Warum Postkarten schreiben auch heute noch cool ist

Rechnungen, Werbung und offizielle Schreiben. Die meiste Post, die heutzutage im Briefkasten landet, löst keine Freude aus.

Umso schöner ist es dann, wenn zur Abwechslung eine Postkarte dabei ist.

In diesem Artikel möchte ich aufzählen, warum ich auch heute noch fließig Postkarten schreibe, obwohl es doch über das Internet schneller und billiger ginge.

Mach anderen eine Freude

Im Zeitalter von Internet hat Papierpost eine höhere Bedeutung bekommen. Ich finde eine handgeschriebene Nachricht wesentlich persönlicher, als eine getippte digitale Nachricht.
Mit einer Postkarte zeigst du also, dass dir die/der Empfänger/in wichtig ist und du dir Zeit für sie/ihn nimmst.

Werde Teil des Inventars

Fährst du oft weg und schreibst fleißig Karten, kannst du bei deinen Freunden/Familie vielleicht eine ganze Sammlung von deinen Karten entdecken.

Sind diese auch noch an einer Wand aufgehängt, wird dich das bestimmt mit Stolz erfüllen.

Noch dazu hängt ein kleiner Teil von dir in einer anderen Wohnung – man fühlt sich verbunden.

Du kriegst welche zurück

Wer etwas gibt, bekommt auch eher etwas zurück. Sprich: die Chancen stehen gut, dass auch du eine Postkarte zurück geschickt bekommst, wenn deine Freunde wegfahren.

Die Arbeitsweise der Post bietet Gesprächsstoff

Fast genauso spannend, wie die Reise mit der Bahn, kann der Transfer einer Postkarte sein.
In den seltensten Fällen kommen zwei gleichzeitig in den gleichen Briefkasten geworfene Postkarten, die an den gleichen Ort adressiert wurden, auch gleich schnell am Ziel an.

Manchmal werden die vermeintlichen Luftpost-Karten auch auf dem Landweg verschickt und brauchen schlappe sechs Wochen bis ans andere Ende der Welt.
Möglicherweise liegt dies aber auch daran, dass die Postbeamten in Brunei die Karten manchmal noch sorgfältig in Plastiktütchen einpacken.

Besonders skurril fand ich die Geschichte, bei der eine Postkarte fünf Jahre lang in den Tiefen der Post herumgeirrt ist und erst nach dem Tod der Senderin angekommen ist!

Ein Glück für Briefmarkensammler

Je nachdem wo du reist, gibt es wirklich hübsche Briefmarken.
Jeder Briefmarkensammler wird sich darüber freuen.

Teile deine Urlaubsfreude mit anderen

Im Vergleich zu einem digitalen Gruß, hat man bei einer Postkarte noch ein richtiges Souvenir in der Hand.

Dieses Stück Papier war mit dir auf Reisen und es hat seine eigenen Abenteuer erlebt.

Karte als Souvenir

Postkarten eigenen sich prima als Souvenir. Willst du sie selbst behalten, wiegt sie kaum etwas und braucht auch nur wenig Platz in der Tasche.

Zu Hause steht sie nicht blöd rum und muss abgestaubt werden, also auch super für Hasser des Saubermachens geeignet.

Schickst du sie an deine Freunde, wiegt sie noch weniger, da sie ihre Reise mit der Post antritt.

Meistens günstig

In der Regel sind Postkarten recht günstig und solange du nicht unendlich viele davon verschicken möchtest, haut es nicht stark ins Budget rein.

Außerdem sollten einem Freunde doch so viel Wert sein, oder?

Fotoersatz

Hast du keinen Fotoapparat zur Hand oder sitzt du im Bus, der nicht überall anhalten kann, wo es dir gut gefällt?

Spielt das Wetter nicht mit oder wurde mal wieder eine Baustelle an einer äußerst ungünstigen Stelle eröffnet?

Dann sind Postkarten der ideale Fotoersatz.

Hier hatten die Fotografen einen optimalen Standort und Zeitpunkt gewählt, den du auf einer zeitlich begrenzten Reise nicht immer nachmachen kannst.

Kartenalbum

Bei meiner Weltreise habe ich von jedem Ort, den ich besichtigt habe, eine Postkarte gekauft.

Schön ist, dass auf der Rückseite meistens noch eine kleine Info zu dem Ort steht.

So ist es einfacher sich an mehr Details zu erinnern.

Doch was tut man mit einem Bündel Postkarten? Ich habe mich dieses Jahr für ein Postkarten-Album entschieden.

Wollt ihr das nachmachen bedenkt aber bitte, dass die Karten dicker sind als Fotos. Klebt man statt Fotos Postkarten ins Album, wird es unter Umständen nicht mehr zugehen…

 

Verschönerung des Reisetagebuchs

Immer wenn ich auf Reisen bin – und auch nur dann – schreibe ich Tagebuch, um die vielen tollen Erlebnisse nicht zu vergessen.

Über die Jahre hat sich die Schreibweise immer weiterentwickelt und aktuell bin ich zu dem Schluss gekommen, dass sich die Bücher später besser anschauen, wenn man auch etwas visuelles zu sehen bekommt.

Einfach eine Rolle Tesa einstecken (die kann man übrigens auch für extrem viele andere Dinge unterwegs verwenden) und schon kann man immer mal zwischen durch eine Postkarte einkleben.

Dies ist auch mit anderen Dingen des Urlaubs erweiterbar. Zum Beispiel Eintrittskarten, Aufklebern oder Flyern von Ausflügen… die Liste könnte unendlich lange fortgesetzt werden

Du unterstützt Künstler

Indem du eine Postkarte kaufst, untersützt du die Fotografen und Künstler, die diese erstellt haben.
Das ist mir persönlich wichtig, auch in anderen Bereichen: gefällt mir zum Beispiel ein Lied sehr gut, möchte ich auch den Sänger unterstützen und kaufe es mir.

Lebe dich kreativ aus

Ich bin gerne mal kreativ und auf Postkarten kann man das auch gut ausleben.
Ob es jetzt eine spiralförmige oder bunte Beschriftung der Karte ist oder du ein Bild dazumalst, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Eine weitere Idee ist ein Postkartenbrief. Hier wird einfach auf einer zweiten (dritten…) Postkarte weitergeschrieben. Diese können auch von anderen Orten (an späteren Tagen) kommen.

Entwerfe eigene Postkarten

Bist du unterwegs technisch gut ausgestattet? Dann kannst du ja auch eine eigene Postkarte erstellen ( zum Beispiel hier).

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