Jaipur

Jaipur ist die Hauptstadt Rajasthans. Hier wohnen entsprechend wieder deutlich mehr Menschen und der Verkehr ist ziemlich anstrengend.
Wir wohnen erneut in einem alten Heritage Hotel. Jedes Zimmer sieht ein bisschen anders aus. Die Wände sind bemalt mit antiken Bildern und auch im Restaurant fühlt man sich in die Vergangenheit zurück versetzt.

Erster Punkt auf der Agenda ist ein Lassi (=Joghurtgetränk) bei einem bekannten Lassiwala. Die Becher sind getöpfert und werden nach dem Trinken weggeworfen, da man sie nicht sauber genug kriegt.

Nächstes Highlight ist die “Cooking Demonstration“ bei einer indischen Familie. Mit vier Tuktuks machen wir uns auf den Weg und verfahren uns diverse Male. Deutlich später als geplant kommen wir endlich an.
Das Paar wohnt in einem gut gepflegten und erstaunlich sauberen Haus. Mal wieder eine Gelegenheit, wo man bedenkenlos essen kann.
Leider ist es kein richtiger Kochkurs, wir dürfen nur zusehen und Fragen stellen. Immerhin gibt es ein Handout mit den Rezepten. Mal sehen, ob wir das daheim auch hinkriegen.

Weiterhin haben wir uns den Palast der Winde angesehen. Allerdings nur von außen, da es quasi nur um die Fassade geht.

Richtig besichtigt haben wir hingegen das Amber Fort. Hier kann man auf dem Elefantenrücken hinauf reiten. Da die Elefanten in Indien jedoch sehr schlecht gehalten werden, wollten wir das Vorgehen nicht unterstützen und sind aus eigener Kraft bis nach oben gelaufen.
Mit einem einheimischen Führer haben wir das Fort besichtigt.
Es ist üblich, dass die Herrscher verschiedene Paläste haben. Einen für die Monsunzeit, einen für den Winter und einen für den Sommer.
Im Monsumpalast gibt es einen Wasserablauf und man kann den Regen plätschern hören. Im Winterpalast ist die Bauart so, dass die Temperaturen höher sind, während im Sommerpalast eine Art Kühlsystem verwendet wurde. Hier ist es entsprechend angenehm kühl drinnen.

Jaipur ist bekannt für Schmuck, Textilien und Blockprinting. Daher waren wir wieder bei einer Verkaufsshow zum Thema Blockprinting. Der Verkäufer hat uns seine verschiedenen, handgeschnitzten Stempel vorgeführt und demonstriert, wie man ein buntes Elefantenbild auf Stoff stempelt.
Anschließend wurden etliche Textilien vorgeführt, von der Tagesdecke bis zum Schlafanzug, die wir dann kaufen sollten. Ein paar Leute aus unserer Gruppe haben sogar zugeschlagen 😉

Mein Highlight war der Bollywood Tanzkurs auf dem Rooftop. In einer knappen Stunde haben wir gelernt, wie man zu indischer Musik tanzen kann. Hat Spaß gemacht!

Am Abend des zweiten Tages in Jaipur habe ich an einem Bollywood Tanzkurs teilgenommen. Wir haben eine Choreographie zu dem Lied Gallan goodiyaan einstudiert. Der Tanzkurs fand auf einer Dachterrasse statt, kurz vor Sonnenuntergang. Ein sehr schönes Ambiente und uns Teilnehmern hat es viel Spaß gemacht.
Leider war es nur ein bisschen zu anstrengend, da in unserer Gruppe nicht nur Delhi Belly, sondern auch eine (Klimaanlagen-?)Erkältung rumgeht.
Eigentlich war für die Nacht noch ein Bollywooodfilm auf der Dachterrasse eines Freundes von unserem Reiseleiter geplant. Das habe ich dann schweren Herzens ausfallen lassen.
Ziel war eine schnelle Besserung des Gesundheitszustands, doch dann kam schon wieder eine Hochzeit dazwischen. Was hat jetzt eine Hochzeit damit zu tun? Ganz einfach. In Indien gibt es im Rahmen einer Hochzeit unheimlich viel Krach: laute Musik und so viel Feuerwerk wie wir das an Silvester gewöhnt sind. Mindestens die halbe Nacht. Dann war das mit dem Einschlafen also wirklich schwer und zu allem Überfluss musste ich am nächsten Morgen um 5:30Uhr aufstehen.

Zusammen mit einer anderen Teilnehmerin ging es durch das vergleichsweise leere Jaipur zum See beim Amber Fort. Hier haben wir eine Heißluftballonfahrt gemacht. Im größten Ballon Indiens (Platz für 24 Leute, wir waren netterweise nur 15) ging es mit Francesco, unserem spanischen Ballonführer direkt über das Fort in den Sonnenaufgang hinein. Die Aussicht war gigantisch. Von unten haben uns die Dorfbewohner zugewunken, für die ist ein Heißluftballon was ganz besonderes. Gelandet sind wir auf einem Acker im Nirgendwo und binnen Sekunden stand alles voll mit den Bewohnern. Im Vergleich zu meiner letzten Ballonfahrt war diese hier total ruhig und auch die Landung war so sanft, dass man gar nix davon gemerkt hat. Bequem ist vor allem auch, dass wir Touristen nicht beim Auf- und Abbauen des Ballons helfen mussten 🙂

Menschen am Heißluftballon

Menschen am Heißluftballon


Landbevölkerung

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