Wanderung zum Offersøykammen – krönender Abschluss unserer Fotoreise

In den vergangenen Tagen haben wir mit allen verbleibenden Kräften fotografiert. Morgens, Mittags, Abends, Nachts. Es gab mehrere Nächte mit wenig Schlaf, wir waren viel draußen und haben uns die Beine in den Bauch gestanden, während die Kameras fleißig aufgenommen haben.
Daher bot es sich an zum Abschluss der Reise noch mal etwas anderes zu machen: eine Wanderung!

Wegen den schwierigen Bedingungen im Winter sollte es eine einfache Wanderung sein, nicht zu viele Höhenmeter, nicht zu viele gefährliche Abschnitte, aber möglichst eine tolle Aussicht. Da kam der Offersøykammen gerade richtig. Nach 40min Fahrt haben wir den Anfang des Wanderwegs erreicht. Bewaffnet mit Gamaschen, Spikes und Wanderstöcken, sowie dem schweren Fotogepäck ging es bergauf. Zunächst über Eis, durch dünne Bäume hindurch, später auf vereistem Schnee und ohne Bäume.
Die Aussicht ist den gesamten Wanderweg phänomenal. Beim Aufsteig kann man die Mitte der Lofoten sehen: Gravdal und Leknes.
Am Gipfel angekommen haben wir auch die Sicht auf die gegenüberliegende Seite zum Haukland Beach (bei dem wir bereits abends die Nordlichter fotografiert haben).

Aussicht vom Gipfel in Richtung Haukland Beach

Die norwegische Landschaft hat sich wieder einmal von ihrer besten Seite gezeigt. Statt den angekündigten Wolken, konnten wir komplett bei herrlichem Sonnenschein und ohne Wind wandern. Da heute Samstag ist, haben wir auch einige Einheimische getroffen, die den Weg als Wochenendspaziergang genutzt haben. Nach einem kurzen Gespräch mit einem der Wanderer haben wir herausgefunden, dass die Norweger bereits Spikes in der Schuhsohle haben. Deshalb sieht es so mühelos aus bei ihnen in ihren Wanderschuhen. Wir müssen uns Spikes extra anschnallen, um überhaupt auf dem Eis laufen zu können. Gerne laufe ich nicht auf dem Eis, aber es ist hier unvermeidbar und ich muss zugeben mit der richtigen Ausrüstung ist es eigentlich auch kein Problem (höchstens noch in meinem Kopf).

Morgen müssen wir leider wieder zurück nach Schweden fahren. Die Zeit auf den Lofoten ist vorbei, ich trauere jetzt schon, dass ich Norwegen wieder verlassen muss. Die Landschaft gefällt mir so viel besser als zu Hause. Aber eines steht fest, ich werde wieder kommen!

Hier noch ein kleiner Einblick in die neuesten Nordlichtfotos:

Drei Nächte haben wir gebraucht, um dieses Foto aufzunehmen. In den ersten Nächten war kein Nordlicht am Himmel oder kam von der falschen Richtung. Jetzt endlich hatten wir Erfolg!

Skagsanden Beach – kein Geheimtipp mehr. Nachts ist hier die Hölle los, überall Fotografen. Kaum macht man seine Stirnlampe an, wird man ausgeschimpft.. aber in diesen eisigen Steinen laufe ich nicht ohne Licht

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