Unser Erlebnis mit dem 4×4 Land Rover

Bisher habe ich bei jedem Dubaibesuch vorgehabt in die Wüste zu fahren und nie ist was daraus geworden. Heute sollte der Traum Wirklichkeit werden. Den Ausflug haben wir schon ein paar Tage vorher von Deutschland aus gebucht. Die Wettervorhersage erschien für heute noch am wenigsten schlecht, doch dann gestaltete sich der Tag leider trotzdem regnerisch… Hey ho, fünf Regentage pro Jahr soll es in Dubai geben und wir haben schon einen erlebt. Kann auch nicht jeder Tourist behaupten.. Spaß beiseite, ist natürlich doof, weil somit der Sonnenuntergang nicht zu sehen war.

Nun aber noch mal zurück zum Anfang. Wir wurden also von dem Land Rover mit Allradantrieb vom Hotel abgeholt. Die anderen Teilnehmer waren schon im Fahrzeug und haben die guten Plätze belegt. So kommen wir in die letzte Reihe, direkt über die Hinterreifen, wo die Sitzfläche fast auf dem Boden ist. Ziemlich unbequem auf die Dauer und sehr holprig.

Die Fahrt zum Wüstenrand dauert etwa eine Stunde. Dann halten wir an, um Luft aus den Reifen zu lassen, damit das Fahrzeug dünentauglich wird. Mit einem Affenkaracho und ohne Sinn und Verstand prescht der Fahrer hoch und runter und reißt das Lenkrad extra wild herum. Mindestens 3 von 6 Teilnehmern finden das einfach nur angsteinflößend. Lediglich eine findet die Manöver toll. Benedikt und ich versuchen uns mit allen Vieren auf unseren Plätzen zu halten und hoffen, dass es bald enden möge… Als wir endlich im Camp angekommen sind, ist uns noch ganz mulmig zumute und wir brauchen erst mal ein bisschen Zeit um wieder runter zu kommen. 

Dann komme ich zu dem Teil, weshalb ich gerne in die Wüste wollte: Fotos! Da ständig neue Autos angeschossen kommen, traue ich mich zu Fuß nicht weit weg vom Camp. Vielmehr gehen wir eine ausgiebige Runde drum herum. Jeder Busch wird fotografiert. Leider ist der Himmel grau und die Sanddünen haben kaum Schatten oder Farbunterschiede. Dann fängt es wieder an zu regnen. Diesmal auch so doll wie in Deutschland. Wir gehen ins Camp und warten, dass es aufhört. Unter dem Dach verbringe ich die Wartezeit mit Henna auf der Hand. Das ist inklusive. Die Malerin ist sehr geschickt und in 10 Sekunden ist die Blume fertig. Jetzt muss ich still sitzen, damit es trocknen kann. 

Henna

Der Regen hört zwar auf, aber wir haben jetzt keine Lust mehr noch mal auf Fotojagd zu gehen. Außerdem füllt sich das Camp mehr und mehr. Offenbar haben die verschiedenen Anbieter unterschiedliche Zeiten und wir waren einer der ersten. Es bilden sich lange Schlangen vor den Essensausgaben und Getränken. Hierbei muss man wissen, dass es jeweils eine Schlange für Frauen und eine für Männer gibt. Das wird auch ganz eng gesehen. Keine Ahnung wozu das gut ist, als ob der Tee von den Männern anders schmecken würde. Außerdem beginnen jetzt die Live Vorführungen: Bauchtanz, Feuerspucker und co.

Unterschlupf im Camp

Unterschlupf im Camp

Insgesamt war der ganze Ausflug ziemlich touristisch. Das wusste ich auch vorher. Aber eigentlich war mein Plan ja auch die abenteuerlichen Aktivitäten (wie Dune Bashing, Kamel Reiten und Quad fahren) auszulassen und die ganze Zeit bis zum Sonnenuntergang Fotos zu machen. Naja das war halt nix, aber auch in den nächsten Tagen stehen die Chancen für Sonne sehr schlecht, von daher haben wir versucht das Beste daraus zu machen.

Auch bei der Rückfahrt meint unser Fahrer noch mal zu zeigen was er so drauf hat. Mit vollem Magen finde ich das noch weniger lustig und der Anschnallgurt drückt stark auf den Bauch. Da jetzt alle anderen Autos auch auf dem Rückweg sind, ist richtig viel Betrieb auf den Dünen. Die Verrückten fahren in zwei Reihen nebeneinander her und machen ihre Manöver um die Büsche herum, obwohl der Weg zwischendrin breit genug gewesen wäre. Wir kriegen am meisten Abenteuer für unser Geld und überholen trotz Gegenverkehr noch die vorsichtigen Autos vor uns. Eins steht fest: so viel Abenteuer brauchen wir nicht noch mal.

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