Roadtrip entlang des Nordsjøvegen

In den letzten Tagen sind wir entlang des Nordsjøvegen gefahren.
Unser erster Stop war am Solastrand in Stavanger – direkt hinter dem Flughafen.
Hier gibt es zwar nicht so starke Ausprägungen von Ebbe und Flut, wie bei der deutschen Nordsee, dennoch kann man schön am nassen Sand entlang laufen. Aufgrund der Lage am Flughafen kam dann auch kurz bevor wir gehen wollten eine KLM Maschine angeflogen – diese war schon ganz tief und hat ein paar Meter hinter dem Strand auf der Landebahn aufgesetzt. Eine gute Plane Spotting Location also, bloß dass hier nicht so viel los ist wie in Frankfurt 😉

Unsere zweite Unterkunft war dann in der südlichsten Stadt Norwegens: Mandal. Hier gibt es ein Ferienzentrum, in dem so viel los ist, dass man meinen könnte gar nicht mehr in Norwegen zu sein: zwei Pools, ein Restaurant, einen Kiosk, Bootsverleih und viel mehr. Mitten im Gewusel war unsere kleine, heiße Hütte. Wenn es in Deutschland warm wird, bleiben die Steinhäuser ziemlich lange kühl. Wenn es jedoch in Norwegen heiß ist, heizen sich die kleinen Holzhäuser ohne Rollos stark auf und man wird schlimmer gegrillt, als in Deutschland in einer Dachwohnung. Vermutlich sind die Norweger deshalb so viel draußen 😉 Mit dermaßen warmem und sonnigen Wetter hätte ich jedenfalls bei Weitem nicht gerechnet.

Wenn man schon in der südlichsten Stadt Norwegens ist, ist der südlichste Zipfel des Festlandes auch nicht mehr weit: Kap Lindesnes. Hier gibt es einen Leuchtturm, den man besichtigen kann. Kostet leider auch Eintritt, aber es gibt eine Tasse starken Kaffee inklusive 😉 Das schöne dort unten ist der starke Wind: so ist es endlich angenehm warm und nicht mehr heiß.

 Da wir noch ein bisschen Zeit übrig hatten, haben wir auch Farsund einen Besuch abgestattet. Hier gibt es einen netten Weg entlang des Fjords, der sich gut laufen lässt (ganz im Gegensatz zu dem beim Preikestolen). Der Boden ist geschottert und breit genug für ein Auto. Er führt stetig aufwärts und so wird die Sicht auf den Fjord mit jedem Meter besser. Allerdings nicht ganz so beeindruckend wie die 600m Aussichtsplattform des Preikestolens – hätte man vielleicht in der anderen Reihenfolge machen sollen..

Heute sind wir weiter östlich gefahren und haben Kristiansand besichtigt. Die Stadt wurde auf Sand gebaut, daher kommt auch der Name Kristian + sand. Das Stadtzentrum ist quadratisch aufgebaut und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Am meisten interessiert hatte mich die Altstadt mit den vielen kleinen, alten Holzhäuschen, doch auch der neuere Stadtteil hat sich als sehr sehenswert entpuppt. Ähnlich wie auch in Oslo wird hier immer näher und moderner ans Wasser gebaut – in einigen Jahren sind vielleicht auch die Baukräne weg und verschandeln das Stadtbild nicht mehr.

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