Ausflug ans Kap der guten Hoffnung

Normalerweise mache ich Urlaub am liebsten auf eigene Faust und lege alles nach Fotomotiven aus. Es ist mir wichtig zum besten Licht am Motiv zu sein, doch hier in Südafrika gehen wir die Sache etwas anders an. Im Internet liest man von vielen Gefahren uns es wird einen Angst und Bange, wie gefährlich alles ist. Die Reise ist gebucht, zu spät für einen Rückzieher – jedoch muss man sich ja nicht extra in Gefahren begeben. Zu zweit ist man ein einfaches Ziel, in einer größeren Gruppe hat man Sicherheit. Das war der Grund für eine Rundreise mit dem roten Doppeldeckerbus, den es in jeder großen Stadt gibt. Bei dem heutigen Ausflug ans Kap der guten Hoffnung konnte man zwar nur zwei Mal raus aus dem Bus, aber es gehört zu den weltbekannten Hop On Hop Off Unternehmen

Aber noch Mal zurück an den Anfang. Wir hatten die Nacht über ganz gute Beschallung von der Long Street unterhalb des Zimmers. Dort gibt es viele Bars und Bettler, es kommt einem so vor als würde hier niemals Ruhe einkehren. Müde genug waren wir auf jeden Fall und sind irgendwann eingeschlafen. Nach 2 Tagen Kapstadt würde ich euch empfehlen eher an einem schönen Hotel an der V&A Waterfront zu wohnen – für uns ist es zu spät. Ich denke ihr habt bereits mitbekommen, dass ich kein Hosteltyp bin… Immerhin das Bett war bezogen und Toast mit Butter oder Marmelade und Kaffee sind als Frühstück inklusive. Aufgrund der Dürre dürfen die Gäste auch ihr Geschirr nicht mehr selbst spülen – ach wie schade. Die Dürre ist natürlich ein ernst zu nehmen diese Problem, aufgrund des fehlenden Regens würde hier das Wasser auf 50l pro Person und Tag reduziert. In unserem Hostel fließt das Wasser noch, aber auf öffentlichen Toiletten sind bereits einige Wasserhähne abgedreht worden. Als Alternative kann man Handdesinfektionsmittel verwenden, gewöhnungsbedürftig…

Nach dem spärlichen Frühstück aus schmuddeligem Geschirr, ging es zur Bushaltestelle. Dort wurden wir pünktlich abgeholt. In einer internationalen Gruppe ging es in Richtung Südwesten. Zunächst sind wir auf der Ostküste runter zum Cape Point gefahren. Vom Bus aus konnte ich einen Blick auf die bunten Strandhäuser erhaschen. Ich hätte hier wirklich sehr gerne einen Fotostopp eingelegt, aber das war in der Tour nicht vorgesehen.


Erst in Simonstown haben wir einen Stopp gemacht, um die Pinguine an der Boulder Bat zu besichtigen. Das Gebiet mit den meisten Pinguinen kostet 76 ZAR Eintritt (ca. 5€) und wir hatten eine Stunde Zeit bei den lustigen Gestalten. Auch hier hätte ich gerne mehr Aufenthalt gehabt, aber es sollte nicht sein. Stattdessen war alles voller Touris und man musste sich wahrlich nach vorne in die erste Reihe kämpfen.

Das Ziel der Tour war schließlich Cape Point. Dies ist der unterste Zipfel Land, wo Atlantik und Indischer Ozean aufeinander treffen. der Indische Ozean ist warm und deshalb gibt es hier auch Haie und die Pinguine. Der Atlantik hingegen wird nie wärmer als 12° und hier findet man die Tiere nicht.

Cape Point ist außerdem historisch bekannt, denn es liegt auf der Gewürzroute von Indien nach Europa etwa auf halben Weg.

Heute wurde die ganze Landzunge als Nationalpark ausgewiesen und es wohnen dort auch einige Tiere. Wir haben nur ein paar davon gesehen, aber das ist auch ganz gut so. Ich bin eh nicht besonders scharf darauf gewesen mit den Affen um mein Essen zu kämpfen.


Bei bestem Winterwetter haben wir so den Aussichtspunkt beim Leuchtturm und das Kap der guten Hoffnung besichtigt. Da das Gebiet sehr groß ist, haben sich auch die Touristen ganz gut verteilt und wir konnten die Aussichten stellenweise fast für uns alleine genießen.

Fazit: auch wenn ein paar Fotomotive zu kurz gekommen sind, war der Ausflug schön und vor allen Dingen bereits fertig durchorganisiert 😉

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