Jalla jalla – los geht’s

Gestern ging es raus aus Marrakesch. Für die Fahrt durch Marokko steht uns ein großer Reisebus zur Verfügung. Hier hat jeder zwei Sitze für sich und kann sich schön breit machen.
In Marokko ist das so üblich bei großen Bussen, dass man einen Fahrer, dessen Assistent und einrn Reiseleiter hat. Alle erwarten am Ende der Reise ein Trinkgeld. Überhaupt will hier jeder Trinkgeld haben, das ist stärker ausgeprägt als in Deutschland.
Wie auch immer, wir haben fast den ganzen Tag im Bus verbracht. Zuerst haben wir das Atlasgebirge durchquert. Hier waren die Straßen am schlimmsten und ein paar Leuten ging es von der Fahrt auch nicht so gut. Leider sind auch die nächsten Tage wieder sehr ähnlich und auch durch das Gebirge müssen wir irgendwann wieder zurück.
Die Landschaft war jedoch erstaunlich schön!
Kaum haben wir die Stadt verlassen, wurde alles sehr grün. Überall wird hier etwas angebaut: vor allem Orangen, Äpfel, Bananen und Oliven.
Nach einer Weile wurde es immer weniger grün und dafür sehr karg.
Nur an den Straßenrändern tauchen aus dem Nichts ein paar Farbtupfer auf, wenn sich in einer Kurve mal wieder ein Verkäufer niedergelassen hat. Meist kann man hier Edelsteine oder Tontöpfe kaufen, aber auch Datteln wurden uns angeboten.
Wir sind auch an vielen Berberdörfern vorbeigekommen. Berber sind die ersten Einwohner Marokkos und sie leben in einfachen Unterkünften auf dem Land. Alle Häuser haben die gleiche rötliche Farbe. Ausgestattet sind sie wohl auch sehr schlicht, denn ich habe an einigen Flüsschen die Menschen beim Waschen gesehen (ob die Wäsche so sauber bleibt, wenn man sie zum Trocknen auf die Erde legt ist halt so die andere Frage, aber die Leute werden schon wissen was sie tun).
Nachdem wir den Atlas hinter uns gelassen haben, waren immer mehr Palmen zu sehen, fast wie Oasen. Wirklich schön. Und dann hinter der nächsten Kurve haben wir das Arizona Marokkos erreicht: überall rote Steine mit stufenförmigen Rillen. Das hat mir auch sehr gut gefallen. Jedoch nicht nur mit Arizona gibt es Ähnlichkeiten. Ich finde auch, dass es Parallelen zu Gebieten in Neuseeland gibt: trockene Landschaft mit einer bestimmten Sorte Berge (ähnlich wie in Lake Tekapo).
Gerne hätte ich auch Bilder angehängt, aber das Internet hier in Nkob lässt zu Wünschen übrig.
Heute geht es endlich in die Wüste, deshalb muss der nächste Post wohl ein paar Tage warten, wer weiß wann und wo ich mal wieder Internet habe…

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