Mein Norwegenjubiläum

Heute gibt es bei mir ein kleines Jubiläum zu feiern: ich bin nun zum 15. Mal nach Norwegen gereist. Das Land ist einfach so schön, dass es mich immer wieder anzieht.
Dieses Mal steht die Erkundung der Südküste an. Hier war ich bisher noch nie.

Von Frankfurt ging es heute Vormittag nach Stavanger, bequem per Direktflug. Ich muss sagen nach der Weltreise mit den großen Emirates Maschinen (tollem Bordunterhaltungsprogramm, Service und Essen), hat der Komfort in der kleinen Lufthansamaschine heute keinen so guten Eindruck hinterlassen. Dafür war die Flugzeit angenehm kurz 😉
Norwegen ist ein reiches Land und in der Gegend um Stavanger herum boomt die Ölindustrie. Daher ist die Ecke hier auch besonders wohlhabend. Sehr viele Häuser hier sind weiß – das war früher nur den reichen vorbehalten, denn die rote Farbe war am billigsten und haltbarsten. Weiße Farbe hingegen war teurer und musste schneller wieder nachgestrichen werden.

       
weiße Häuschen in der Altstadt

Auch wenn ich schon so oft hier war und sich alles irgendwie vertraut anfühlt, ist doch einiges anders als in Deutschland. Die Gewohnheiten sind nicht neu, aber für mich so ungewohnt, dass es mich doch jedes Mal wieder wundert. Geht man als Fußgänger zu einem Zebrastreifen, hält sofort ein Auto an (insofern überhaupt eins da ist). Das passiert in Deutschland nie – auch wenn es in der Fahrschule so beigebracht wird. Hier ist das aber auch in der Tat so.

Effektiv hatten wir heute schon einen halben Tag Zeit, um uns die Stadt anzusehen. Den ersten Teil haben wir damit verbracht unsere Jugendherberge zu finden, da weder das mitgebrachte, noch das im Mietauto eingebaute Navi die entsprechende Straße kannte. Nur nach ewiger Rätselei mit Hilfe zweier Karten konnten wir die Unterkunft schließlich ausfindig machen. Erster Eindruck war auch wieder sehr gewöhnungsbedürftig: die Jugendherberge gehört zu dem Krankenhaus. Das heißt während man auf den Check in wartet, rollen die ganzen Patienten an einem vorbei. Ich glaube so etwas würde es in Deutschland nicht geben. Abgesehen davon ist es aber völlig in Ordnung.

In den nächsten Tagen stehen eine Wanderung am Fjord und die Besichtigung der Küste an. Nachdem ich allerdings im Hafenbecken etliche Feuerquallen entdeckt habe, ist mir urplötzlich die Lust am Baden vergangen 😉

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