Geburtstagsreise nach Budapest

Da ich Ende September Geburtstag habe und es zu der Zeit in vielen europäischen Ländern noch angenehm mild ist, bietet es sich an ihn in eine kleine Reise zu verpacken. Dieses Jahr habe ich mir Budapest ausgesucht und wurde vom Wetter nicht enttäuscht. Tagsüber war es sonnig und ich konnte im T-Shirt herumlaufen.

Wie ihr wahrscheinlich schon mitbekommen habt, mache ich mir nicht so viel aus den herkömmlichen Touristenattraktionen, sondern suche mir immer die fotogenen Orte raus und überlege dann wie ich sie in den Reiseplan einordne, damit ich möglichst zum schönsten Licht dort bin. So war dann auch das Highlight meines Geburtstags der Abend auf dem Gellertberg mit Blick auf die Stadt. Es fällt mit schwer genau abzuschätzen, um wie viel Uhr die Beleuchtung am schönsten aussieht, insofern waren wir wieder viel zu früh vor Ort und mussten eine Weile warten. Ich habe mich wie ein kleines Kind über jedes Licht gefreut, das eingeschaltet wurde: erst die Straßenlampen, dann das Parlament und schließlich auch die Brücken. 

Dann geht alles sehr schnell bis der Himmel von blau zu schwarz wechselt, hier merkt man dann eben doch dass wir schon Herbst haben…  beim Abstieg fehlt die Beleuchtung, so müssen wir uns selbst ein Licht anmachen. Zum Glück habe ich mein Handy den Tag über sparsam eingesetzt, so dass die integrierte Taschenlampe den Weg über durchhält. Es lebe das Smartphone. Gerade jetzt lassen wir mal Revue passieren, wie wir noch vor sechs Jahren gereist sind. Lange ist es nicht her, aber wir hatten beide noch kein Smartphone. Ich weiß gar nicht mehr, wie wir ohne die Offlinekarten überall hingekommen sind. An einen Blog war nicht zu denken, von mobilem Internet im Ausland ganz zu schweigen.. zumindest auf Reisen hat sich durch die modernen Handys einiges verbessert!

Nun aber noch mal zurück nach Budapest. Was haben wir sonst noch getan? Wir waren in der großen Markthalle, haben ein paar Kirchen von außen gesehen, Fotos vom Parlament gemacht (welches nachts auch sehr schön beleuchtet ist) und sind entlang der Donau spazieren gewesen. 

Wie immer sind wir das meiste zu Fuß und mit einem gut gefüllten Tagesrucksack abgelaufen, nur abends haben wir uns die Metro zurück gegönnt (1€/Person/Weg). Eigentlich ist Budapest klein genug, um es zu Fuß zu erkunden, aber wir sind mit dem Zug von Deutschland aus angereist, insofern wollten wir nicht weit mit dem Koffer durch die Stadt. Daher haben wir ein Hotel in der Nähe des Bahnhofs und von hier zur Innenstadt ist man doch eine Weile unterwegs. Für andere Trips würden wir wahrscheinlich lieber tiefer in die Tasche greifen uns uns auch ein Hotel an der Donau gönnen.

Das Preisniveau ist etwas unter Deutschland, man kann in edel aussehenden Restaurants für 15€/Person zu Abend essen inklusive Cocktail. Zum Cocktail will aber gesagt sein, dass er hier durchaus alkoholischer ist, als man das von Deutschland gewöhnt ist. Lecker süß kann man vergessen. Allgemein merkt man natürlich, dass Budapest in Osteuropa liegt. Die Bausubstanz ist alt und war mit Sicherheit früher sehr schön. Jetzt blättern die Fassaden ab und die Stadt macht eher einen runtergekommenen Eindruck. Vor allem bei der Zuganreise aus Wien konnten wir viele ländliche Orte sehen, die wirklich arm aussahen. Winzige heruntergekommene Häuser, teilweise richtig olle Fahrzeuge. Zusammen mit der fremden Sprache haben wir anfangs kleine Anlaufschwierigkeiten bis wir mit Ungarn warm werden.

Das lokale Essen, was wir probiert habenn, kannten wir eigentlich schon von Deutschland: Gulaschsuppe, Hähnchen mit Spätzle, Langos und Baumstriezel, aber in Budapest ist alles erstaunlich wenig gewürzt. In Deutschland kennen wir die ganzen Gerichte sehr intensiv gewürzt. Vielleicht hatten wir einfach nur Pech, vielleicht wurden die Gerichte aber auch in Deutschland an den lokalen Geschmack angepasst.. 

So viel zu Budapest. In eineinhalb Tage haben wir nicht viel mehr zu berichten, denn dann sind wir schon wieder weitergereist ins nächste Land. Dazu mehr im nächsten Blogpost. Übrigens habe ich jetzt einen Newsletter eingerichtet, über den ihr meine Reiseberichte abonnieren könnt. So verpasst ihr keine Reise mehr. Einfach rechts oben eintragen (Desktopauflösung)!

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