Review: Reisen mit GAdventures

Zwei Mal war ich nun schon mit GAdventures unterwegs. Eigentlich plane ich meine Reisen ja lieber selbst, aber dann besteht da immer noch das Problem eine Begleitung zu finden und ganz alleine unterwegs sein finde ich nicht so verlockend. Interesse im Freundeskreis ist meist vorhanden, aber mit Geld und Zeit sieht es oft schlecht aus… so bin ich dann zu GAdventures gekommen. Hier kann man „alleine“ reisen, wenn man nicht alleine sein möchte und zahlt nicht zwangsläufig mehr, als wenn man es sich selbst organisieren würde.

junge Reisegruppe

junge Reisegruppe

Nun gibt es auch noch unzählige weitere Reiseanbieter. Was ist also so besonders an GAdventures?

Erster Riesenvorteil ist die Durchführungsgarantie. Selbst wenn nur eine Person die Reise bucht, findet diese statt (okay ganz alleine mit dem Reiseleiter unterwegs zu sein ist nicht so lustig, wie in einer Gruppe, aber immerhin kann man schon direkt die Anreise organisieren und sich auf das Reisedatum verlassen).

Außerdem ist es mir auch wichtig in einer kleinen Gruppe unterwegs zu sein. Gerade wenn ich noch halbwegs anständige Fotos machen möchte, passt es mir gar nicht, wenn 50 andere Teilnehmer um mich herum wuseln und durch mein Bild marschieren. Bei meinen Reisen waren wir einmal 12 und einmal 18 Teilnehmer. Das ist eine angenehme Gruppengröße.

Reisebus

Reisebus

Für die Reisen gibt es zudem eine Altersbegrenzung. Man muss zwischen 18-39 Jahren alt sein, um teilnehmen zu dürfen. Entsprechend sind die Teilnehmer noch jung und das Programm kann besser an die Zielgruppe angepasst werden. Bei älteren Menschen kämen Camping, Kamelreiten, steile Wanderungen oder stundenlange Busfahrten vermutlich weniger gut an. Hier ist der Zeitplan einfach etwas straffer und es ist durchaus auch anstrengend immer alle Aktivitäten mitzumachen. Aber so erlebt man auch das Maximale in kürzester Zeit.

Super ist es auch, dass kein Aufpreis für Alleinreisende anfällt. Sind zwei alleinreisende Frauen oder Männer in der Gruppe, werden sie in ein gemeinsames Zweibettzimmer eingeteilt. Die Geschlechter bleiben aber getrennt. Ist eine alleinreisende Frau und ein alleinreisender Mann angemeldet, erhalten sie beide jeweils ein Einzelzimmer.

Nach der Reise wird einem per E-Mail ein digitaler Evaluationsbogen zugeschickt. Ist zwar immer etwas nervig, die vielen Fragen auszufüllen, aber im Endeffekt trägt es dazu bei die Reise besser zu machen. Ganz nebenbei erhält man 10%-Rabatt (3 Jahre gültig) auf die nächste Reise mit GAdventures.

Etwas befremdlich fand ich es anfangs, dass man seine An- und Abreise selbst organisieren muss. Da sieht die Reise erst sehr günstig aus und nachher kommen halt doch noch etliche Kosten drauf. Gleichzeitig ist dies aber auch ein Vorteil, weil man sich so völlig unkompliziert eine Verlängerung am Start- oder Endort der Tour ermöglichen kann. Das geht bei einer komplett organisierten Tour schon schlechter.

Ein paar Sachen sind aber auch nicht so umwerfend. Hierzu gehören die vielen Restaurantbesuche. Oft ist das Frühstück im Reisepreis inklusive (manchmal auch zusätzliche Mahlzeiten), aber häufig geht man auch in Restaurants essen. Erstens habe ich gar nicht so viel Hunger, um zwei Mal am  Tag im Restaurant zu essen und zweitens geht es über eine längere Zeit auch gut ins Geld.

Pizzaessen im Restaurant

Pizzaessen im Restaurant

Da man mit einem Reiseleiter unterwegs ist, wird auch erwartet, dass man ihm ein Trinkgeld zahlt. Die Höhe des Trinkgeldes richtet sich selbstverständlich nach den lokalen Preisen und der Dauer der Reise. In den USA wurden beispielsweise 5-10$ pro Reiseleiter und Tag als Richtlinie angegeben. Das macht bei zwei Reiseleitern und 16 Tagen 160-320$ extra. Ob man Trinkgeld gibt und wie hoch dieses ausfällt, bleibt einem selbst überlassen, aber eigentlich wird es schon von einem erwartet. Für mich ist es jedenfalls sehr ungewohnt so viel Geld an jemanden zu bezahlen – nur dafür, dass er seinen Beruf ausübt.