Letzter Tag in Island

Nach der stürmischen Nacht hat sich das Wetter wieder etwas beruhigt. Wir können wieder mit unserem Bus zum Frühstück fahren. Dort erfahren wir von der Hotelbesitzerin, dass es seit fünf Jahren nicht mehr so windig war wie diese Nacht. Da hatten wir aber Glück, dass wir dieses Erlebnis auch noch mitnehmen durften…

Dany, unser Fahrer, hat verschlafen und so geht es schon zwei Stunden nach dem Zeitplan am Vormittag los. Wir sind nicht böse, denn so langsam aber sicher geht uns die Energie aus. 

Wir fahren an den Strand in Vík. Dieses Mal gebe ich mir viel Mühe nicht nass zu werden und siehe da, ich habe nur eine Ladung Steinchen im Schuh. Ein Fortschritt.

Fotostop in Vik

Fotostop in Vik

Danach geht es weiter. Wir fahren wieder zurück zum Seljalandsfoss. Bei dem Wasserfall waren wir vor ein paar Tagen schon einmal. Heute ist er aber nicht wiederzuerkennen. Es ist viel kälter als letztes Mal und der Berg drum herum ist zugefroren. Alle Wege sind zugefroren und mega rutschig. Hinzu kommt der immer noch starke Wind, wir geben schnell auf. 

Seljalandsfoss zugefroren

Seljalandsfoss zugefroren

Unser Tagesziel ist Reykjavik. Hier waren wir noch gar nicht, denn der Flughafen befindet sich im 40 Minuten entfernen Keflavik. Viel Zeit haben wir nicht für die Hauptstadt Islands. Nicht so schlimm, denn es ging uns allen ja hauptsächlich um Landschaftsfotos und da sind definitiv ein paar tolle Fotos bei rumgekommen. Nach einem ausgefallenen Burger in der Hamburger Fabrik geht es zum Hotel. Dort steigt noch eine Abschiedsfeier auf dem Zimmer, bevor es uns wieder in der Welt verstreut.

Island ist definitiv ein schönes Land. Das Wetter ist sehr wechselhaft und unberechenbar. Aber wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kann man sich kaum satt sehen. Die Landschaft ist sehr karg und von den Vulkanen geprägt. Es gibt fast keine Bäume hier, nur Steine, Gräser und Eis. In manchen Abschnitten kann man wirklich lange fahren ohne ein einziges Haus zu sehen. Da heißt es immer vorsorglich zu tanken und genügend Essen dabei zu haben. In Höfn, wo wir die letzten drei Tage waren, gibt es nicht mal einen Supermarkt. Wir waren also komplett auf das Hotelrestaurant angewiesen,in dem es nur Fisch, Lamm, Fleischbällchen und ein vegetarisches Gericht gab. Wenig Auswahl und schnell hat man sich satt gegessen. Generell gibt es offenbar nicht sehr viel Varianten im Essen. Hauptsächlich Fastfood oder Fisch. Und das zu extrem hohen Preisen. Für Fastfood zahlt man schon mal 20€, für Fisch 35€, für Hummer 45€ pro Teller. Chips und andere Snacks liegen so bei 6€. Wenn möglich bringt man sich also am besten so viele Vorräte von zu Hause mit, wie nur möglich. Ich denke die Chancen stehen ganz gut, dass ich wieder zurück komme. Vielleicht im Sommer, da sind dir Tage länger 🙂