Packliste

Auf Reisen kann man natürlich nicht alles mitnehmen. Hier ist meine Packliste mit den mir wichtigsten Dingen, die ich auf meinen Reisen immer dabei habe. Es kommt mir in erster Linie darauf an, dass mein Gepäck nicht zu schwer wird – deshalb sind meine Reiseutensilien besonders klein und praktisch für unterwegs.

Sei mutig und lass so viel wie möglich zu Hause. Wenn du etwas nicht ständig brauchst, überlege dir genau, ob du es wirklich die ganze Zeit mit dir herumtragen willst. In der ersten Woche mag dir das Gepäck vielleicht noch keine große Last sein, aber je länger du es permanent schleppen und bewachen musst, desto mehr wird es dich stören und du wirst dich über Dinge ärgern, die du nur für den einen Anlass mitgenommen hast. An den meisten Orten der Welt kann man schließlich nachkaufen, was fehlt und hat so gleichzeitig noch ein (praktisches) Souvenir.

Bei meiner Weltreise hatte ich zum Beispiel ein paar Ballerinas dabei, weil ich in Bangkok zum Cocktailtrinken auf ein Hochhaus wollte, auf dem nur Abendkleidung zugelassen ist. Im Endeffekt hatte ich diese Schuhe einmal unterwegs an, doch dann waren sie so unbequem zum weiten Laufen, dass ich sie nicht mehr angezogen habe. In Bangkok angekommen haben wir dann zu allem Überfluss unsere Pläne geändert und sind doch nicht auf das Hochhaus gegangen, weil uns alles nur noch zu anstrengend wurde bei den Temperaturen vor Ort.
Das war jetzt nur ein Beispiel, aber wenn du deinen Koffer/Rucksack mal kritisch durchguckst, wirst du bestimmt auch Solche Teile finden, die du getrost hättest zu Hause lassen können.

Nun aber zu meiner bisher bewährten Packliste:

Kleidung

  • 1x Wechselunterwäsche im Handgepäck, man weiß schließlich nie, ob der Koffer wirklich mitkommt
  • Kleidung für 1-2 Wochen, je nach dem wie oft ihr gerne waschen wollt, am besten viel Zwiebellook
  • 1x Ziphose: trocknet schnell, ist ideal zum Wandern und ersetzt eine 3/4 Hose
  • 1x Leinen- oder Viskosehose: ist angenehm dünn, schützt vor Sonnenbrand, kann in muslimischen Ländern getragen werden – wenn es sehr warm ist und ersetzt eine Jogginghose zum Fliegen
  • 1x regenfeste Schuhe, z.B. Turnschuhe oder Wanderschuhe
  • 1x Sandalen/ Flip Flops o.ä. – als Hausschuhe und für den Strand. außerdem im Flieger angenehmer, wenn die Füße dick werden kommt man so nämlich besser wieder rein
  • 1x Halstuch: am besten farblich auf den Rest der Kleidung abgestimmt. Kann notfalls im Flieger als Decke benutzt werden, wenn die Crew so frech war und einem keine gebracht hat – selbst getestet und erfolgreich eingeschlafen 😉

Körperpflegeprodukte

  • Kompakte Elmex Reisezahnbürste: braucht wenig Platz und der Zahnputzbecher dient gleichzeitig als Schutzhülle für den Transport
  • 1x Deo, am besten ein Rolldeo, das kann nämlich auch ins Handgepäck beim Fliegen
  • Bürste/Kamm
  • 2x Haargummi
  • Duschzeug, Shampoo: von allem eine Flasche, wenns leer geht wird unterwegs nachgekauft
  • Reiseföhn
  • Nagelschere und Reisenähset, gibt es auch als kleine Kombi-Packung
  • Sonnenspray, klebt nicht so böse wie Sonnenmilch, schützt aber genauso gut vor der Sonne
  • After Sun Lotion: pflegt die Haut nach einem sonnigen Tag am Strand
  • 1x Reisehandtuch
  • Handwaschmittel + Kleiderbügel, wenn man 1 T-Shirt trocknen möchte ohne großartige Falten (habe ich mit meinem weißen Shirt gemacht, da ich Angst hatte, dass es verfärbt wird, wenn es mit den bunten Sachen in der Maschine gewaschen wird – klappt hervorragend. Alternativ kann man natürlich auch nur farblich gleiche Sachen mitnehmen und alles zusammenwaschen oder das Risiko eingehen…)

Sonstiges

  • Brotdose mit 1l Volumen: reicht für ein Tagesproviant und eignet sich auch zum Mikrowellenkochen, zudem 100% Wasserdicht – könnt ihr also beruhigt in jeder Lage in den Rucksack stopfen
  • Reisebesteck und Taschenmesser: schließlich findet man nicht in jeder Gemeinschaftsküche scharfe Messer oder Dosenöffner
  • Stirnlampe: in vielen Situationen unerlässlich, z.B. wenn man nachts durch ein Dorf ohne Straßenlaternen laufen muss oder die Deckenlampe nicht geht und man nicht im Dunklen bügeln möchte (ja aus fremden Trocknern, mit denen man sich nicht auskennt, kommt die Wäsche manchmal leider ziemlich verknittert raus)
  • planst du viel in Gemeinschaftsküchen zu kochen? Hier ist ein eigenes Abtrockentuch Gold wert!
  • Zipbeutel: so bleiben Reisedokumente trocken, Unterwäsche und andere Klamotten sortiert und zur Not kann man auch mal Essen darin befördern
  • Kofferschloss: beruhigt die Nerven und wenn es ein TSA-Modell ist, kann es bei der Flughafenkontrolle ohne Beschädigung geöffnet werden
  • Bauchtasche für wichtige Dokumente und Geld, wenn du mal an besonders gefährlichen Orten und vollen Großstädten unterwegs bist. Allerdings schwitzt man sehr, daher Papiere immer wasserdicht einpacken (z.B. in eine keine Plastiktüte)…
  • aufblasbares Nackenhörnchen – platzsparend und weich: damit kann sogar ich überall schlafen
  • für Brillenträger: Brillenhülle fürs Flugzeug, so schläft es sich besser

Reiseapotheke

Den Rest kann man ja auch unterwegs kaufen, wenn es nötig ist.

Elektronik

  • Elektrogeräte machen mittlerweile den größten Anteil in meinem Gepäck aus.
    Zum Einen habe ich eine nicht zu unterschätzende Kameraausrüstung, die viel Platz fordert. Zum Anderen wollen die großen Bilder unterwegs gesichert werden, also ist auch immer mein Reiselaptop mit im Gepäck…
  • Meine geliebte Kamera
  • Ersatzakku (es gibt doch wirklich fast nichts ärgerlicherers, als wenn einem unterwegs bei einem tollen Motiv die Kamera ausgeht)
  • große Speicherkarte auf die alle Bilder von mindestens einem Tag passen
  • Reiseobjektiv Sigma 18-250mm – hatte ich jetzt schon wirklich oft unterwegs dabei und finde es unglaublich praktisch nicht ständig das Objektiv wechseln zu müssen. Es ist klein und flexibel. Diese Vorteile gleichen für mich die Qualitätseinbußen im Vergleich zu teuren und hochwertigeren Festbrennweiten direkt wieder aus!
  • Den ganzen Tag eine 2kg Kamera am Hals hängen zu haben macht keinen Spaß. Nun habe ich endlich eine neue Lösung gefunden, die deutlich bequemer ist: der Sun Sniper Kameragurt. Noch dazu durch einen Stahleinsatz vor Diebstahl gesichert.
  • Graufilter für Aufnahmen, auf denen das Wasser weich aussieht. Schon seit dem ersten Foto ist mir klar, auch die kommen ins Reisegepäck!
  • Nun muss die ganze Ausrüstung noch sicher verstaut werden. Hierzu verwende ich den Lowepro Kamerarucksack. Er hat gepolsterte Fächer, in denen die wertvolle Ausrüstung stoßfest verpackt werden kann. Die einzelnen Unterteilungen lassen sich verstellen, so dass man auch noch weiteres Gepäck und Essen im Rucksack verstauen kann. An die Gurte außen kann man prima eine Jacke und ein Stativ hängen und für den Fall, dass es mal regnet, hat der Rucksack eine eingearbeitete Regenhülle. Ach ja, die Öffnung ist zum Rücken hin – im Gegensatz zu anderen Rucksäcken kann man hier getrost auch sein Geld hineintun. Wenn es jemand klauen will, muss er sich schon richtig was überlegen, um da dran zu kommen… Wenn du etwas noch besseres findest, lass es mich wissen 😉
  • Reisestativ: möglichst kleines Packmaß bei großer Arbeitshöhe und Stabilität.
  • Netbook mit viel Speicherplatz zum Speichern für Reisefotos, Backup von Reiseunterlagen, Bloggen und Kontakt halten
  • Kartenlesegerät
  • Kindle als Buchersatz: braucht weniger Platz, ist deutlich leichter und hat seine eigene Beleuchtung, denn nicht überall gibt es gute Beleuchtung in den Zimmern
  • Smartphone: auch toll als Kamerafernbedienung und Stadtplanersatz, sowie Backup von Reiseunterlagen – ohne SIM Lock für ausländische SIM Karten
  • weltweiter Reiseadapter RIESEN Vorteil bei diesem Modell ist, dass er so schmal ist und nicht auch noch die Nachbarsteckdose blockiert

Software und Apps

  • Dropbox: kostenfreier Speicher für Reiseunterlagen, Kopien von Pass und co.
  • Währungsrechner App

Reisedokumente

  • Reisepass, als Ersatz auch Personalausweis mitnehmen (wobei der Personalausweis nicht als Ersatz für den Ausweis gilt. Als Beispiel soll hier mein gescheiterter Versuch genannt werden, eine Flasche Bier in Neuseeland zu kaufen. Die Verkäuferin war dazu verpflichtet nur einen Reisepass anzuerkennen und so gab es dann eben nix, obwohl der Perso ja auch übersetzt ist…)
  • (internationaler) Führerschein, lohnt sich meiner Meinung nach aber nur, wenn du fest planst im Ausland Auto zu fahren, ansonsten lasse ich so viel wie möglich zu Hause. Was man nicht dabei hat, kann einem auch nicht geklaut werden.
  • Impfpass
  • Auslandskrankenversicherung: Vorsicht bei langen Reisen. Ab 45 Tagen Reisedauer muss man oft eine gesonderte Versicherung abschließen, da hier die meisten Standardversicherungen enden.
  • EC-Karte zum Geldabheben – zu Beachten sind die Maximalgrenzen. Am besten vor der Reise zur Bank gehen und die Tagesgrenze auf eine vernünftige Höhe hochsetzen lassen (gleiches gilt für das Monatslimit der Kreditkarte). Ich habe bei meiner letzten Reise vier unterschiedliche Währungen benötigt und wollte mir gerne schon vorab Bargeld beschaffen. Meine Bank hat dafür enorme Gebühren abkassiert. Das nächste Mal werde ich mir bei der Einreise direkt am Flughafen mit der EC-Karte direkt Geld abheben, hier ist der Kurs oft besser.
  • Kreditkarte zum Bezahlen von Ho(s)tels etc. (Kartensperrnummern nicht vergessen)
  • bisschen Euro-Bargeld für den Notfall, am besten klein gestückelt, dann kann man auch mal eben noch 10Euro nachtauschen – in manchen Ländern geht das sogar ohne Gebühren
  • falls nötig: Visum vorher beantragen
  • Flug/Bahn/Bus Tickets
  • Buchungsunterlagen
  • Kopien/Scans von allen wichtigen Dokumenten anfertigen und auf verschiedene Medien verteilen
  • Adressliste, dann können sich die Lieben daheimgebliebenen wenigstens über eine Karte freuen

Aufgrund der schweren Kameraausrüstung kommt mein techniklastiges Handgepäck schon auf 7kg, dafür ist der Koffer nicht mehr besonders schwer, da hier wirklich fast nur noch meine Kleidung drin ist. Generell sollte man alle Wertsachen immer ins Handgepäck stecken (und gut darauf aufpassen), da man nie weiß, wann und wo der Koffer so landet. Wer nicht so fotosüchtig ist wie ich, kann auch noch weitere Ersatzklamotten ins Handgepäck packen und ist so eine Weile versorgt, falls das Gepäck wirklich mal nach einem ankommen sollte.

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