Erster Fototag auf den Lofoten – die Nordlichter kommen

Die Wettervorhersage ist vielversprechend, der Wecker steht auf 5:30 Uhr. Der Urlaub kann beginnen!
Pünktlich kurz vorm Sonnenaufgang stehen wir zusammen mit etlichen Fotogruppen aus aller Welt auf der Brücke in Hamnøy und warten darauf, dass die Sonne über den Wolken auftaucht. Eine Drohne brummt über uns, ständig donnert ein Stativ gegen das hohe Brückengeländer, aber wir werden nicht enttäuscht. Den ganzen Tag über haben wir strahlenden Sonnenschein! Der Kontrast aus schneebedeckten Bergen und dem tiefblauen Wasser ist phänomenal und wir schießen eine Belichtungsreihe nach der anderen ohne wahrzunehmen, wie die Zeit vergeht.

Hamnøy

Unser zweiter Fotospot ist direkt zwei Inselchen weiter: Sakrisøy. Hier gibt es zur Abwechslung gelbe Holzhütten (statt den üblichen roten). Die gefallen uns sogar noch besser und wir erklimmen sogar spontan einen kleinen Berg, um eine bessere Perspektive zu haben. Der Boden ist stellenweise unter dem Schnee gefroren, aber die Steigeisen liegen brav im Auto rum. War ja auch spontan… nächstes Mal nehmen wir sie mit.

Sakrisøy

Nach ein paar weiteren Schnappschüssen in Reine und Sonnenuntergangsfotos ohne Sonne (weil zu früh hinter dem Berg verschwunden) in Flakstad am Strand, geht es zurück zur Wohnung. Erste Fotos sichten und bearbeiten. Wir warten auf die Nordlichter und entdecken die ersten zarten Streifen am Himmel. Um 21Uhr geht es los. Wieder alle Motive vom Tag anfahren und mit Nordlichtern fotografieren. Zum ersten Mal ist die Sonnenaktivität so stark, dass man die Nordlichter mit bloßem Auge sehen kann. Und nicht nur das: sie sind sogar hellgrün zu sehen. Der Wahnsinn! Ich bin ganz aufgeregt und kann mich kaum von einem Motiv trennen, aber der Berg vom Morgen ist vielversprechend. Also fahren wir zurück zu Sakrisøy auf den Berg. Mit Steigeisen sausen wir auf den Gipfel (wir wissen ja jetzt, dass man diese braucht und haben sie mitgenommen), trotzen dem kalten Wind und bestaunen die Lichtershow am Himmel.

Die Finger haben kein Gefühl mehr, die Zehen sind auch sehr kalt. Der Wind will nicht aufhören. Wir sind uns einig, dass es reicht und fahren gegen Mitternacht zurück. Direkt vor unserer Wohnung flammen die Lichter dann erneut auf. Die Kälte ist vergessen und es werden noch Fotos vor der Küche geschossen. Ein wirklich erfolgreicher erster Tag mit über 30GB Fotoaufnahmen.

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