Vestkapp

Heute ging es an den (angeblich) westlichsten Punkt des norwegischen Festlands.

Zuerst führte uns der Weg entlang einer „Panoramastraße“. Auch diese war besonders schmal und ab und an kam mal eine Ausweichbucht für den Fall, dass Gegenverkehr kommt. Besonders schlimm finde ich an diesen Strecken die einspurigen Tunnel mit Gegenverkehr – da bin ich jedes Mal wieder erleichtert, wenn ich es heil überstanden habe. Wie diese Straße zu ihrem Namen kommt, ist mir ein Rätsel, denn die meiste Zeit hatte man gar keine Aussicht auf den Fjord, sondern kam sich vor wie auf einem Feldweg im Wald.
Wir haben schon spekuliert, dass die Norweger ihre schlechten und alten (engen) Straßen einfach als Touristenstraßen auszeichnen lassen, damit sie diese nicht ausbauen müssen.
Unser erster geplanter Stop war der Kannesteinen. Im Reiseführer (der gleiche, der uns auch eine Panoramastraße versprochen hatte) stand, dass dies ein 4m hoher Stein ist, der vom Meerwasser (und Steinen) ausgewaschen ist. Als wir dort angekommen sind, stand da tatsächlich ein Stein, aber besonders groß kam er uns nicht vor. Wäre da kein Schild gewesen, hätten wir den Stein niemals entdeckt. Insgesamt eher enttäuschend..
Aus genau einer Richtung konnte man nur Fotos machen, sonst waren die umliegenden Steine zu hoch. Der Fotograf für den „Nordfjord Guide“ war wirklich sehr begabt, den Stein so in Szene zu setzen, dass dort Touristen nur deswegen hinfahren. 
Als nächstes wollten wir zum Vestkapp fahren. Ein kurviger, schmaler Weg lag vor uns und es ging etliche Male auf einen Berg, um dann gleich auf der anderen Seite wieder herunter zu fahren. 
Unterwegs waren mehrmals Tiere auf der Fahrbahn. Heute hatten wir sogar ein breit gefächertes Spektrum an Tierarten: von Katzen über Schafe und Kühe bis hin zum Highlight – 4 norwegische Fjordpferde.
Endlich am Vestkapp angekommen, lauerte die nächste Enttäuschung. Alles vernebelt, denn das Aussichtslokal war durch eine Baustelle ersetzt und die Aussicht war von schnell vorbeifegenden Wolken versperrt. Eine einzige grau Suppe, dafür aber mal kaum Touristen. Leider war der Wind nicht stark genug, um sich hineinzulegen, aber es hätte nicht viel gefehlt.
In Richtung Norden war die Sicht dann doch noch da:

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