Motive finden und aufwerten

Hier habe ich ein paar Tipps für gute, abwechslungsreiche und vielseitige Urlaubsfotos zusammengestellt:

Erhöhte Standpunkte
Die Stadt oder Landschaft als Ganzes fotografieren. Das geht natürlich am besten von Hochhäusern, Seilbahnen, umliegenden Bergen bzw. Aussichtsplattformen oder auch aus dem Flugzeug.

nur von oben kann man die Ausmaße des Lysefjords wirklich in seiner Gesamtheit erfassen

Menschen
Manchmal werden Bilder deutlich aufgewertet, wenn man die Menschen in ihrem typischen Umfeld mit einbindet.

Norweger, wie sie ihre Natur genießen: mit Klappstühlen und viel Zeit

Details
Ausschnitte können auch sehr interessant sein. Oft sind es nämlich architektonische Details, die ein Bauwerk ausmachen.

hätte ich Oper und Harbour Bridge komplett mit aufs Bild genommen, wären die Menschen auf dem Brückengeländer nicht mehr sichtbar gewesen
hier erkennt man gut, wie viel Feinarbeit in einer Stabkirche steckt

neue Perspektiven
Oft lohnt es sich, wenn man sich eine Weile mit seinem Motiv beschäftigt und etwas umhergeht, um es von verschiedenen Seiten zu fotografieren. Auch erhöhte Standorte oder die Froschperspektive können eine ganz neue Wirkung erzielen.

auch als „little planet“ wirkt ein Motiv ganz anders, als in einer flachen Darstellung

Regen und Dunkelheit nutzen
Bei Regen ist alles grau. Stimmt nicht. Gerade abends kann man nasse Straßen wunderbar in Szene setzen, wenn sich Laternen, Ampeln und Leuchtreklamen darin spiegeln.

nur weil der Weg nass ist, spiegeln sich hier die Lichter und das Bild erhält mehr Farbe


lange Belichtungszeiten nutzen
Wasser verschwimmt und sieht ganz weich aus, Menschen werden unsichtbar. Lange Belichtungszeiten haben durchaus ihre Vorteile und können ein echter Hingucker sein. Dafür lohnt es sich doch das Stativ (und ggf. einen ND-Filter) mit herumzutragen.

durch die lange Belichtungszeit sieht die Location plötzlich sehr mystisch aus

Formate variieren
Vor allem an besonders schönen Aussichtspunkten lohnen sich unkonventionelle Bildformate. Nicht immer nur auf 10x15cm beschränken: auch extra breite Panoramaaufnahmen haben ihren Reiz. Hierzu alle Einstellungen manuell machen und eine Reihe Fotos schießen. Die Kamera immer ein Stück weiter schwenken, so dass sich noch etwa 1/3 überlappt, damit sich die Bilder gut verrechnen lassen.

die zusammengesetzten Aufnahmen ermöglichen einen guten Überblick über Florenz

Silhouetten
Es kommt nicht immer darauf an, dass man alle Details gut erkennen kann. Unterbelichtung kann durchaus als Stilmittel eingesetzt werden, um Silhouetten darzustellen.

durch die Unterbelichtung kommen die Farben des Himmels gut zur Geltung

Die optimale Zeit
Tagsüber wirken viele Motive wesentlich langweiliger, als zu den Morgen- und Abendstunden, in denen die Sonne auf und untergeht. Hier ist das Licht deutlich wärmer und stimmungsvoller.
Während der blauen Stunde ist der Kontrast höher und sogar Bewölkung kann so geschickt kaschiert werden.

blauer Himmel und Beleuchtung, so wirkt der Mailänder Dom noch schicker

Viel Spaß beim Fotografieren und Ausprobieren!