Island wird immer besser

Nach unserem ersten sonnigen Tag sind wir abends um 22Uhr wieder zurück nach Stokksnes gefahren. Eigentlich wollten wir dort die Nordlichter fotografieren, aber schon unterwegs haben wir sie vom Bus aus entdeckt. Logischerweise haben wir dann auch gestoppt und schnell ein paar Aufnahmen gemacht. Diesmal war der Himmel weniger bewölkt und man konnte die Tänze besser sehen 😉

In Stokksnes selbst war dann allerdings kein Licht mehr am Himmel. Stundenlang haben wir in Eiswasser gestanden und auf das perfekte Bild gewartet. Das einzige was wir erhalten haben ist ein Nachtpanorama. Kann man sich auch nicht beklagen.

Nachtpanorama in Stokksnes (Foto von Dany Eid)

Nachtpanorama in Stokksnes (Foto von Dany Eid)

Irgendwann mitten in de Nacht fahren wir wieder zurück. Bei so langen Aktivitäten und so wenig Schlaf fühlt sich der Urlaub länger an als er eigentlich ist. Wir sind mittlerweile alle erschöpft. Vier Stunden Schlaf pro Nacht sind eben nicht genug auf Dauer.

Um 8 Uhr sitzen wir wieder am Frühstückstisch. Heute haben wir genug Zeit zum Essen, dann geht es noch mal an den Diamond beach. Wir wollen den Sonnenaufgang fotografieren, aber wie immer sehen wir die Sonne nicht. Immerhin ist ein Teil vom Himmel bunt gefärbt.

Gleich bei den ersten Aufnahmen übertreiben wir es mal wieder und werden von einer zu hohen Welle erfasst. Gummistiefel voller Eiswasser. Sau kalt, aber über mehrere Stunden kann man es über die Körpertemperatur etwas erwärmen. Ich habe es getestet. Unfreiwillig. Egal, ich bin zufrieden mit den Fotos am Strand und freue mich schon auf die Ergebnisse.

Am Nachmittag schlägt das Wetter plötzlich um. Es schneit. Dann zieht ein krasser Sturm auf. Die Windböen haben eine Geschwindigkeit von über 162km/h. Wir müssen die Autos umparken, damit sie nicht weggedrückt werden. Das Hotelpersonal will nicht verantworten, dass wir mit unserem großen VW Bus fahren, sondern bietet einen Shuttle zum Hotelrestaurant an. Es ist sicherer in kleinen Autos, da der Wind weniger Angriffsfläche hat. Aber alleine schon der Weg ins Auto ist schwierig, ich fliege fast weg. Vidal wird beim Einsteigen von der Autotür gehauen und seine Mütze fliegt weg. Die Straßen sind gesperrt und wir haben endlich einen “ruhigen“ Abend. Dann fällt der Strom aus. Diese Reise wird immer abenteuerlicher!

Diamond beach (Foto von Dany Eid)

Diamond beach (Foto von Dany Eid)