Wiedersehen in Singapur

Früh aufstehen ist sehr schwierig für uns. Die Hitze, der Jetlag… eigentlich wollten wir mit Penny in den Gottesdienst gehen. Sie ist sehr gläubig und für uns wäre es sicher interessant gewesen zu sehen, wie der Gottesdienst in anderen Ländern abläuft (wäre sogar auf englisch gewesen). Aber letztlich sind wir dann doch im Bett geblieben.

Nach dem zweistündigen Gottesdienst treffen wir uns in der Wohnung und gehen anschließend gemeinsam Mittagessen. Heute sollen wir Chicken rice probieren. Penny besteht wieder darauf uns einzuladen. Wenigstens dürfen wir die Getränke übernehmen. Sie meint es wieder viel zu gut mit uns und bringt gleich drei Varianten: Singapur Art, Indonesische Art gegrillt und paniert. Als ob wir nicht schon satt wären, kommt danach noch eine Ladung von dem Wassereis. Heute ist es einfarbig. Eine Sorte hat Mangosoße und Longan als Topping, die andere hat Wackelpudding, Limettensaft und  Soursop drauf. Beides ist lecker und somit kenne ich nun auch noch zwei Sorten tropisches Obst mehr.

Chicken Rice

Anschließend laufen wir ein bisschen herum. Das Stadtviertel hat viele Gemälde an den Wänden und sieht sehr nach Kolonialstil aus. Hier treffen wir uns mit Pei in einem Café. Gegen den erfrischenden Passionsfrucht-Honig-Tee habe ich nichts einzuwenden, aber auch hier sollen wir wieder Essen probieren: diesmal sind es halb gekochte Eier mit Soyasauce, Toast mit Kokosnuss und Butter und einen süßen Nachtisch mit Eis an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann. Pei war ebenfalls mit in Island und es ist sehr schön auch sie wieder zu treffen.

Zusammen erkunden wir Chinatown. Alles babscht am Körper, die Luftfeuchtigkeit ist wirklich eklig. Da sticht mir das Schild mit “Pan fried ice“ ins Auge. Nicht dass ich besonders hungrig wäre, aber so eine Abkühlung hört sich super an. Also bestellen wir ein Eis. Das wird direkt frisch erzeugt. Dazu kippt man die Flüssigkeit auf eine kalte Platte und rührt so lange herum, bis es fest wird. Dann werden Streifen abgekratzt und in den Eisbecher geschippt. Darauf kommen noch Schokosauce, Streusel und Rosinen und fertig ist es. Geschmacklich ist es fast wir normales Eis, aber es war definitiv interessant den Entstehungsprozess zu beobachten.

Am Abend besichtigen wir Clark Quai und die Esplanade. Dort essen wir dann schon wieder. Diesmal ist es Taiwanische Küche. Zur Vorspeise gibt es eine saure Suppe, danach teilen wir uns Dumplings (mit Schweinefleisch und Suppe gefüllte Teigtaschen) und Nudeln. Hier müssen wir mit Stäbchen essen, gar nicht so einfach. Ähnlich wie Döner: das geht nicht elegant. Ein bissi Gewutze gehört dazu, auch bei den Locals. Geschmeckt hat es mir hier sogar am besten. Das finden wohl auch viele andere so, denn kurz nach uns bildet sich eine Schlange vor dem Eingang und die Leute müssen warten, bis wieder ein Tisch frei wird.

Nach dem Essen laufen wir am Wasser entlang und kommen bei einem Konzert vorbei. Wir hören ein paar Lieder lang zu, danach suche ich mir einen Platz für die Lasershow. Nachdem die Fotos im Kasten sind, wird es Zeit nach Hause zu fahren. Ein ganzer Tag draußen ist sehr anstrengend bei den Wetterverhältnissen.