichen Erkundungen der Stadt hatten, hat uns der Abstieg bis dorthin auch gereicht. Allgemein ist der Wanderweg gut und mit ein bisschen Kondition und Zeit, wäre auch der Aufstieg machbar gewesen. Wir hatten jedoch Zeitdruck, da der letzte Lift um 16Uhr fährt und wir diesen nicht verpassen wollten. Alles in allem war es ein schöner Ausflug.