Immer noch New York und jetzt auch schmerzende Füße

Tag drei in New York. Die Füße tun richtig weh und die Nerven sind auch schon stark strapaziert.Vielleicht ist es immer so voll hier, vielleicht liegt es aber auch an dem kommenden Feiertag morgen (independence day), jedenfalls ist das nicht meine Welt. Ich habe schon aufgehört zu zählen, wie häufig ich angerempelt werde oder Leute “excuse me“ sagen und mal eben da lang gehen wollen wo ich gerade stehe. Auch von Kinderwagen wurden wir schon angefahren. Wahrscheinlich sollte ich in Zukunft einsamere Reiseziele aussuchen.

Nun aber zu unserem Sightseeingprogramm des Tages. Begonnen haben wir beim Highline Park. Hier fuhr früher ein Zug in etwas erhöhter Position durch die Stadt (ca. 20 Blocks). Heute sieht man nur noch stellenweise etwas von den Schienen, der Rest ist begrünt und könnte echt ein idyllisches Plätzchen in der Innenstadt sein. Wären da nicht ganz so viee Touristen, dass man rund um sich herum an anderen Menschen klebt (da ist nicht übertrieben!). Kurz gesagt die Idee ist richtig cool und wenn man eine ruhige Minute erwischt, ist es auch ganz sehenswert.

Highline Park

Highline Park

Anschließend waren wir in Greenwich Village, dem Stadtteil in dem Carrie aus Sex and the city wohnt. Das Haus haben wir nicht im Speziellen gesucht, aber die Treppenaufgänge waren doch alle sehr ähnlich 😉

Nach dem Mittagessen ging es dann zur Grand Central Station. Hier haben wir ein paar Fotos mit etwas längerer Belichtung gemacht und herum experimentiert, bis der Trubel um uns herum weniger wurde.

Grand central station

Grand central station

Über den trubeligen Times Square ging es dann weiter zum Flatiron Building. Das Haus heißt so, weil es vorne so spitzt zuläuft wie ein Bügeleisen. Sieht man allerdings nur von oben so wirklich gut. Deshalb sind wir dann auch noch aufs Empire state building gegangen, denn von hier hat man dann die entsprechende Aussicht. Wieder einmal hat sich unser New York Explorer Pass nicht gelohnt, denn bei Zahlung mit Kreditkarte wären wir schneller durch gekommen. Etwa eine Stunde hat es gedauert bis wir oben angekommen sind, davor standen wir nur in Schlangen (für die Eintrittskarte, zur Körperkontrolle, zum ersten Aufzug und zum zweiten Aufzug). Oben angekommen war dann auch alles überfüllt. Der ganze Rand der Plattform war permanent voll, die Touristen ziemlich rücksichtslos. Sitzmöglichkeiten waren nicht vorhanden und als wir dann versucht haben auf dem Boden sitzend den Sonnenuntergang abzuwarten, wurden wir informiert, dass das nicht erlaubt ist. Nur im Stehen (an einer breiten Stelle) darf man sich dort aufhalten. Die armen Füße! Mit Lästern über schräge oder sehr knappe Touristenoutfits und Schadenfreude (weil andere sich auch setzen wollten) haben wir die Zeit schließlich rumgekriegt und wurden mit einer schönen Himmelfarbe belohnt. Natürlich wollten das auch alle anderen Touristen sehen und der Kampf um dke Fotoplätze am Geländer ging los. Man kann es auch wirklich nur einen Kampf nennen. Die vorderste Reihe wird halb zerquetscht. Dahinter ist ein höllisches Gedränge. Längere Verschlusszeiten sind unmöglich, die Bilder gehen auf jeden Fall verwackelt.  Ansonsten hat man hier einen guten 360° Blick und eine relativ niedrige Mauer mit breit gelöchertem Zaun darüber, wo man selbst einr Spiegelreflexkamera durch stecken kann. Aus Fotosicht ist die Plattform zumindest gut. Beim Rockefeller Center war es schwieriger zum Fotografieren, dafür aber deutlich leerer und freundlicher ausgestatttet (zum Beispiel großzügige Sitzmöglichkeiten).

Aussichtsplattform auf dem Empire State Building

Aussichtsplattform auf dem Empire State Building

Nach über drei Stunden haben wir es dann auch geschafft und verlassen den Trubel wieder. Wir sind froh im Hostel zu sein, wo wir unser eigenes kleines Reich haben und hoffen, dass die Füße sich bis morgen wieder halbwegs erholen können, denn da steht ja auch noch viel Lauferei auf dem Programm.

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