Welche Unterkunftstypen gibt es?

Heutzutage gibt es etliche Möglichkeiten, wie man reisen und wo man übernachten kann. In diesem Artikel möchte ich die bekanntesten Varianten vorstellen, Vor- und Nachteile nennen und diese miteinander vergleichen.

Hotels

Die bekannteste Unterkunftsart sind wohl Hotels. Sie sind mit Sternen klassifiziert und so findet man leicht heraus, welche Standards das Hotel bietet und welche Hotels somit zu den eigenen Anforderungen passen.
Sowohl Ausstattung, als auch Service varriieren enorm vom 1* Hotel, was vielmehr einem Hostel ähnelt bis hin zum 7******* Hotel, wo man nur in die Nähe gelassen wird, wenn man eine Reservierung vorzuweisen hat oder eine enorme Summe für eine Besichtigung bezahlen möchte.

+ oft im Stadtzentrum
+ Zimmerservice: Bettwäsche ist vorhanden und bereits aufgezogen, Handtücher werden gewechselt und jeden Tag wird das Zimmer gereinigt
+ oft ruhiger und sauberer als beispielsweise Hostels
+ es wird oft Frühstück (manchmal auch Mittag- und Abendessen) angeboten (teilweise sogar inklusive)
+ feste Check-In Zeiten, zu denen man ohne Termin kommen kann
– meistens teuer
– man lernt schlechter andere Reisende kennen

# Tipp: vorher die Bewertungen auf Buchungsportalen, wie z.B. Booking.com durchlesen

Ich persönlich buche meine Unterkünfte wenn möglich immer bei Booking.com. Das klappt auch fast immer mit meiner „30€ pro Nacht“-Regel. Hier findet man eine wirklich große Auswahl an Unterkünften. Vor allem wenn man viele Hotels auf einmal sucht, ist es sehr einfach Merkmale zu vergleichen. Sucht man auf den Hotelseiten selbst, dauert es wesentlich länger, bis man beispielsweise herausgefunden hat, zu welchen Uhrzeiten man ein- und auschecken kann, ob das Frühstück inklusive ist, wie die Stornierungsbedingungen sind, ob WLAN angeboten wird und in welcher Lage das Hotel ist bzw. ob es in unmittelbarer Nähe noch andere Optionen gibt. Es lohnt sich ebenfalls konsequent dort zu buchen, denn dann steigt man relativ schnell zum „Genius“-Kunden auf. Mit diesem Status erhält man über booking.com noch weitere Rabatte, Begrüßungsgetränke oder verlängerte Check-out Zeiten.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt euer nächstes Hotel über booking.com zu buchen, bekommt ihr 15€ Rabatt von mir. Wie das geht? Ganz einfach: über folgenden Link auf booking.com gehen.

AirBnB

Bei AirBnB handelt es sich um eine recht neue Plattform. Ich habe sie 2017 zum ersten Mal selbst ausprobiert und gute Erfahrungen damit gemacht. Hier bieten Privatpersonen Ihre Unterkünfte oder Zimmer an. Man kann Filter setzen und somit einschränken, ob man eine ganze Unterkunft für sich alleine haben möchte oder ob es einem genügt ein Zimmer in einer gemeinsamen Wohnung mit dem Gastgeber oder anderen Gästen zu teilen. Es lässt sich, ähnlich wie bei Booking.com alles gut vergleichen, doch man kann hier viel Geld sparen. Auch hier empfiehlt es sich die Bewertungen

+ großes Angebot/ noch nicht so bekannt -> auch kurzfristig findet man hier noch Optionen
+ zentrale Lage ist oft wesentlich günstiger als Hotels
– man schläft bei „Privatpersonen“ und hat keine Rezeption, wo man jederzeit den Schlüssel abholen kann
– es gibt keinen Zimmerservice: es wird nicht täglich geputzt, Handtücher sind nicht zwangsläufig da (und werden nicht gewechselt), Klopapier wird nicht nachgefüllt
– kein Frühstück inklusive, dafür aber oft eine Küche, wo man sich selbst Essen zubereiten kann

B&Bs

Unter Bed & Breakfasts versteht man Zimmer von Privatleuten, oftmals in deren eigenem Haus. Es gibt Varianten mit eigenem oder geteilten Badezimmer. B&Bs sind meistens sehr überschaubar, da es nur wenige Zimmer gibt. Wie der Name schon sagt, wird morgens auch ein Frühstück serviert.

+ kleine Unterkunft mit wenigen Zimmern
+ Bettwäsche/Handtücher inklusive
+ Frühstück inklusive
+/- familiäre Atmosphäre
– oft teurer als Hostels

Hostels

Wer billig reisen möchte, ist bei Hostels genau richtig. Hier muss nicht zwangsläufig auf Komfort verzichtet werden. Es gibt nämlich längst nicht mehr nur die geteilten Mehrbettzimmer mit durchhängenden Hochbetten, sondern oft bieten Hostels auch Privatzimmer für 1-2 Personen an. Hier kann man quasi den Komfort eines Hotels genießen, manchmal hat man sogar ein eigenes Badezimmer. Wertsachen können sicher verstaut werden und wenn man doch Anschluss sucht, findet man den in den Gemeinschaftsräumen.
Des Weiteren haben Hostels – vor allem bei Langzeitreisenden – den Vorteil, dass sie eine Gemeinschaftsküche und Waschmöglichkeiten bieten. Kocht man sich unterwegs sein Essen selbst, kann man nämlich enorm viel Geld sparen ohne auf eine warme Mahlzeit verzichten zu müssen.

+ günstig
+ Gemeinschaftsküche
+ Waschmaschine/Trockner
+ offene, kommunikative Einrichtung, in der man schnell Leute kennenlernen kann
– kann sehr laut sein (wenn Leute feiern oder nachts heimkommen)
– weniger Service als im Hotel (Betten werden nicht überall gemacht und es gibt nicht immer Handtücher/Bettwäsche)
– meist spartanische Ausrüstung und wenige Ablageflächen (geschweige denn einen Stuhl)
– kein Frühstück inklusive

Motels

Motels sind ein Beherbergungsbetrieb für Autoreisende. Sie sind meist nicht so schön wie Hotels, aber dafür auch nicht so teuer.
In Deutschland findet man sie an Fernverkehrsstraßen. Im Ausland kann es aber auch passieren, dass sie mitten in der Stadt sind und von den Einrichtungen her einem Hostel mit Parkplatz entsprechen.

+ autofreundlich: Parkmöglichkeiten vor der Tür

Apartment / Ferienwohnung

Mietet man sich eine Ferienwohnung oder ein Apartment, hat man mehr Platz als in einem kleinen Hotelzimmer. Gerade bei langen Reisen kann das sehr angenehm sein, damit man sich nicht zu sehr auf die Nerven geht und ein bisschen Raum für sich selbst hat. Außerdem ist hier eine eigene Küche vorhanden, die wahrscheinlich sauberer ist, als das Geschirr einer Gemeinschaftsküche.
Wenn es einem anfangs nicht sauber genug ist, so kann man hier wenigstens nach dem ersten Abwasch sicher sein, dass es ab dann den eigenen hygienischen Anforderungen entspricht.

+ recht günstig bis mittelteuer
+ kann auch eine super Lage sein, die man sonst nicht bekommen hätte
+ mehr Platz als in einem Ho(s)tel-Zimmer
– Endreinigung kostet oft extra
– kein Handtuchwechsel oder gar keine Handtücher/Bettwäsche

# Tipp: Suchplattform AirBnB

Bei Familie oder Freunden unterkommen

Übernachtet man bei Familie, Freunden oder Bekannten, muss man nichts bezahlen und spart somit Geld. Allerdings ist es nett, wenn man ein kleines Gastgeschenk mitbringt.
Es empfiehlt sich ein bisschen im Haushalt zu helfen und ein angenehmer Gast zu sein, sprich: sich an die Hausregeln zu halten.

Familie, Freunde, Bekannte

+ kostenlos
+ Insidertipps
+ Kochmöglichkeit
– Hausregeln
– Gastgeschenk

# gut geeignet für eine kurze Durchreise (1-2 Nächte)

Couch Surfing

Couch Surfing ist eine Internetseite, auf der Privatleute ihr Sofa für fremde Reisende anbieten. Sinn dabei ist, dass man von dem Wissen der Einheimischen profitiert, wenn man bei Ihnen übernachtet und auch gemeinsame Dinge unternimmt. Wer das Angebot von Couch Surfing in Anspruch nimmt, sollte fairerweise auch einen Schlafplatz anbieten. Da es also in erster Linie um den Kontakt geht, ist es sinnvoll sich das Profil des anderen genau durchzulesen und herauszufinden, ob ihr zusammen passt.

+ kostenlos
+ Kontakt mit Locals und deren Kultur (Insiderinfos)
– man kennt den Host vorher nicht (sage Freunden/Familie am besten vorher bescheid wo du unterkommst.. sicher ist sicher)
– hängt stark vom Host ab, ob es gut ist oder nicht
– Gastgeschenk

 

Arbeiten für Kost und Logis

Steht bei dem Reisen nicht Sightseeing im Vordergrund, kommen auch Optionen in Frage, bei denen man für seine Unterbringung in Arbeitsstunden anstelle von Geld zahlt. Hierzu gibt es verschiedenste Möglichkeiten.

WWOOF

WORLD-WIDE OPPORTUNITIES ON ORGANIC FARMS ist ein weltweites Netzwerk, das dazu dient Menschen zusammenzubringen, die einen naturverbundenen Lebensstil auf dem Land führen oder aktiv kennen lernen wollen. Es handelt sich also um freiwillige Farmarbeit (in der Regel 4-6h/Tag und 5-6Tage/Woche) im Austausch zu einer kostenlosen Unterkunft mit Essen.

– man landet mitunter irgendwo im Nirgendwo
– evtl. ist hierfür ein Visum nötig (abhängig vom Land)
+ es entstehen keine Kosten

# für eine Dauer von 1-4 Wochen empfehlenswert

HelpX

Auch HelpX ist eine Möglichkeit sich Kost und Logis durch Arbeit zu erwirtschaften.
Jedoch ist hier das Arbeitsspektrum breit gefächert und nicht auf die Farmarbeit spezialisiert.
Ein Anwendungsgebiet könnte zum Beispiel das Sauber machen in Hostels sein.

House Sitting

Manche Menschen wollen gerne ihr Haus versorgt wissen, wenn sie in den Urlaub fahren. Hierzu stellen sie ihr Haus auf eine Seite wie z.B. Housecarers oder Trusted House Sitters. Hat jemand Interesse sich um das Haus zu kümmern und in der Abwesenheit der Eigentümer darin zu wohnen, schickt er eine Anfrage. Mit etwas Glück sind die Eigentümer einverstanden und der „Hauspfleger“ kann kostenlos in dem Haus wohnen. Gut daran ist, dass die Pflege des Hauses nicht den ganzen Tag in Anspruch nimmt und man so noch Zeit hat ohne Wohnkosten eine neue Stadt zu erkunden.

– man hat Verpflichtungen
– man muss selbst sauber machen
– kein Kontakt zu anderen Reisenden
+ günstig: man bekommt ein ganzes Haus kostenlos zur Verfügung gestellt
+ Kochmöglichkeit
+ viel Platz

Camping

Möchte man in entlegenen Gegenden unterwegs sein, sollte man in Betracht ziehen zu campen. Je nach Reiseland lässt sich so auch auf legale Weise enorm viel Geld sparen. Ist Wildcampen erlaubt, spart man sich die Unterkunftskosten, die vor allem in Nordeuropa sehr hoch sind. Allerdings muss man auch auf so manchen Komfort verzichten und vielleicht etwas spartanischer leben.

Wohnmobil

– teuer: hohe Mietgebühr
– sperriges Fahrzeug, tagsüber unpraktisch und mindestens einer muss sich zutrauen es zu fahren
– Zusammenleben auf engstem Raum
+ flexibel
+ nur 1x Auspacken und trotzdem rumkommen
+ Toilette und Küche immer dabei

Zelten

+ günstig
+ flexibel, man kann es überall aufbauen und in der Pampa schlafen
– oft abseits vom Zentrum
– wenig Komfort
– morgens feucht
– Problem beim Aufladen von Elektrogeräten
– Zeitaufwand zum Auf- und Abbau
– viel Gepäck

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