Montréal – ein Stückchen Frankreich jenseits des Atlantiks

Kaum stehen wir in der Schlange zum Bus nach Montréal, werden wir nur noch auf französisch angesprochen. Im Gegensatz zum englischen Teil Kanadas, wo alle Schilder zweisprachig sind, hat man im französischen Teil alles nur auf französisch. Es ist jedoch nicht so schlimm, wie in Frankreich. Die meisten Menschen können dann doch ganz gut englisch sprechen.

Das Wetter ist immer noch super heiß und sonnig. Wir haben eigentlich gar keine Lust uns zu bewegen. Am angenehmsten ist es im Supermarkt, denn dieser ist stark klimatisiert.

Die Kanadierinnen aus Ottawa meinten Montréal sei eine sehr schöne Stadt. Was wir am ersten Tag gesehen haben, waren allerdings viele herunter gekommene Fabrikgebäude am Hafen, die einem jegliche Sicht versperrt hatten. Erst rund um Notre Dame herum wurde es dann langsam schöner, auch wenn ich mir unter einer “Altstadt“ irgendwie ein paar mehr Gebäude vorgestellt hatte. Ansonsten sieht man durchaus den europäischen Einfluss. Einige Gebäude könnten so auch in Frankreich stehen.

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Notre Dame in Montréal

In der Altstadt finden wir ein Eiskaffee, wo wir uns eine Abkühlung verschaffen wollen. Ich entscheide mich ausschließlich nach dem Aussehen, da mir die Namen alle nichts sagen. Mein Eis mit der Geschmacksrichtung “Brou Ha Ha“ hat seinen Namen aus französischen Dramen des 16. Jahrhunderts und war das, was der Teufel gerufen hat. Der Begriff steht für negative Aufregung, mein Eis schmeckt jedoch ziemlich lecker. Es enthält Vanilleeis als Basis und darin befinden sich ziemlich große Stückchen Brownies, Karamellfondant und geröstete Mandeln.

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Brou ha ha Eis

An unserem zweiten Tag in Montréal wird es Zeit die andere Richtung der Stadt zu erkunden. Tagesziel ist das St. Joseph Oratorium. Es liegt knapp 7km und einen Berg von unserem Hotel entfernt. Wir durchqueren einen riesigen Park und laufen eine gefühlte Ewigkeit. Durch den Regen am Morgen ist die Luft sehr schwül geworden. Sommer in Kanada ist definitiv anstrengend. Zumindest wenn man sich draußen aufhält.

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Oratorium

Auf dem Rückweg grasen wir noch die restlichen Sehenswürdigkeiten bzw. Plätze in der Innenstadt ab, die wir gestern nicht mehr geschafft haben. Leider wird gerade das Jazz Festival vorbereitet und an viele Stellen werden derzeit Bühnen und Zelte aufgebaut. Entsprechend kann man gerade nicht viel sehen. Unser Timing hätte durchaus besser sein können. Wir verpassen viele Festivals, verlassen Kanada einen Tag vor dem Nationalfeiertag und fliegen auch von den USA am Unabhängigkeitstag heim.

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Dekorierte Einkaufsstraße mit halb fertigen Buden

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