Malaysia begrüßt uns mit Sonne

Schon wieder haben wir eine Nacht im Flugzeug verbracht. Mit reichlich wenig Schlaf. Von Dubai ging es weiter nach Kuala Lumpur, Malaysia. Wir finden jedoch Koala Lumpur hört sich schöner an und nennen es ab jetzt so 😉

Das warme, drückende Dubaiwetter hat uns hervorragend auf Koala Lumpur vorbereitet. Wir müssen uns quasi nur noch in der Zeitzone anpassen. Noch mal vier Stunden früher aufstehen als in Dubai. Somit sind wir sieben Stunden vor der deutschen Zeit.

Außerdem herrscht hier Linksverkehr. Doch ansonsten ist das Klima dem in Dubai recht ähnlich. Babschig warm.

Im Flughafen merken wir davon noch nichts. Alles ist angenehm klimatisiert. Die Gebäude sehen auch alle ganz gut aus, nicht so schäbig, wie ich es erwartet hätte. Im Duty Free Laden stehen bergeweise Durianprodukte herum. Das erinnert mich an Thailand, wo ich die Stinkfrucht das erste Mal gesehen habe. Nun da ich den zweiten Namen auch kenne, werde ich mich davor hüten noch mal was davon zu essen. Doch die Vorstellung Unwissenden ein Stück zum Probieren mitzubringen fand ich recht amüsant.

Dann kommen wir zu den nächsten Hürden: wo kriegen wir Bargeld und wie kommen wir zum Hotel. Wir fragen mehrere Flughafenmitarbeiter, die sich gegenseitig widersprechen. Irgendwann finden wir dann aber einen ATM und decken uns mit Ringgits für die nächsten Tage ein. Es ist unheimlich schwer abzuschätzen, wie viel man so braucht von der fremden Währung, insbesondere wenn man die Preise nicht kennt. Zur Not müssen wir halt noch einen suchen..

Dann wurde es schwieriger. Der Flughafen liegt weit außerhalb des Zentrums von Koala Lumpur. Man kann ein Taxi nehmen und dabei arm werden, den Flughafenexpresszug zum HBF und ab da ein kurzes Stück mit dem Taxi für mittel viel Geld oder aber man sucht den Airport Coach, welcher für 2€ in die Innenstadt fährt. Der ist natürlich am weitesten Weg vom Ankunftsterminal, damit sich ja wenige dort hin verirren. Wir aber schon. Für 3,50€ p.P. werden wir sogar mit Bus und Minivan direkt bis ans Hotel chauffiert. Prinzipiell ganz einfach und preiswert. Sehr überraschend war die Verkehrslage: es gibt ja überhaupt kein Chaos. Der Verkehr fließt, es gibt keine kleinen Tuktuks und nur wenige Mofas uns Roller. Die Spuren werden eingehalten, wir brauchen ja gar keine Angst um unser Leben zu haben. Mit Europa vergleichbar ist es natürlich nicht. Aber deutlich zivilisierter als in Thailand und Indien.

Am Hauptbahnhof müssen wir den Bus verlassen und es kommt ein mini Van, der uns weiter zum Hotel bringen soll. Nur passen wir nicht rein. Daher müssen wir eine Weile auf den zweiten Van warten. Mit nur uns beiden will er nicht fahren, deshalb warten wir dann noch auf den nächsten Airport Coach mit weiteren Passagieren. Irgendwann krabbelt ein Viech aus der Verkleidung des Vans, direkt neben mir. Da hört der Spaß erst mal auf und ich kann gar nicht schnell genug zum Hotel kommen.
Aus Indien haben wir gelernt: im tiefsten Asien darf man nicht an Hotels sparen, wenn man siches noch wohl fühlen möchte, also haben wir ein 4-5* Hotel (je nachdem wo man schaut variiert das ein bisschen) mitten im Zentrum gebucht. Wir sind noch nicht aus dem Van raus, da wird uns schon die Tür aufgehalten und das Gepäck, welches wir selbst einladen mussten, ausgeladen. Gleich fühle ich mich ein bisschen wohler. Hier wird Wert auf Service gelegt und hoffentlich krabbelt mir da kein ungebetener Gast im Zimmer rum. Innen sieht alles aus wie in jedem Nobelhotel. Da wir über dreieinhalb Stunden vom Flugzeug zum Hotel gebraucht haben, ist sogar schon ein Zimmer frei. Wieder mit guter Aussicht auf die Petronas Towers und den hoteleigenen Infinity Pool.

Infinity Pool

Wir sind aber erst mal so bedient, dass wir uns duschen und eine Weile ins Bett legen. Am Nachmittag gehts schon besser. Nun wird der Pool getestet. Recht kalt und lang. Hier kann man gut Bahnen schwimmen. Die ersten 20 sind fertig, morgen geht es weiter!

Den ganzen Tag war der Körper so durcheinander, dass wir gar nichts gegessen haben. Da wir wenig Lust habe jetzt noch weit zu laufen, gehen wir in das erste Restaurant, was wir in der Nachbarschaft finden: Bavarian Bierhaus. Hier gibts sowas wie deutsche Küche. Nicht berauschend, aber wir sind wenigstens satt.

Zum “Sonnenuntergang“ (ohne Sonne) sind wir in den KLCC Park gegangen und ich habe meine Fotos von den Petronas Towers gemacht. Zumindest so halbwegs. Ist nämlich doch wieder schwieriger als gedacht. Der ausgesuchte Standpunkt für meine Fotos darf nur ohne Schuhe betreten werden. Nagut, Flip Flops aus. Doch ständig halten sich andere Leute nicht daran und die Aufseherin pfeift wie doof, bis alle sich wieder an die Regeln halten. Auch hinlegen ist verboten. Ich verändere meine Position nicht und auf einmal muss ich auch gehen. Offenbar wird zum Ende des Sonnenuntergangs der Durchgang als Tabu erklärt. Zwei Meter weiter darf ich stehen. Sau komisch. Wer sich den Mist mal wieder ausgedacht hat. Naja morgen wissen wir das gleich uns stellen uns eben woanders hin.

Petronas Towers in Koala Lumpur

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