New York von Manhattan nach Brooklyn

Kaum eine Stadt kennt man so gut aus Film und Fernsehen wie New York. Wir wollen uns so viele Sehenswürdigkeiten und Stadtteile ansehen, wie es unsere Kraft erlaubt.

Gleich am Morgen begeben wir uns zum Rockefeller Center. Wir haben vorab einen Explorer Pass gekauft und dort ist der Eintritt zur Aussichtsplattform Top of the Rock enthalten. Vorteil soll sein, dass wir nicht so lange am Ticketschalter warten müssen. Wenn jedoch zu viele Touristen den gleichen Pass haben und kaum einer noch Bar zahlen muss, ist die Voucher-Schlange natürlich am längsten. Während wir anstehen wird mächtig gedrängelt und meine Nerven sind stark strapaziert bevor wir überhaupt oben ankommen. Im Aufzug kann man durch die Decke nach oben gucken, das ist cool und ein bisschen gruselig zu gleich. Oben gibt es drei Etagen mit Aussichtsplattformen. Man kann rausgehen, doch dann ist da immer noch ein hohes Geländer aus Glas im Weg. Kleine Kameras kann mam durch die Spalten zwischen den Platten halten und somit Fotos ohne Reflexionen machen. Meine Linse mit ihren 77mm passt jedoch gerade nicht mehr. Nur auf der obersten Plattform gibt es diese Scheiben nicht und von hier aus kann ich mich auch austoben. Ich war ja nun schon auf vielen Türmen und Hochhäusern oben drauf und jede Stadt hat so ihr ganz eigenes Bild. In NYC fällt auf, dass die ganze Stadt quasi nur aus Hochhäusern besteht. Sonst gibt es immer mal ein paar, aber hier hören sie erst oberhalb vom Central Park so langsam auf.

Aussicht von Top of the Rock

Aussicht von Top of the Rock

Anschließend schauen wir bei Macy’s vorbei. Das ist so das bekannteste Geschäft in New York. Dort kriegt man irgendwie alles, ähnlich wie ein gigantisches Karstadt. Als Tourist kriegen wir einen 10% Gutschein und regulär ist hier wohl bereits Sommerschlussverkauf. So werden wir doch tatsächlich beide fündig und sammeln uns bis zu 50% Rabatt zusammen. Die Schnäppchenjagd geht aber noch weiter. An der Straße kriegen wir einen Gutschein für ein atmungsaktives Top. Das holen wir uns im Nachbarladen gleich ab und fahren zurück zum Hostel.

Da das mit dem Essen ja immer ein bisschen schwierig ist, wollen wir in Chinatown unser Glück probieren. Kaum angekommen sind alle Zeichen nur noch in chinesisch. Sehr authentisch, doch es macht die Sache für uns nicht einfacher. Wir testen also ein vietnamesisches Restaurant, weil dessen Karte auch ins englische übersetzt ist. Das Essen schmeckt gut und ist günstiger als an den touristischen Orten.

Von hier aus machen wir uns pappsatt auf den Weg nach Brooklyn. Wenigstens einmal wollen wir selbst über die Brücke laufen. Leider denken sich das auch alle anderen Touristen. Zusammen mit Brückenbauarbeiten und genervte Fahrradfahrern wird die Überquerung eher anstrengend als schön. 

Brooklyn Bridge

Brooklyn Bridge

Erst im Dumbo entspannt sich die Lage wieder. Hier will ich unbedingt Nachtfotos machen. Mit dem Gedanken bin ich nicht alleine und ruck zuck steht alles voll. Neben mir ist ein weiterer Fotograf mit Stativ und wir kommen ins Gespräch. Er wohnt in der Bronx, also am anderen Ende der Stadt und kommt öfter mal nach Brooklyn zum Fotografieren. Zuletzt zeigt er mir noch seinen Lieblingsplatz für Nachtfotos. Es wird ziemlich spät, bis ich mich von Brookyn lösen kann. Dem Gefühl nach hätte ich die ganze Nacht weiter fotografieren können, aber ich bin ja nicht alleine unterwegs und möchte auch niemanden überstrapazieren… 

Skyline von Manhattan, aufgenommen in Brooklyn

Skyline von Manhattan, aufgenommen in Brooklyn

Zu aller letzt machen wir noch einen Stop am Times Square. Hier ist es aufgrund der Reklame fast taghell und auch noch rappelvoll. Wir machen ein, zwei Fotos und verziehen uns wieder aus dem Trubel. Die nächsten Tage werden wohl genauso voll gepackt und die Stadt nicht viel leerer sein, zumal dann die New Yorker selbst wahrscheinlich auch frei haben (Sonntag und Feiertag).

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